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Donald Trump wirft Facebook, Google & Co. Parteilichkeit vor – bucht aber weiter kräftig Social Ads

US-Präsident Donald Trump greift weiter US-Internetkonzerne  an
US-Präsident Donald Trump greift weiter US-Internetkonzerne an

Die Vorwürfe sind bekannt. Facebook, Twitter und Google, aber auch die traditionellen Medien seien für die Demokraten voreingenommen, wetterte Donald Trump heute wieder in Richtung der Social Media-Giganten. Die Schelte hält den US-Präsidenten jedoch nicht davon ab, massiv auf Facebook und Google Werbung zu schalten, wie das Nachrichtenportal Axios herausgefunden hat.

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“Facebook, Twitter und Google sind so sehr für die Demokraten voreingenommen, dass es lächerlich ist”, twitterte Donald Trump Ende vergangenen Jahres.  Twitter habe es etwa “deutlich erschwert”, Trumps Konto @realDonaldTrump zu folgen, behauptete der US-Präsident zudem im vergangenen Dezember.

Drei Monate später erneuerte der 72-Jährige seine Kritik an den Social Media-Giganten. “Facebook, Google, Twitter, ganz zu schweigen von den korrupten Medien, sind so sehr auf der Seite der linksextremen Demokraten”, twitterte Trump heute.

Für seine Anhänger hatte er jedoch im nächsten Atemzug die passende Botschaft parat: “Aber fürchtet Euch nicht, wir werden trotzdem gewinnen, genau wie zuvor”, spielte Trump unter Verwendung seines Wahlkampf-Hashtags #MAGA (Make America Great Again – A.d.R.) auf seinen überraschenden Wahltriumph 2016 an.

Donald Trump hat 2019 bereits für 4,5 Millionen bei Facebook und Google geworben

Allerdings: Trump benutzt die sozialen Medien weiter, um sich ohne Unterlass zu verbreiten. Tatsächlich ist der US-Präsident auch weiter bereit, auf  Facebook und Google Anzeigen zu buchen – und zwar im ganz großen Stil.

Wie das Nachrichtenportal Axios recherchiert hat, hat Donald Trump im Zeitraum von Jahresbeginn bis Mitte März bereits zusammengenommen 4,5 Millionen Dollar für Social Ads beim Social Network und der weltgrößten Internetsuchmaschine ausgegeben.

Internet-Kritikerin Elizabeth Warren bucht unter demokratischen Bewerbern die meisten Social Media-Anzeigen

Bemerkenswert: Damit hat der amtierende US-Präsident in den ersten elf Wochen des Jahres mehr ausgegeben als alle demokratischen Präsidentschaftsbewerber zusammen.

Interessante Randnotiz: Massachusetts’ Senatorin Elizabeth Warren, die vor eineinhalb Wochen noch sehr massiv die Zerschlagung der Internetunternehmen gefordert hatte, gab im demokratischen Bewerberfeld bislang die größte Summe für Anzeigen bei Facebook und Google aus.

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