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Türkei: Regierung verlängert Akkreditierung von Tagesspiegel-Korrespondent Thomas Seibert

Ärger um Türkei-Akkreditierung: Tagesspiegel-Reporter Thomas Seibert (l.) und ZDF-Korrespondent Jörg Brase
Ärger um Türkei-Akkreditierung: Tagesspiegel-Reporter Thomas Seibert (l.) und ZDF-Korrespondent Jörg Brase © Picture-Alliance

Der Tagesspiegel-Korrespondent Thomas Seibert hat wieder eine Akkreditierung für die Türkei erhalten. Wie am Montag bekannt wurde, ist er am Wochenende in die Türkei zurückgekehrt. Sein ZDF-Kollege Jörg Brase, dem zunächst auch eine Akkreditierung verweigert wurde, konnte bereits vorher wieder in die Türkei zurück.

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Gleichzeitig warten nach Angaben der Foreign Media Association (FMA) noch mindestens sechs Journalistinnen und Journalisten auf ihre Pressekarte, darunter drei Deutsche. “Viele ausländische Berichterstatter hoffen seit Monaten auf eine Arbeitserlaubnis. Es ist gut, wenn diese Hängepartie nun endlich bald ein Ende hat. Gleichzeitig verurteilen wir die Willkür, mit der die türkischen Behörden Medienschaffenden die Grundlage ihrer Arbeit verweigert haben”, sagte Reporter ohne Grenzen-Geschäftsführer Christian Mihr.

Normalerweise werden die Pressekarten zu Anfang eines neuen Jahres ausgestellt. In diesem Jahr mussten jedoch viele Journalisten besonders lange warten. Dem ZDF-Korrespondenten Jörg Brase und dem langjährigen Tagesspiegel-Korrespondenten Thomas Seibert hatten die türkischen Behörden Anfang März mitgeteilt, ihre Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis nicht verlängern zu wollen. Beide mussten daraufhin nach Deutschland zurückkehren (MEEDIA berichtete). Brase erhielt jedoch bald darauf eine neue Pressekarte und konnte in die Türkei wieder einreisen.

Bis Mitte März hatten noch bis zu 60 Auslandskorrespondentinnen und -korrespondenten auf die Erneuerung ihrer Pressekarte gewartet. Tagesspiegel-Korrespondent Thomas Seibert war zuvor seit 1997 durchgehend in der Türkei akkreditiert. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht die Türkei auf Platz 157 von 180 Staaten.

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