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Shortlist des Nannen Preises: SZ kommt allein auf vier Nominierungen in der Kategorie “Reportage”

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Die Shortlist steht: Die Nannen Preis-Vorjury hat über die Beiträge entschieden, die es in die Endauswahl des Preises geschafft haben. Die Mitglieder hatten aus über 800 eingereichten Arbeiten in einem mehrstufigen Bewertungsverfahren zunächst die besten 115 Texte und Web-Projekte bestimmt. Nun sind 35 Arbeiten aus deutschsprachigen Medien und 20 Bildstrecken übrig geblieben

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Auf den Shortlists des diesjährigen Nannen Preises stehen neun Beiträge in der Kategorie “Reportage”, auch als Egon Erwin Kisch-Preis bekannt, zehn in “Dokumentation”, sechs in “Investigative Leistung”, vier in “Lokale Investigative Leistung” und sechs in der Kategorie “Web-Projekt”. Hinzu kommen 13 Nominierungen für “Reportage-Fotografie” und sieben Bildstrecken für “Inszenierte Fotografie”.

Für den Egon Erwin Kisch-Preis ist die Süddeutsche Zeitung allein viermal nominiert (dreimal mit dem Magazin, einmal mit SZ Familie). Hinzu kommen Arbeiten vom stern, Geo, dem Spiegel, Tagesspiegel und der Zeit.

Aus den Shortlists nominieren die Haupt- und die Fotografie-Jury Anfang Mai drei Arbeiten pro Kategorie. Jury-Mitglieder sind unter anderem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, taz-Chef Georg Löwisch, ZDF-Journalistin Marietta Slomka und Teresa Bücker, Chefredakteurin der Online-Plattform Edition F. Die Sieger wählen sie kurz vor der Preisverleihung, die erstmalig zu einem “Tag des Journalismus” erweitert wird, bei dem der Öffentlichkeit ein Einblick in die Arbeit der Jury gegeben werden soll.

Aktuelle Debatte um Glaubwürdigkeit und Transparenz des Journalismus

Der stern, heißt es in der Mitteilung, möchte damit als Stifter der Auszeichnung auf die aktuelle Debatte um Glaubwürdigkeit und Transparenz des Journalismus reagieren. Im Vorjahr war der Ex-Spiegel-Redakteur Claas Relotius mit seinem Stück “Löwenjungen” in der Kategorie “Reportage” nominiert gewesen, hat den Preis aber nicht erhalten. Im Dezember 2018 wurden seine zahlreichen Fälschungen aufgedeckt (MEEDIA berichtete).

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Der Preis wird am Abend des 25. Mai im Verlagshaus von Gruner + Jahr vergeben. Der Nannen Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Journalisten in Deutschland. Seit 2005 werden journalistische Leistungen in Wort und Bild geehrt.

Alle Nominierten der Shortlists gibt es hier.

tb

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Alle Kommentare

  1. Ich hätte mit einem Nannen-Preis keine Probleme. Auch mit einem Nannenpreis nicht. Mit dem Nannen Preis schon. Seltsam, auf welchem Kriegsfuß Journalisten mit der Rechtschreibung stehen.

  2. Münchhausen-Preis wäre ein treffenderer Name. Und das wissen auch alle Beteiligten.

  3. Bundeswehr-Kasernen wurden umbenannt.
    Straßen wurden umbenannt.
    Aber Journalisten des Jahres 2019 haben noch immer kein Problem mit dem Nannen Preis.
    In Bezug auf ihr eigenes Gewerbe scheint die Journalisten-Filterblase noch immer hervorragend zu funktionieren.
    Siehe dazu die (englischsprachigen) Wikipedia-Einträge zu dem Namensgeber Henry Nannen.
    Siehe das Stichwort “Propagandakompanie” auf Wikipedia.
    Aber hier muss das sonst bei den Medien so beliebte Thema “Vergangenheitsbewältigung” “der(!) Deutschen” ruhen…

    1. “Und wie der Führer aus unserer innersten Mitte gleichsam als Verdichtung unseres ganzen Volkes wunderhaft heraufgestiegen ist, so hat er unser Volk wieder fest gegründet auf den unerschütterlichen Grund der Herkunft und des Blutes…”

      Henri Nannen

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