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“Gehen mir am Arsch vorbei”: Thomas Gottschalks Kritik an “irgendwelchen Weiberzeitungen” nach seinem Ehe-Aus

Thomas Gottschalk bei “Gottschalk liest?”
Thomas Gottschalk bei "Gottschalk liest?" © Bayerischer Rundfunk

Es ist das Lieblingsthema der Klatschblätter und Promi-Kolumnen dieser Tage: das Ehe-Aus von Thomas Gottschalk und seiner Frau Thea nach 46 Jahren. Weil sich der Entertainer und seine Familie zu den Umständen nicht äußern, füllt die Yellow-Press das Vakuum mit teils kruden Theorien. Dem 68-Jährigen wurde das zu viel: In seiner Radiosendung kam es zur verbalen Entgleisung.

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Gottschalk sprach in seiner gleichnamigen Live-Show auf Bayern 1 am Sonntagabend über die Medienberichte zu seinem Ehe-Aus. Dabei wurde der eigentlich als Charmeur bekannte Moderator ungewohnt derb: “Die Leser irgendwelcher Weiberzeitungen, die gehen mir wirklich am Arsch vorbei – und was die da alles im Moment lesen müssen”, erklärte er am Mikrofon. Die Zuhörer am Radio seien ihm die liebste Zielgruppe. Und die sollten sich keine Sorgen um ihn machen. Es gehe ihm gut. “Ich weiß auch nicht, was man im Leben richtig und was man falsch macht. Man bemüht sich, wir gehen unseren Weg und werden älter”, so der Moderator weiter.

“Gottschalk” läuft seit Januar 2017 jeden ersten Sonntag im Monat ab 19 Uhr für vier Stunden auf Bayern 1. Und so nutzte Gottschalk die Gelegenheit, um sich ungefiltert seinen Fans mitzuteilen. Gleich zu Beginn äußerte sich der 68-Jährige zur ausufernden Berichterstattung zum Ende seiner Ehe. “Es ist nur die Hälfte wahr”, so Gottschalk.

Sternstunde der Promi-Experten

Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass sich die Gottschalks mit keinem Wort zum Ende ihrer Ehe äußern. Denn seit der Trennung lassen sich zwei Effekte beobachten: Zum einen kommen Details nur sehr langsam ans Licht, zum anderen äußern sich unbeteiligte Dritte in Form vermeintlicher Gottschalk-Experten, denen keinen Theorie zu abwegig scheint.

So sah sich Hendrikje Kopp, Chefreporterin der Gala, kurz nach Veröffentlichung des Bild-Artikels und der Bekanntgabe der Trennung Mitte März über den Anwalt der Gottschalks im Sat.1-Frühstücksfernsehen dazu berufen, über die Gründe für das Ehe-Aus zu fachsimpeln. Ging es nach Kopp, gibt es im Leben des Moderators tatsächlich eine neue Liebe. Angeblich handle es sich um eine BR-Mitarbeiterin. Kurze Zeit später veröffentlichte Focus Online einen offenen Brief von Otto Waalkes, in dem es unter anderem heißt: “Das einzige, was ich an Dir bewundert habe, war außer Deinem großen Showtalent die Beständigkeit deiner Ehe. Überleg es Dir doch noch mal!!!”

Auch die Bunte berichtete in Folge über Thomas Gottschalks vermeintliche neue Freundin. Die People-Zeitschrift verfasste gar einen Steckbrief: „Bislang unverheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter. Herzlich, sympathisch und überaus attraktiv.”

Trennung wegen Katzenklo und andere absurde Theorien

Am 19. März nannte die Bild den Namen der Neuen. Nach Informationen der Springer-Zeitung soll es sich um “eine 57-jährige Blondine” handeln. Demnach würde Gottschalks Freundin als Controllerin beim Südwestrundfunk (SWR) arbeiten.

Am 20. März wiederum will “RTL Exklusiv”-Moderatorin Frauke Ludowig bei RTL.de bereits einen „ersten Knacks“ gespürt haben, als das Anwesen der Gottschalks in Malibu gebrannt hatte. Es sei ihr komisch vorgekommen, dass Ehefrau Thea sich um die Überreste gekümmert habe, ihr Mann aber in Berlin geblieben sei.

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Schon jetzt legendär dürfte die “Katzenklo”-Theorie des Tagesspiegel vom 22. März sein. In einem Artikel heißt es: „Eine Bemerkung kurz nach dem Brand in Malibu war gleichwohl verräterisch.” Dass die Frau die Katzenklos gerettet habe, aber nicht die kostbare Rilke-Handschrift, das habe der Entertainer zwar leichthin vor großem Publikum erzählt. “Trotzdem mochte manchem der Atem stocken.”

Auf vip.de bemüht Schlagersänger Jürgen Drews am 23. März 2019 die Evolutionstheorie: “Hat es die Evolution denn vorgesehen, dass wir Männer ewig mit der gleichen Frau zusammen sind? Ich glaube nicht.”

Am 27. März will Anne Meyer-Minnemann, Chefredakteurin der Gala, aus “dem engeren Umfeld der beiden” in Erfahrung gebracht haben, wie Thea sich fühlt: “Ihr geht es den Umständen entsprechend natürlich nicht besonders gut. Das haben uns Freunde auch bestätigt, aber sie ist sehr gefasst”, sagte sie im RTL-Interview.

Vermeintlich pikante Details fördert intouch.de über Gottschalks neue Liebe zutage: Sie soll sich auch als Autorin versucht haben und hätte vor einigen Jahren unter einem Pseudonym das Buch „Zwischen Lipgloss und Hämorridencreme: Jeder Mann hat seinen Preis!“ veröffentlicht. Darin zu lesen: reihenweise Sex-Geschichten!

Da musste die Bunte freilich nachlegen und berichtet am 5. April: Thea gehe „vernünftig“ mit der neuen Situation um, „sie wirft keine Teller nach Thomas und es wird auch keinen Rosenkrieg oder Streit um Geld geben.” Erfahren habe man das wieder über “Freunde”.

Gute Quoten für neue Literatursendung

Dem Interesse an Gottschalks neuer Sendung waren die wochenlangen Spekulationen zuträglich: In “Gottschalk liest” trifft der Moderator im BR auf Autoren. Die erste Folge strahlt der Bayern-Sender am 19. März aus. Immerhin 470.000 Leute interessierten sich für das neue Format, der Marktanteil lag mit 2,0% über dem aktuellen 12-Monats-Durchschnitt des Senders von 1,8%. Interessant: 110.000 14- bis 49-Jährige sorgten für einen Marktanteil von 1,5%. Im Vergleich zum 12-Monats-Durchschnitt von derzeit 0,6% ist das ein sehr gutes Ergebnis für die neue Sendung.

Dennoch: Mit keinem Wort äußerte sich Gottschalk zu seiner Ehe oder den Gerüchten um eine neue Freundin. In seiner Radiosendung am Sonntag beendete der Moderator seine kurze Medienkritik mit einer Überleitung zum Song „The Waves At Night“ von Phosphorescent. Seine Worte lesen sich wie der Versuch einer Erklärung: „Auch in unserem Alter hören wir zwischendurch gerne noch romantische Musik.“

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