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Ausbau der AdAlliance: Bertelsmann-Chef will Vermarktungsbündnis von RTL und Gruner + Jahr für Dritte öffnen

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©imago images / Reiner Zensen/ Montage: MEEDIA

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe plant, die AdAlliance auf breitere Standbeine zu stellen. So sollen sich an dem gemeinsamen Vermarktungsbündnis der Fernsehtochter RTL und des Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr fremde Medienhäuser beteiligen. Dazu führt Rabe derzeit mit mehreren Unternehmen Gespräche, wie der CEO am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin mitteilte.

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Bislang ist die AdAlliance eine 100%ige Tochtergesellschaft der Fernsehtochter RTL, die mit dem Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr (Stern, Geo) im Rahmen einer Kooperation gemeinsam Produkte vermarktet. Doch das soll sich offenbar bald ändern. Konzernchef Thomas Rabe plant, die Vermarktungs-Allianz für Dritte zu öffnen. Dazu führt Bertelsmann derzeit Gespräche mit verschiedenen Marktteilnehmern. Ob Axel Springer/Funke, Burda oder andere Medienhäuser – Namen potenzieller Kandidaten will Rabe erst preisgeben, wenn ein Deal unter Dach und Fach sei.

An der AdAlliance soll sich aber nicht Gruner + Jahr beteiligen. Denn er halte nichts von konzerninternen Verflechtungen, erklärte Rabe. So schloss er auch aus, dass die Fernsehtochter RTL Group mit dem Hamburger Verlagshaus fusioniert. Seit der vor kurzem verkündeten Bertelsmann Content Allianz, die die G+J-Chefin Julia Jäkel verantwortet, kursieren am Markt Gerüchte, wonach die beiden Bertelsmann-Konzerntöchter gesellschaftsrechtlich miteinander verschmolzen werden könnten.

Rabe beabsichtigt bei der Inhalte-Allianz zwischen RTL, G+J, BMG, UFA und Penguin Random House zudem, das Geschäft mit Rechten und Lizenzen deutlich auszubauen. So sollen die einzelnen Konzerntöchter künftig strukturierter vorgehen, wenn sie neue Produkte vermarkten. Dazu gehört: die Teilnehmern der Allianz sollen sich rechtzeitig überlegen, ob beispielsweise der Stoff eines Buches auch für eine Verfilmung geeignet ist. Ist dies der Fall, soll sich das Inhalte-Bündnis die notwendigen Rechte für die jeweiligen Vermarktungsplattformen sichern.

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Offen zeigte sich Rabe, die von Bertelsmann produzierten Inhalte auch im geplanten digitalen Kiosk von Apple anzubieten. Dies sei aber abhängig von den Konditionen, so Rabe. Der iPhone-Hersteller plant, Zeitschriften und Zeitungen per Digital-Abo zu verkaufen. Bei vielen Medienhäusern stößt Apple News allerdings auf großen Widerstand. Denn der US-Hersteller verlangt von den Verlagen für den Vertrieb ihrer Inhalte die Hälfte des Umsatzes. Zudem missfällt vielen Medienunternehmen, dass die Nutzer den Abo-Vertrag mit Apple abschließen. Dadurch geht den Verlagen die direkte Beziehung zu ihren Kunden verloren und damit ein wichtiger Teil ihrer Geschäftsgrundlage. Angeblich sollen die Nutzer für den Abo-Dienst von Apple rund 10 Euro pro Monat zahlen.

In der Diskussion um die geplante Urheberrechtsreform befürwortet Rabe die Einführung des Art. 13 in seiner ursprünglichen Form. So sei es notwendig, dass Haftungsprivileg der US-Tech-Konzerne zu beschneiden. Es könne nicht angehen, dass die US-Anbieter mit den Inhalten Dritter Geld verdienen, ohne diese an den Werbeerlösen der Plattformanbieter beteiligt werden. Im Europaparlament findet aktuell die Abstimmung über die umstrittene Urheberrechtsreform statt.

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