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Nach finalem Beschluss des EU-Urheberrechts: “heute show” feiert humorvoll den Untergang des Internets, wie wir es kennen

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© Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa

Die heftig umstrittene Reform des EU-Urheberrechts ist endgültig beschlossen: In einer letzten Abstimmung stimmten die EU-Staaten dem Vorhaben am Montag mehrheitlich zu. Für die vielen Millionen Demonstranten kein Grund zur Freude. Die "heute-show" nimmt's mit bitterschwarzem Humor.

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Auf Twitter haben die ZDF-Satiriker am Montag eine Reihe von Tweets abgesetzt, in denen sie fantasieren, wie Satire im Zeitalter der Uploadfilter aussehen könnte.

Da durfte der Verweis auf die jüngst gestartete achte Staffel von “Game of Thrones” natürlich nicht fehlen.

Wohlgemerkt: Die EU-Länder haben nun rund zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in nationales Recht umzusetzen. Und Uploadfilter werden in der Richtlinie nicht explizit erwähnt. Doch die meisten Experten gehen davon aus, dass Uploadfilter trotzdem zum Einsatz kommen werden. Die schiere Masse der hochgeladenen Inhalte lässt sich nicht manuell auf ihre Nutzungsrechte überprüfen. Die CDU hatte vor der Abstimmung im EU-Parlament angekündigt, die Richtlinie ohne Uploadfilter umsetzen zu wollen. Auch die SPD lehnt diese Technik mittlerweile ab.

Bislang eingesetzte Filter kommen an ihre Grenzen, wenn plötzlich neue Anforderungen umgesetzt werden müssen. So hatten die Systeme von YouTube und Facebook erhebliche Mühe, die Videoaufnahmen des Attentats von Christchurch im März dieses Jahres zu blockieren, weil es etlichen Nutzern gelang, die automatische Erkennung mit Veränderungen am Video auszutricksen. Facebook konnte in den ersten 24 Stunden nach dem Attentat zwar 1,2 Millionen Videos beim Upload stoppen, hunderttausende Versionen wurden aber erst später erkannt und dann gelöscht (MEEDIA berichtete).

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