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“Größtes Ziel ist es, einen Kanal für politische Erotik zu etablieren”: Hajo Schumacher über das Aus für “Achim Achilles”

Hajo Schumacher will künftig nicht mehr Achim Achilles sein
Hajo Schumacher will künftig nicht mehr Achim Achilles sein ©Foto: Frank Johannes

Für die einen ist er Kult, für die anderen umstritten, in jedem Fall aber erfolgreich: Unter dem Pseudonym "Achim Achilles" schrieb der Journalist Hajo Schumacher über 15 Jahre Kolumnen – darunter "Achilles' Verse" auf Spiegel Online – sowie etliche Bücher über das Laufen. Damit ist nun Schluss. Gegenüber MEEDIA verrät Deutschlands Wunderläufer, welchem Projekt er künftig mehr Zeit widmen will. Achtung: Humor!

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MEEDIA: Herr Ach….Herr Schumacher, werden Sie trotzdem als “Achim” weiterhin Bücher übers Laufen schreiben?

Schumacher: Ich habe in etwa sechs Dutzend Weltbestsellern alles zum Laufen gesagt, und zwar mehrfach, alle Problemgruppen wie Walker, Hundehalter und E-Biker zu Recht gedisst und meinen Körper den Lesern auch gegen deren Willen hochtransparent gemacht. Das muss genügen. Wirt haben allerdings noch ein paar tausend T-Shirts mit hammerlustigen Achilles-Motiven im Keller. Falls sich da auf diesem Weg Interessenten finden – immer gern.

MEEDIA: Wird das bisherige Redaktionsteam weiterhin aktiv sein oder sind Wechsel geplant?

Schumacher: Frank, Namri, David und Ellen-Jane sind zusammen mit den vielen Freien das beste Team seit unserer WM-Elf von 2018. Das sage ich als Herzensfranzose. Diese Mann- und Frauschaft geht jede extra-Meile, einer für alle, Kerzen, die an beiden Enden brennen, angenehm verpeilt, super-divers, hochmotiviert, talentiert, hungrig und doch immer mit beiden Beinen fest auf dem Boden geblieben, vor allem beim Laufen – so wie ich früher.

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MEEDIA: Konzentrieren Sie sich künftig wieder rein auf den politischen Journalismus? Oder haben Sie bereits eine neue, zweite Disziplin ins Auge gefasst?

Schumacher: Politischer Journalismus ist wie Jogginghose – wer länger als drei Stunden drinsteckt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren, wie man täglich an vielen dramatischen Schicksalen hier in Berlin sehen kann. Weil ich meine persönlichen Probleme gern publizistisch ausschlachte, habe ich mich meinen digitalen Wissenslücken zugewandt, an denen ja Millionen Babyboomer leiden ohne darüber zu reden. Auf www.netzentdecker.de berichte ich von meinen Versuchen, eine App zu programmieren, SEO zu kapieren oder ein sozialverträgliches Smartphone anzuschaffen. Mein größtes Ziel ist es, einen Kanal für politische Erotik zu etablieren. Da kann Stormy Daniels aber einpacken.

MEEDIA: Danke für das Interview und viel Erfolg für die kommenden Projekte.

Zum Hintergrund: Am Dienstag verabschiedete sich Schumacher auf Achim-Achilles.de Abschied von seinen Fans. Alleine auf Facebook wurde der Beitrag knapp 400 Mal kommentiert und sammelte tausende Reaktionen ein. Grund genug für uns, bei “Achim” kurz nachzufragen.

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