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Die Quartalsbilanz der Anzeigenumsätze: BamS, Focus und Sport Bild brechen ein, prisma, stern und Superillu wachsen

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Die deutschen Publikumszeitschriften haben in den ersten drei Monaten des Jahres 5,1% ihrer Brutto-Anzeigenumsätze aus dem Vorjahr verloren. Das zeigt die neueste Auswertung von Nielsen. Besonders radikal nach unten ging es dabei für Titel wie die Bild am Sonntag, den Focus und die Sport Bild. Gegen den Trend zulegen konnten hingegen u.a. das TV-Supplement prisma, der stern und die Superillu.

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Die beiden TV-Supplements prisma und rtv setzen derzeit das meiste Geld mit Anzeigen um, sind die führenden Titel im deutschen Publikumszeitschriftenmarkt. Der Grund ist natürlich die wahnsinnige Auflage bzw. Reichweite, die das Duo erreicht. Die verschiedenen prisma-Ausgaben setzten im ersten Quartal 2019 brutto insgesamt 33,05 Mio. Euro um, rtv kam mit seinen Ausgaben auf 28,77 Mio. Euro. prisma legte dabei massiv zu, während rtv 7,7% einbüßte.

Auf Platz 3 rückt der stern nahe an rtv heran, steigerte sich um 15,9% auf 28,23 Mio. Euro. Angesichts der auch beim stern rückläufigen verkauften Auflage eine überraschende Entwicklung. Der Spiegel folgt erst hinter der Brigitte auf Platz 5, nur noch knapp vor der Zeit, die wir wie auch PZ Online als Wochenzeitung mit im Ranking der Publikumszeitschriften aufführen.

Die prozentual gesehen deutlichsten Umsatz-Verluste verbuchen innerhalb der Top Ten die Bild am Sonntag und der Focus mit jeweils mehr als 20%. Ebenfalls so deutlich im Minus auf den weiteren Rängen der Top 50: TV Digital, InStyle, TV Spielfilm, TV Movie, Cosmopolitan, Schöner Wohnen, Für Sie, Glamour und vor allem die Sport Bild, die um dramatische 45,7% nach unten krachte.

Gegen den Trend zulegen konnten auf den ersten 50 Plätzen der Tabelle immerhin 18 Titel. Am deutlichsten zulegen konnten dabei neben dem stern die Superillu mit einem Plus von 24,7%, auf einen Blick, InTouch, die Neue Post, Brigitte woman, Motorrad und Harper’s Bazaar. Abseits der Top 50 gewannen auch noch Titel wie Merian, Good Health, sowie Baby und Familie massiv hinzu.

Nielsen-Anzeigenstatistik 2019: Top 50 Publikumszeitschriften*
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    Umsatz brutto Jan.-Mrz. vs. 2018 absolut vs. 2018 in %
1 prisma Gesamt 33,05 10,61 47,3
2 rtv Plus 28,77 -2,40 -7,7
3 stern 28,23 3,86 15,9
4 Brigitte 18,69 -3,45 -15,6
5 Der Spiegel 18,49 -1,79 -8,8
6 Die Zeit 17,95 -2,68 -13,0
7 Bunte 17,04 0,28 1,7
8 Bild am Sonntag 16,59 -4,70 -22,1
9 Bild der Frau 14,68 -0,93 -6,0
10 Focus 14,36 -3,60 -20,1
11 Gala 10,66 0,15 1,5
12 freundin 10,37 -1,35 -11,5
13 Auto Bild 9,97 -1,55 -13,5
14 auto motor und sport 9,85 -1,32 -11,8
15 Hörzu 8,43 -0,83 -9,0
16 tv14 8,34 -1,07 -11,4
17 TV Digital 8,29 -2,06 -19,9
18 ADAC Motorwelt 8,00 -0,49 -5,8
19 Wirtschaftswoche 7,71 -0,16 -2,1
20 tina 7,46 0,50 7,2
21 Vogue 6,92 -0,29 -4,0
22 Apotheken Umschau A 6,89 0,25 3,8
23 InStyle 6,30 -1,62 -20,4
24 Elle 6,27 0,30 5,0
25 TV Spielfilm 6,14 -1,60 -20,7
26 Apotheken Umschau B 6,04 0,12 2,0
27 TV Movie 5,57 -1,88 -25,3
28 tv Hören und Sehen 5,57 0,25 4,7
29 Zeitmagazin 5,33 -0,11 -2,0
30 Superillu 5,29 1,05 24,7
31 Landlust 4,98 -0,51 -9,2
32 Grazia 4,86 -0,66 -12,0
33 auf einen Blick 4,78 0,68 16,5
34 Cosmopolitan 4,74 -1,98 -29,5
35 Sport Bild 4,71 -3,97 -45,7
36 c't magazin für computer technik 4,45 -0,16 -3,5
37 Schöner Wohnen 4,38 -1,64 -27,2
38 Freizeit Revue 4,28 -0,13 -3,0
39 Lisa 4,20 0,36 9,4
40 Für Sie 4,02 -1,18 -22,6
41 Glamour 3,91 -0,94 -19,4
42 kicker Montag 3,78 -0,10 -2,6
43 GQ 3,65 0,09 2,6
44 InTouch 3,45 0,39 12,9
45 Neue Post 3,22 0,54 20,3
46 Fernsehwoche 3,18 0,04 1,2
47 Brigitte woman 3,15 0,37 13,4
48 Funk Uhr 3,07 -0,12 -3,8
49 Motorrad 2,90 0,42 17,0
50 Harper's Bazaar 2,86 0,44 18,4
*und Wochenzeitungen / Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Daten-Quelle: Nielsen, PZ-Online / Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. Grundsätzlich haben alle Verlage mit der harten Auflage. Nicht nur System-Red. von Spiegel, Focus, Stern… auch Autozeitschriften, Reisemagazine und Klatsch-Blätter verlieren… das ist halt der Fortschritt!

    Einzig alternative Verlage können zulegen: Kopp-Verlag, Anataios usw. legen zu.

    Demnächst bekommen wir vielleicht eine GEZ für System-Verlage. Weil, die sind ja “alternativ-los” und ein un-entbehrliches Kulturgut, das geschützt werden muss. 😉

    Ich freue mich schon auf´s Spiegel Cover mit “Klima Greta Dummzwerg” und der Unterschrift “obey”!
    Oder ist das das Wahlkampfmotiv der “Grünen”???

    1. @123: Glauben Sie eigentlich Ihr dummes Gewäsch selbst? Wenn Sie vernünftig lesen und interpretieren würden, könnten Sie erkennen, dass auch einige Magazine der von Ihnen sogenannten “System”-Verlage positive Zahlen vorweisen. Natürlich nicht besonders viele, da es nicht gerade leicht ist, gegen den allgemeinen Negativtrend im Anzeigengeschäft anzukämpfen. Aber zur nüchternen Betrachtung gehören auch diese positiven Beispiele dazu. Für Verschwörungstheoretiker ist es aber scheinbar sehr schwer, nüchtern zu bleiben, so besoffen sind sie von ihrem geheiligten Kopp-Verlag …
      Und sich dann noch mit pubertären Spitznamen an einer Greta abarbeiten, die aus Idealismus für eine Sache einsteht, die nicht in die eigene beschränkte Aluhut-Welt passt – Herr schmeiß Hirn vom Himmel!

      1. @Till
        Wischen sie sich erst mal den Geifer aus´m Mundwinkel… sie Troll!

        Alle großen Verlage und ihre Massen-Magazine haben in den letzten Jahren brutal Auflage verloren:
        2015-2018
        Spielgel: 823000-716000
        Stern: 736000-480000
        Focus: 501000-412000
        Von der “BLÖD-Zeitung” schreibe ich erst gar nicht…

        Der “Idealismus” von Greta Dummzwerg ist geschicktes Marketing… eine PR-Marionette, was sogar Stefan Hinterbauer aufgefallen ist.

  2. das kindermädchen friede springer will weltmarktführer werden-klingt wie die panzerknacker: heute gehört uns die kohldampfinsel und morgen die ganze welt

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