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Gerald Braunberger steigt ins Herausgebergremium der FAZ auf

Der Neue im FAZ-Herausgeber-Gremium: Gerald Braunberger
Der Neue im FAZ-Herausgeber-Gremium: Gerald Braunberger

Kein Digitaler, keine Frau: Die FAZ hat am Montagmittag bestätigt, dass Gerald Braunberger in den Kreis der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eintritt. Er folgt auf Holger Steltzner, der wegen eklatanter Verstöße gegen das Kollegialitätsprinzip seinen Posten räumen musste.

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Am Wochenende hatte der Spiegel berichtet, dass sich die Co-Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Werner D’Inka, Jürgen Kaube und Berthold Kohler, auf Gerald Braunberger als neues Mitglied ihres Gremiums geeinigt hätten. Der Aufsichtsrat musste dem Vorschlag allerdings noch zustimmen. Das ist nun geschehen.

Seit 31 Jahren im Dienst der FAZ

Braunberger gehört seit 1988 der Wirtschaftsredaktion der Zeitung an. Von 1995 bis 2004 war er Wirtschaftskorrespondent in Paris. In den folgenden drei Jahren schrieb er in der Frankfurter Zentrale für die Sonntagszeitung. Von 2007 an war er verantwortlicher Redakteur für den Finanzmarkt der F.A.Z. und zuständig für die die Rubrik “Wirtschaftsbücher”.

Neben Steltzner waren auch FAZ-Digitalchef Carsten Knop und die für Wirtschaftspolitik verantwortliche Redakteurin Heike Göbel im Gespräch. Dem Vernehmen nach war Braunberger nicht klarer Favorit im Aufsichtsrat, der sich mehr Innovation gewünscht hätte. Laut Spiegel sprach für Braunberger, dass er nicht nur als führungserfahren gilt, sondern auch als integrierend. Darauf sei es den drei Herausgebern nach der Erfahrung mit Steltzner ganz besonders angekommen, heißt es.

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Bei Steltzner sah das Gremium “die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern” nicht mehr gegeben, teilten die Frankfurter vor Kurzem nur kurz und knapp mit. Zu den Gründen schweigt man sich aus.  Laut dem Wirtschaftsjournalist habe der 56-Jährige “eklatant gegen das Kollegialitätsprinzip verstoßen”. Zudem soll Steltzner seinen Lebenslauf geschönt haben: Für sein BWL- und Jura-Studium habe er zehn Jahre benötigt und Jura nach vier Semestern abgebrochen.

In der Geschichte der FAZ kam es bislang zweimal zu Entlassungen von Herausgebern: Einmal der von Jürgen Tern im Jahr 1970 und der von Hugo Müller-Vogg im Jahr 2001. Bei beiden gab es vom Verlag keine offiziellen Begründungen. Die Zahl der Herausgeberposten bei der FAZ hat in der Vergangenheit immer zwischen vier und sechs variiert. Als Günther Nonnenmacher im Jahr 2014 aus Altersgründen als Herausgeber ausschied, wurde seine Stelle nicht neu besetzt.

Die FAZ ist die einzige Zeitung in Deutschland, die nicht von einem Chefredakteur, sondern einem vierköpfigen Herausgebergremium geleitet wird. Die Herausgeber, die zugleich Gesellschafter der GmbH sind, bestimmen seit jeher die Leitlinie des Blattes

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