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Springer will “Weltmarktführer” im digitalen Journalismus werden – und setzt voll aufs Digitalgeschäft

Springer-CEO Mathias Döpfner
Springer-CEO Mathias Döpfner © Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Springer-Chef Mathias Döpfner hat am Mittwoch bei der Hauptversammlung die Marschrichtung für die kommenden Jahre vorgegeben: Das Medienhaus setzt künftig noch mehr auf das digitale Rubrikengeschäft und digitalen Journalismus – und verabschiedet sich mittelfristig aus dem Marketingsegment. Einen "zweistelligen Millionen-Euro-Betrag" will man ins Wachstum investieren.

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Digitaler Journalismus und digitale Rubriken: Diese beiden Sparten seien die Zukunft des Konzerns, sagte Springer-Chef Mathias Döpfner am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Berlin. “Wir wollen Weltmarktführer werden auf zwei Feldern.” Vom Bereich Marketing Media werde man sich mittel- bis langfristig trennen. Konkret soll das Marketing-Segment mittel- bis längerfristig “nicht mehr zum Unternehmen” gehören. Dazu gehören Geschäftsmodelle, die überwiegend durch zahlende Anzeigenkunden refinanziert werden. Der Springer-Chef will das aber nicht als radikalen Strategiewechsel verstanden wissen. Doch wolle man die dynamische Entwicklung des Unternehmens vorantreiben, sagte Döpfner.

“Das Unternehmen ist auf seinem Weg, immer digitaler zu werden, einen weiteren Schritt vorangekommen”, sagte Döpfner zum vergangenen Geschäftsjahr. Das Medienhaus verdiente zuletzt immer mehr Geld mit digitalen Portalen für Job-, Immobilien- und Autoanzeigen, zum Beispiel mit der Stellenbörse Stepstone. Das digitale Geschäft steuert mittlerweile 71 Prozent zum Umsatz bei und 84 Prozent zum Gewinn. Die Entwicklung im digitalen Geschäft von Bild und Welt sei ebenfalls erfolgreich. “Wir konvertieren immer mehr Abonnenten aus einzelnen Artikeln.”

Neuer Aufsichtsrat gewählt

Künftig wolle und könne man mehr auf Wachstum setzen, sagte Döpfner. Vor allem in das Geschäft mit Job-, Immobilien- und Autoportalen will der Konzern im laufenden Jahr einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag stecken. “2019 investieren wir verstärkt in Wachstum, vor allem bei StepStone, Immobilienkleinanzeigen und Business Insider, und in Technologie, die wir für eine dynamische und auch langfristige Ertragssteigerung benötigen”, so der Springer-CEO.

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Am Mittwoch stellte Springer zudem sein neues Unternehmenslogo vor. Auch ein neuer Claim wurde präsentiert – angesichts der zunehmend internationalen Aktivitäten in englischer Sprache: “We empower free decisions.” In einem Unternehmen, das mehr als die Hälfte seines Geschäfts nicht mehr in Deutschland und viele internationale Mitarbeiter habe, müsse zudem die Unternehmenssprache Englisch sein, so Döpfner.

Die Hauptversammlung wählte in Berlin auch den Aufsichtsrat neu. Dem Gremium gehört künftig Ralph Büchi an, zuständig für das operative Geschäft der Ringier Gruppe. Der Schweizer soll den Aufsichtsrat als Nachfolger von Giuseppe Vita leiten. Als besondere Würdigung seines langjährigen Einsatzes wurde Vita zum Ehrenvorsitzenden der Axel Springer SE ernannt. Als Nachfolger von Lothar Lanz wurde der Wirtschaftsprüfer Ulrich Plett in das Kontrollgremium gewählt. Dem neunköpfigen Aufsichtsrat gehört auch weiterhin Hauptaktionärin Friede Springer an.

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