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So bitter ist das Bayern-Aus für Sky: die (Zwischen-)Bilanz der ersten reinen Pay-TV-Saison der Champions League

Der enttäuschte Kingsley Coman nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern
Der enttäuschte Kingsley Coman nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern ©Foto: dpa/ Peter Kneffel

Ein Rekord mit sehr bitterem Beigeschmack: 1,78 Mio. Fußball-Fans sahen am Mittwochabend die Champions-League-Übertragungen bei Sky - so viele wie nie zuvor bei der Königsklasse im Pay-TV. Bitter deswegen, weil das schon der Höhepunkt der ersten reinen Pay-TV-Saison der Champions League war. Nach dem Aus des FC Bayern ist nicht mehr mit weiteren Rekorden zu rechnen.

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Die Bilanz nach dem Abschluss der Achtelfinals fällt für Sky gemischt aus. In der Vorrunde gab es zunächst die große Ernüchterung. Die Zuschauerzahlen lagen in den Prime Times der 12 Spieltage sogar 11% unter denen der Saison 2017/18 – und das, obwohl eben erstmals keine Spiele parallel im Free-TV übertragen wurden. Zwar hat Sky einige Rechte an DAZN weitergegeben, doch allein daran wird der Zuschauerrückgang nicht gelegen haben. Auch die Bundesliga startete verhalten in die Saison, womöglich hatten einige Fußballfans nach der für das deutsche Team miesen WM erstmal keine Lust mehr auf Fußball. Oder aber der Overkill an Übertragungen führt dazu, dass sich die Fans verstärkt nur noch die Highlights rauspicken. An sieben der 12 Abende knackte Sky in der Vorrunde zwar die Mio.-Marke, doch im Durchschnitt sahen jeweils 970.000 zu – und damit eben 11% weniger als im Vorjahr (1,09 Mio.).

In den Achtelfinals zündete Sky jedoch den Quoten-Turbo. Nicht erst seit diesem Mittwoch mit dem neuen Rekord von 1,78 Mio. Zuschauern lief es deutlich besser als im Vorjahr. An fünf der acht Achtelfinal-Abende gab es ein Prime-Time-Millionenpublikum, neben den 1,78 Mio. an diesem Mittwoch lief es auch am 19. Februar super, als u.a. das Hinspiel zwischen Liverpool und München 1,64 Mio. anlockte, zudem am 5. März, als es u.a. das Rückspiel Dortmund-Tottenham gab und 1,37 Mio. dabei waren. Der Durchschnitt der acht Achtelfinal-Prime-Times lag bei 1,16 Mio. und damit bei mehr als dem doppelten Wert des Vorjahrs. Damals gab es an keinem einzigen Achtelfinal-Abend ein Millionenpublikum, der Durchschnitt lag bei nur 490.000 Sehern. Zum einen schaffte mit dem FC Bayern damals nur ein deutsches Team den Einzug in die Achtelfinals – und dessen Spiele wurden dann auch noch parallel im ZDF gezeigt.

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Und genau jetzt, wo die Quoten bei Sky richtig nach oben schießen, im Viertelfinale womöglich auch noch die 2-Mio.-Marke geknackt worden wäre, scheidet mit dem FC Bayern auch das letzte deutsche Team aus. Zwar gab es in der Saison 2017/18 auch für Spiele ohne deutsche Beteiligung stolze Zahlen – z.B. 960.000 und 980.000 Seher für die beiden Halbfinals zwischen Liverpool und Rom – doch die Top-Quoten holte bis zum Halbfinale der FC Bayern. Das fällt nun aus und somit wird der Rest der Saison wohl unter den Zahlen aus 2017/18 bleiben. Sky wird sich nach der ersten Champions-League-Saison ohne Free-TV an die erfolgreichen Achtelfinals zurück erinnern müssen – und hoffen, dass es 2019/20 besser läuft für die deutschen Mannschaften.

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Alle Kommentare

  1. Nur 1,78 Mio. Zuschauer? Das ist doch gemessen an dem unfassbar übertriebenen Hype, der täglich um diese Proleten-Sportart gemacht wird, ein echter Witz! Wieviel % der dt. Bevölkerung sind das? Egal, ob Pay-TV oder nicht…

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