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Schweizer Ringier Gruppe machte im vergangenen Jahr 71 Prozent des operativen Gewinns mit Digitalgeschäft

Ringier CEO Marc Walder
Ringier CEO Marc Walder ©Picture Alliance/KEYSTONE/ Montage: MEEDIA

Die Schweizer Ringier Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 den operativen Gewinn (EBITDA) zum vierten Mal in Folge gesteigert, und zwar von 110,6 auf 113 Mio. Franken (110,36 Mio. Euro). 71 Prozent davon wurden mit digitalen Geschäften erwirtschaftet, sowohl mit digitalen Marktplätzen als auch mit digitalem Journalismus. Der Umsatz lag 2018 bei rund einer Mrd. Franken (888 Mio. Euro). 2020 will die Gruppe einen neuen digitalen TV-Sender starten.

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Digitale Geschäftsmodell trugen 2018 46 Prozent zu den Erlösen der Ringier Gruppe bei. CEO Marc Walder hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 10 Prozent an der Ringier Gruppe beteiligt. Robin Lingg soll mittelfristig die Führungsrolle der sechsten Generation der Inhaberfamilie übernehmen.

Die zu Ringier gehörende Blick-Gruppe startet 2020 mit Blick TV, einem digitalen Sender, der sich auf Schweizer Themen und “Breaking News” spezialisieren soll, wie es heißt. Blick kooperiert dafür mit dem US-Nachrichtensender CNN. Im Blick-Pressehaus in Zürich werden zwei TV-Studios direkt in den Newsroom integriert. Der Blick-Newsroom wird hierfür in den kommenden Monaten umgebaut und neu strukturiert. Um die Kompetenz im digitalen Live-TV weiter zu stärken, wird das Blick-Team auch personell aufgestockt. Jonas Projer wird zum 1. Mai Chefredaktor von Blick TV.

Der digitale Strukturwandel in der Medienbranche geht derweil auch an Ringier nicht spurlos vorbei. Die gedruckte Ausgabe des Blick am Abend wurde 2018 eingestellt. Der Werbevermittler Publicitas ging pleite, was für Ringier, wie auch für die meisten anderen Schweizer Verlage, zu einer substantiellen Abschreibung führte. Außerdem schloss Ringier die Zeitungsdruckerei in Adligenswil.

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Ins Jahr 2018 fiel auch die Ermordung des slowakischen Investigativ-Journalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten Martina Kušnírová. Kuciak recherchierte für die zu Ringier Axel Springer (RASMAG) gehörende Nachrichtenplattform aktuality.sk über Verbindungen von Politik und Mafia in der Slowakei. Die slowakische Bevölkerung reagierte auf diesen Doppelmord mit riesigen Demonstrationen. Letztendlich führten die Proteste zu Rücktritten auf höchster politischer Ebene, unter anderem von Premierminister Robert Fico und Innenminister Robert Kalinak.

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