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Nach den Erpressungsvorwürfen durch Amazon-CEO Jeff Bezos: US-Klatschblatt National Enquirer steht zum Verkauf

Amazon-Chef Bezos liegt mit dem US-Skandalblatt National Enquirer quer
Amazon-Chef Bezos liegt mit dem US-Skandalblatt National Enquirer quer Pressefoto/ Montage: MEEDIA

Das berüchtigte US-Klatschblatt The National Enquirer steht laut Medienberichten zum Verkauf. Die Mutterfirma American Media Inc. (AMI) will sämtliche Boulevardmedien loswerden. Der Enquirer ist in den USA in einen weitreichenden Skandal verstrickt. Amazon-CEO Jeff Bezos hatte der Zeitung vorgeworfen, ihn mit intimen Bildern und Text-Nachrichten zu erpressen.

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Bezos hat die versuchte Erpressung öffentlich gemacht und einen Detektiv engagiert, um die Sache aufzuklären (MEEDIA berichtete). Bezos spekulierte auch, dass die kritische Berichterstattung der Washington Post über Saudi Arabien etwas mit dem Agieren des Enquirer zu tun haben könnte. Bezos besitzt die Washington Post, deren Kolumnist Jamal Khashoggi von einem saudischen Killerkommando ermordet wurde. AMI wiederum hat im Umfeld des Besuchs des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman n den USA ein schmeichlerisches Magazin über Saudi Arabien mit dem Titel “The New Kingdom” herausgebracht. Der Verlag hat jedoch bestritten, Geschäftsbeziehungen mit Saudi Arabien zu unterhalten.

Bezos behauptet zudem, dass Saudi Arabien private Daten von seinem Telefon erhalten hat. Die intimen Fotos und Textnachrichten von Bezos, die der Enquirer veröffentlichte, stammen auch von seinem Telefon. Die Daten sollen vom Bruder von Bezos’ Geliebter stammen, der dafür rund 200.000 US-Dollar von American Media erhalten haben soll. Bereits zugegeben hat American Media, dass der Enquirer während des Präsidentschaftswahlkampfs von Donald Trump Schweigegeld in Höhe von 150.000 Dollar an Ex-Geliebte Trumps gezahlt hat.

Laut CNN trifft Bezos in dieser Woche Ermittler des US-Staates New York, die seine elektronischen Geräte untersuchen wollen. Ermittler aus New Jersey haben bereits Vertreter von Chatham Asset Management, dem Besitzer von American Media Inc. wegen der Erpressungs-Vorwürfe befragt.

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Wenn American Media seine Boulevardmarken (neben dem Enquirer sind dies die Zeitschrift Globe und die Marke National Examiner) verkauft, bleiben dem Unternehmen im wesentlichen Fitness- und Lifestyle Medien, wie Us Weekly, Natural Health oder das Men’s Journal. American Media hat außerdem die Promi- und Teenie-Magazine von Bauer Medias US-Dependance übernommen. Der Verlag American Media ist defizitär. Nach Berichten hat das Unternehmen in den vergangenen fünfeinhalb Jahren 256 Mio. US-Dollar Miese gemacht.

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