Partner von:
Anzeige

Marktmachtmissbrauch bei der Online-Werbung: EU drückt Google erneut Milliarden-Geldstrafe auf

Google-Logo
Google-Logo

Google, bzw. die Holding Alphabet, muss erneut eine Milliardenstrafe an die Europäischen Union zahlen. Das verkündete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch. Der US-Internetriese habe seine Macht bei Online-Werbeanzeigen missbraucht und andere Anbieter unerlaubterweise benachteiligt. Die Strafe liegt bei 1,49 Milliarden Euro.

Anzeige

Konkret geht es darum, dass Google bei seiner Werbeplattform Adsense offenbar Kunden daran hinderte, auch Werbung der Konkurrenz anzuzeigen. Über AdSense können Werbepartner Anzeigen buchen und auf fremden Seiten platzieren lassen. Der Konzern missbrauche damit seine marktbeherrschende Stellung, die er im Bereich der Online-Werbung innehat, so der Vorwurf.  Internetportalen, die Adsense einbanden, seien vertragliche Beschränkungen auferlegt worden.

Die EU-Kommission hatte das Verfahren im Jahr 2016 gestartet. Nach den ersten Hinweisen soll Google das Vorgehen eingestellt haben. Das Geschäftsgebaren bestand jedoch mindestens seit dem Jahr 2006.

Es ist nicht die erste Strafe der EU gegen den Google-Mutterkonzern Alphabet. Die Wettbewerbskommissarin Vestager ist für ihre harte Gangart bekannt. Im vergangenen Jahr hatte die Kommission Google wegen “illegaler Beschränkungen” bei Android eine Strafe von 4,3 Milliarden Euro auferlegt. Die Kommission störte sich unter anderem daran, dass Hersteller, die Google-Dienste einbinden wollen, immer ein komplettes Paket aus elf Apps des Internet-Konzerns einbinden mussten (MEEDIA berichtete). Wegen eines Marktmissbrauchs bei Produktanzeigen in Suchergebnissen verhängte die Kommission 2017 eine Strafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google.

Anzeige

Nun nimmt sich Vestager mit dem Werbegeschäft eines der Hauptgeschäfte von Google vor: insgesamt erzielt der Bereich den Löwenanteil der Erlöse des Mutter-Konzerns Alphabet. Adsense ist allerdings nur ein kleiner Teil davon. Im vierten Quartal 2018 verdiente das Unternehmen dank der Werbeerlöse rund neun Milliarden Dollar (etwa 7,9 Mrd Euro).

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia