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Kampf gegen Fake News: Die dpa wird zweiter deutscher Faktenprüfer bei Facebook

Tessa Lyons ist bei Facebook für das Prüferprogramm verantwortlich
Tessa Lyons ist bei Facebook für das Prüferprogramm verantwortlich Montage: MEEDIA

Die Deutsche Presse-Agentur wird Partner des Faktenprüferprogramms von Facebook. Mit dem Recherche-Netzwerk Correctiv hat das Netzwerk damit zwei deutsche Fakten-Checker, die ausgewählte Beiträge bei Facebook prüfen. Ihr Ziel ist es, die Verbreitung von Fake News einzudämmen und vor gefälschten Informationen zu warnen.

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Correctiv arbeitet bereits seit 2017, dem Jahr der Bundestagswahl, mit Facebook zusammen und lässt sich mittlerweile für seinen Dienst bezahlen. Künftig wird auch Deutschlands größte Nachrichtenagentur, die dpa, Partner des Prüferprogramms. Die Maßnahme erfolgt kurz vor den Europawahlen im Mai und soll helfen, die Verbreitung von Fake News im deutschsprachigen Raum zu reduzieren.

Weltweit arbeitet Facebook bereits mit 43 unabhängigen Faktenprüfern zusammen, darunter Nachrichtenagenturen wie die Associated Press oder darauf spezialisierte Unternehmen wie Factcheck.org und PolitiFact.

Von Faktenprüfern angezweifelte Beiträge werden mit entsprechenden Hinweisen versehen und die Verbreitung im News Feed reduziert. Durch die Arbeit der Prüfer können im Durchschnitt die Aufrufe der Inhalte um mehr als 80 Prozent verringert werden, heißt es bei Facebook.

Die dafür zuständige “Head of News Feed Integrity” bei Facebook, Tessa Lyons, sagt: “Gerade im Kontext von Wahlen ist die Integrität von Informationen von größter Bedeutung. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die dpa unserem Programm vor der anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament im Mai als zweiter unabhängiger Faktenprüfer für den deutschsprachigen Raum beitritt.”

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Peter Kropsch, der Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung, hält die dpa für einen geeigneten Partner: “Wir haben in den letzten Jahren viel in den Bereich Fact Checking investiert. Um unseren Verification Officer und sein Team herum sind neue Berufsbilder im dpa-Newsroom entstanden. Bei der Zusammenarbeit mit Facebook befinden wir uns nunmehr in der Gesellschaft anderer großer und internationaler Nachrichtenagenturen, die solche Dienstleistungen bereits seit einiger Zeit erbringen”, so Peter Kropsch weiter.

Über das Programm hinaus verspricht Facebook, gezielt falsche Konten zu löschen und mittels künstlicher Intelligenz Fake News auch automatisch erkennen zu können.

(rt)

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