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Cover-Check: Focus am Kiosk stark mit “Wie wir den Krebs besiegen”, Spiegel floppt mit “Die braune Verschwörung”

Politik, Leben und Gesundheit: die Cover-Themen der aktuellen Magazine in letzten Märzwoche 2019
Politik, Leben und Gesundheit: die Cover-Themen der aktuellen Magazine in letzten Märzwoche 2019

In der Heftwoche 13/2019 (Verkaufsstart 23. März) lieferte der Focus mit einem Gesundheitsratgeber zum Thema Krebs auf den ersten Blick sehr gute Kiosk-Zahlen. Dabei scheint aber der Vertrieb nachgeholfen zu haben. Denn zum Start der "Zukunfts-Serie: Wissen für Morgen" lag das Magazin auch mit reduziertem Preis in den Verkaufsregalen. Die Rivalen Spiegel und stern lieferten indes sehr maue Zahlen.

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Der Focus landete mit seiner ziemlich optimistischen Cover-Headline “Wie wir den Krebs besiegen” in Supermärkten, Kiosken, an Tankstellen etc. bei 82.856 Exemplaren. In der Vorwoche hatten lediglich 45.641 Leute im im Einzelhandel zugegriffen – damit liegt das Berliner Magazin klar über den Durchschnittszahlen der jüngsten 12 Monate (57.600) und der jüngsten drei Monate (58.900).  Der Blick auf den Gesamtverkauf: Dieser lag bei 404.668 Exemplaren, inklusive 53.783 ePaper.

Der für Focus-Verhältnisse sehr gute Wert im Einzelverkauf relativiert sich jedoch, da die EV-Auflage zum stark rabattierten Heftpreis von 1,90 Euro an die Kunden gebracht wurde – mit Hinweis auf den Start der neuen “Zukunfts-Serie: Wissen für Morgen”. Der normale Verkaufspreis liegt beim Focus bei 4,50 Euro.

 

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Lediglich 157.730 mal wurde Der Spiegel 13/2019 im Einzelverkauf abgesetzt. Damit verfehlte die Ausgabe den 3-Monats-Durchschnitt des Spiegels, der bei 166.400 liegt, recht deutlich. Das Titelthema: “Die braune Verschwörung”, aufmerksamkeitsstark illustriert mit einem brennenden Hakenkreuz. Der 12-Monats-Durchschnitt wurde ebenso verpasst – dieser liegt bei 178.200 Einzelverkäufen. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, erreichte Der Spiegel 13/2019 eine Anzahl von 695.625 verkauften Exemplaren, darunter 93.479 ePaper und Spiegel-Plus-Kunden.

Der stern blieb mit seiner Ausgabe 13/2019 und dem gefühligen Titelthema “Mutter, Mama, Mami – wie die Beziehung zur wichtigsten Frau in unserem Leben gelingt” auf bescheidene 117.403 Einzelverkäufe, blieb damit leicht unter der Vorwoche (118.712), jedoch klar unter seinem 12-Monats-Durchschnitt von aktuell 137.000 sowie auch unter seinem 3-Monats-Durchschnitt von 123.500. Insgesamt fand der stern in der Woche 13 insgesamt 473.780 Abnehmer, 21.708 davon als ePaper.

(ga)

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Alle Kommentare

  1. Der Focus 13/2019 erreicht nur noch zum Schleuderpreis für die Hälfte, obendrein unterstützt durch teure TV-Werbung, annähernd alte Werte am Kiosk – so muss die Story heißen. Wie tief sinkt Burdas angeschlagenes früheres Flaggschiff noch? Die nächsten beiden Hefte 14+15/2019 gibt es ebenfalls zum Schleuderpreis für die Hälfte. Wie schnell das mit “20 Prozent auf alles” beim Praktiker zu Ende ging, weiß jeder Kunde. Wann lesen wir über das Loch in der Kasse des Billig-Focus und die dafür Verantwortlichen mal eine Meedia-Story? Vorschlag für die Überschrift: Focussiert auf das schnelle Ende!

  2. Jetzt kommt endlich einmal zur Sprache, was ich schon lange denke: STERN, SPIEGEL & FOCUS sind einfach viel, viel zu teuer.

    Und beim STERN & FOCUS sind diese hohen Preise einfach nicht gerechtfertigt. Für beide Magazine wäre ein Preis von 1,50 € wirklich das höchste der Gefühle, eher etwas in Richtung 1 €.
    Werden die Preise nicht angepasst verchwinden die beiden Titel ganz schnell vom Markt. Aber auch für den SPIEGEL sind die fetten Zeiten vorbei.

  3. Alles schon bekannt, nur die Medien halten damit stets hintern Berg:

    Der ehemalige FAZ Journalist Udo Ulfkotte hatte schon vor Jahren davon berichtet, dass gewisse Verlage ihre Auflage selbst steigern. Da werden die LKW´s morgens mit den Käseblättchen vollgeladen und auf die Reise durch ganz Deutschland geschickt. Sobald die Zeitungen aus dem Haus waren, galten sie offiziell als verkauft. Abends kamen die vollen LKW´s zurück und das Papier wurde eingestampft. Aber dem Werbekunden konnte man erzählen, man habe von dem Erzeugnis so und so viel verkauft und damit die Werbeeinnahmen (womit sich die Blätter eigentlich finanzieren) künstlich gesteigert.

  4. DER SPIEGEL mit einer Fake-News Titel-Geschichte, wo ist der Presserat ?

    Und das nach Relotius!

    ef-magazin.de schrieb dazu:

    Nun hat der „Spiegel“ einen neuen Tiefpunkt gesetzt. Das Magazin, dem der Pressekodex einerlei zu sein scheint, befriedigt sich in seiner neuesten Ausgabe an der Vorstellung, es gebe eine rechte Weltverschwörung. Illustriert wird die Titelgeschichte, in der es um ein paar Dutzend weltweit verstreuter Rechtsextremer geht, mit einem brennenden Hakenkreuz. Die „Spiegel“-Macher, die Andersdenkende so gerne der Verbreitung wilder Verschwörungstheorien bezichtigen, phantasieren dabei ein rechtsextremes Terrornetzwerk herbei, das weltweit Anschläge koordiniert. Mit glühendem Eifer scheint die Redaktion das neuseeländische Attentat eines verrückten Einzeltäters dazu nutzen zu wollen, neben dem realen IS-Terror und dem straff organisierten linken Extremismus-Netzwerk eine globale Nazi-Organisation zu erdichten.

  5. @ Florian Hohenwarter

    Danke für solche Hintergrundinfos. So erklären sich wohl auch die 117.000 “verkauften” Hefte vom Stern. Ich fand die “Verkaufszahlen” vom Stern schon immer zweifelhaft.

  6. Darf der Spiegel verbotene Symbole bzw. Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf die Titelseite stellen ohne daß die Pressegroßhändler die Auslieferung boykottieren und Anwälte einschreiten, wie erst kürzlich beim Monatsmagazin konkret geschehen?

    1. Ja darf er, da es sich der Berichterstattung dient. Ähnliches gilt für Aufklärung und Lehre in z.B. Schulen oder in der Kunst (Film). Aber wie man hier an einigen Kommentaren sieht, scheint die Aufklärung bei vielen nicht gegriffen zu haben, ansonsten ist es schwer zu erklären, warum sich regelmäßig rechte Grütze in den Kommentaren wiederfindet.

      1. “…ansonsten ist es schwer zu erklären, warum sich regelmäßig rechte Grütze in den Kommentaren wiederfindet…”

        Bewertet auf der Basis von: “Jeder, der nicht die Grünen wählt, ist ein Nazi…”?

        Nicole Diekmann, Korrespondentin im ZDF-Hauptstadtstudio, 01/2019

      2. @Alexander

        In seinem Artikel beleuchtete Islam-Kritiker Stürzenberger die Zusammenarbeit der National-Sozialisten mit den Muslimen während des Zweiten Weltkrieges und untermauerte seine Worte mit Originalfotos.

        Dabei zeigte ein Foto den Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, und einen NSDAP-Funktionärs in Berlin, der eine Hakenkreuz-Armbinde trägt. Al-Husseini, ein Mitglied der Schutzstaffel (SS), war für die Einrichtung der muslimischen Waffen-SS auf dem Balkan verantwortlich.

        Daraufhin wurde er des Verwendens von „Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ beschuldigt und am 18. August vom Münchner Amtsgericht zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

      3. @Alexander

        “Rechte Grütze”? Mir macht eher die überall anzutreffende “linke Grütze” kopfzerbrechen. Aber okay, geschenkt.

  7. “Die braune Verschwörung” ist, wenn Nazi-Idioten von der NPD sich mit Vertretern der Hisbollah treffen, um die Vernichtung Israels zu planen…

    Fehlen nur noch die Nazi-Idioten von der Linkspartei… die hassen Israel und die Juden ja genauso!

    Davon liest man in Spiegel-Focus-Stern aber eher wenig, weil das sind ja die falschen Nazis!

  8. Unfassbar, dass der Lügel nach Relotius immer weiter macht und das noch viel schlimmer. Nazi-Verschwörung, russische AfD-Marionetten etc. Nun scheinen alle Dämme gebrochen, der Ruf ist eh ruiniert, da kann man einfach weiter lügen…

  9. Ich denke, dass die kritischen Leser der drei Magazine nach all der einseitigen Berichterstattung das Weite gesucht haben und nicht mehr bereit sind, Geld für Fake-News auszugeben. Die übriggebliebenen Käufer düften weitgehend ideologisch auf gleicher Linie wie die Redakteure sein und kein Problem mit manipulativer Berichterstattung haben, wenn sie denn ins eigene Weltbild passt. Von daher düften dich die reduzierten Käuferzahlen langsam wieder stabilisieren.

  10. Früher haben Spiegel & Co. die wirklich heissen Eisen angefasst. Diese werden heutzutage total ausgeblendet, oder lediglich in Form von Regierungspropaganda unters Volk gebracht. Das kann nicht funktionieren.

    Hier in Hamburg geht gerade die einstmals große Mopo (früher 450.000 Leser) daran zugrunde.

  11. Also ganz ehrlich, nachdem ich das Titelbild des Spiegel gesehen hatte, also, da musste ich einfach nur ganz laut und herzhaft lachen. Nicht ärgern oder mich aufregen, sondern einfach nur drüber lachen. Das ehedem renommierte Nachrichtenmagazin aus Hamburg kann man wirklich nicht mehr ernst nehmen.

  12. Wer liest diese Zeitschriften? Alte weisse Männer und Frauen. Und wird diese Bevölkerungsgruppe in unserer Gesellschaft in Zukunft grösser oder kleiner? Und damit können Spiegel, Stern und der Focus sich schon mal ausrechnen, welches Ungemach ihnen nach dem Wegsterben der Babyboomer in den nächsten 20 Jahren noch blüht. Der Lebensstil mit ein oder null Kinder galt und gilt als modern und progressiv. Jetzt zeigen sich für seine Protagonisten langsam aber sicher immer wirkmächtiger die Folgen und Konsequenzen ihres Hedonismus auf. Leider ist es längst zu spät mit dem herumreißen des Ruders der Kollision zu entgehen. Der Eisberg ist unvermeidbar das nächste Ziel der MS Germania.

    1. Ja, man sägt sich den Ast ab auf dem man selbst sitzt, aber man kann offenbar nicht anders, Zersetzung ist das einzige was diese Leute können.

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