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Filmrechte laut FAZ-Bericht schon gesichert: Relotius-Affäre kommt in die Kinos

Claas Relotius
Claas Relotius

Während der Spiegel noch die Folgen der Affäre aufarbeitet, ist die Filmbranche einen Schritt weiter: Der Fälschungsskandal um Ex-Spiegel-Redakteur Claas Relotius kommt ins Kino. Laut einem FAZ-Bericht soll sich Ufa Fiction die Rechte an dem Buch von Juan Moreno gesichert haben, der die Fälschungen aufdeckte.

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Während die Medienbranche noch immer mit der Aufarbeitung des Fälschungsskandals um Claas Relotius beschäftigt ist, heißt es nun, dass die Geschichte um den preisgekrönten Reporter schon bald im Kino zu sehen ist.

Nach FAZ-Informationen hat sich die Produktionsfirma Ufa Fiction die Verfilmungsrechte an dem neuen Buch von Juan Moreno gesichert. Der Journalist arbeitet derzeit an “Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus“, das im Herbst dieses Jahres im Rowohlt Berlin Verlag erscheinen wird. Daran hat sich nun offenbar Produzent Sebastian Werninger die Rechte gesichert.

Der Spiegel-Reporter Moreno hatte auf eigene Faust die Geschichte “Jaegers Grenze” nachrecherchiert, an der er zuvor gemeinsam mit Relotius gearbeitet hatte. Ullrich Fichtner erklärte Mitte Dezember: “Es ist Juan Moreno, der gegen alle Widerstände nicht locker lässt, recherchiert, antreibt, und an seine Fakten glaubt. Leicht ist das nicht für ihn. Anfangs rennt er gegen Wände, wie ein Whistleblower, dem erst nicht geglaubt wird, weil seine Wahrheiten so unbequem sind. Und weil der Beschuldigte so unverdächtig wirkt und so unbescholten ist.”

Nachdem Moreno Ungereimtheiten aufgefallen waren, fuhr der Journalist nach einem Termin in Las Vegas weiter nach Arizona, um die Informationen von Relotius nachträglich zu überprüfen. Mit seinen Enthüllungen hatte er den Fälschungsskandal in seinen ersten Ansätzen aufgedeckt. Wie weitreichend die Fälschungen tatsächlich sind, überprüften Relotius’ diverse Arbeitgeber in den folgenden Wochen und Monaten. Das Magazin journalist hat dazu eine eine umfassende Übersicht zusammengestellt.

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Innerhalb des Spiegel-Kosmos gab es zuletzt weitere Konsequenzen: Wie das Nachrichtenmagazin erste Mitte März mitteilte, wird Ullrich Fichtner den Posten als Chefredakteur des Printmagazins nicht bekommen. Auch der designierte Blattmacher Matthias Geyer wird mit anderen Aufgaben. Geyer gibt zudem die Leitung des Gesellschaftsressorts ab (MEEDIA berichtete).

tb

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Alle Kommentare

  1. So gern ich den Film sehen würde, und sowohl Relotius als auch Moreno das Geld daraus gönne, befürchte ich, dass der Film Relotius als unschuldiges in die enge getriebenes Opfer Dritter dargestellt wird.
    Der Film könnte kontrovers werden, wenn er das ganze Framingkonstrukt des Mainstreams wahrheitsgemäß, so wie sich die Lage jeden Tag darstellt und sie mittlerweile auch allgemein bekannt ist, behandeln würde.
    Ausgehend vom Stereotyp weißer, rechter Trump Wähler über den Dunkeldeutschen hin zum Nazivorwurf usw.
    Und da ist genau das Problem, weswegen es wohl nie eine Realitätsnahe Verfilmung geben kann, solange der aktuelle Zeitgeist herrscht.

  2. Sollte eher eine längere Serie draus gemacht werden. Relotius war und ist ja nicht alleine. Also eine 13-Folgen-Staffel müsste der Stoff schon hergeben.

  3. Ach wie schön, das ist doch mal eine gute Nachricht. Bin sehr gespannt und freue mich auf “Schtonk 2.0.”

    Der Film böte die Chance, die wahren Abläufe in diesem Land aufzudecken: Die “Leitmedien” als Stöckchenwerfer und die Politik als apportierende Hündchen, mit der sprichwörtlichen Angst vor “schlechten Bildern”. Die Getriebenen, die Gehetzten eben.

    Also, wenn das gut gemacht ist, könnte der Film eine Journalismus- und Gesellschaftskritik beinhalten, die die “Verlorene Ehre der Katharina Blum” noch in den Schatten stellt. Zeit wird´s.

  4. Finde ich eklig von Ihnen, Juan Moreno. Klingt, als ob SIe damit jetzt schnell Kasse machen wollten. Noch bevor der Fall vollständig aufgearbeitet ist. Schade. Ich hatte bis eben eine hohe Meinung von Ihnen.
    Aber ich glaube, der Film wird eh floppen. Normale Leser interessiert ein Relotius null. Wir Journalisten leben in einer Filterblase.

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