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Abschied mit Ansage: die Top 10 der spektakulärsten und lustigsten Kündigungen

Zwischen Wut und Erleichterung: Diese Kündigungen haben es in sich
Zwischen Wut und Erleichterung: Diese Kündigungen haben es in sich ©Foto: Picture Alliance / blickwinkel

Raus mit Stil: Jeder Zweite ist nicht zufrieden mit seinem Job. Doch wenn man das Arbeitsverhältnis aufkündigt, belässt man es zumeist bei einem formellen Schreiben. Wie langweilig! Die folgenden Beispiel zeigen, wie man sich eindrucksvoll aus dem Job verabschiedet. Unsere Top 10 der ungewöhnlichsten Kündigungen.

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Mit dem “F****-Wort”

Wie verhält man sich, wenn herauskommt, dass man neben dem Reporter-Job auch ein Cannabis-Geschäft betreibt? Vielleicht so: Charlo Greene vom US-Sender KTVA ließ vor laufenden Kameras im Live-Betrieb die “F”-Bombe platzen und verließ im Anschluss das TV-Studio. Da war selbst die Moderatorin sprachlos.

Mit Kuchen

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Die Kündigung im Falle von Chris Holmes auch. An seinem 31. Geburtstag gab der bis dato Hobby-Bäcker seinen Job bei der Flughafensicherheit auf, um sich selbstständig zu machen. Ungewöhnlich: Das Schreiben verfasste er aus Zuckerguss auf einem Kuchen.

Mit Pauken und Trompeten

Joey DeFrancesco ist mittlerweile schon eine Kündigungs-Legende. Er holte sich für die Kündigung bei einem Hotel, das ihn nach eigenen Angaben über Jahre ausbeutete, die volle Unterstützung seiner Bandkollegen. Zu behaupten, die Blaskapelle untermalte seine Worte “Ich kündige” während der Konfrontation mit seinem Chef lautstark, wäre noch untertrieben. Dem Vernehmen nach setzt sich “Joey” noch heute für bessere Arbeitsbedingungen in Hotels ein – allerdings ohne seine Band.

Mit einem Artikel in der New York Times

Das hat Stil: Greg Smith veröffentlichte seine Beweggründe, Goldman Sachs den Rücken zu kehren, kurzerhand in der New York Times. Abschließend wendet er sich direkt an das Management mit den Worten: “Merzt die moralisch bankrotten Menschen im Unternehmen aus, egal wie viel Geld sie der Firma einbringen. Und bringt die Unternehmenskultur wieder in Ordnung, damit die Menschen hier aus den richtigen Gründen arbeiten wollen. Menschen, die sich nur ums Geldverdienen scheren, werden diese Firma – oder das Vertrauen ihrer Kunden – nicht mehr lange erhalten können.”

Mit (fast) der gesamten Belegschaft

Ein Unternehmensführung, die den Profit über den Menschen stellte, führten auch Mitarbeiter einer Chipotle-Filiale an. Das Besondere daran: Fast die gesamte Belegschaft samt Management einer Filiale der US-Fastfood-Kette kündigte – und hinterließ folgende Nachricht:

Mit einem Spiel

Programmierer aufgepasst: Jarrad Farbs gab sich bei seiner Kündigung besonders sehr viel Mühe. Statt einem Abschiedsschreiben entwickelte er kurzerhand ein Abschiedsspiel für seine Kollegen und Vorgesetzten bei 2kGames. In mehreren Leveln navigiert der Spieler den Nintendo-Helden Super Mario durch Levels.

Sammelt der Klempner Münzen oder Pilze ein, wird er mit einem bunten “I quit!!!” belohnt. Wir vermuten: Auch wenn der Anlass unschön ist, dürfte die Vorgesetzten zumindest mit einem Schmunzeln reagiert haben angesichts so viel Liebe zum Detail.

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Mit einer Fehlermeldung

Perfider ging da schon ein anderer Programmierer vor. Er codete kurzerhand einen Bug in die Software, die dann folgende Fehlermeldung ausspuckte: “The designer you treat like sh*t has quit unexpectedly.” (Der Designer, den ihr sche*** behandelt, hat plötzlich gekündigt.)

Wegen Putin

Die Moderatorin Liz Wahl kündigte ihren Job bei Russia Today ebenfalls im Live-Fernsehen. Ihre Erklärung: Sie könne “nicht Teil eines von der russischen Regierung finanzierten Netzwerks sein, das die Aktionen von Putin weißwasche”.

Auf ungewöhnlichem Papier

Auch die Wahl des Papiers kann viel über die Gründe für eine Kündigung aussagen: Der Brief eines Mannes, der seinen Rücktritt auf Toilettenpapier verfasste, ging im vergangenen Jahr viral. Zu lesen ist dort: “Ich habe diese Art von Papier gewählt… als Symbol dafür, wie ich glaube, dass dieses Unternehmen mich behandelt hat. Und ironischerweise ist die Art und Weise, wie es entsorgt werden wird, der Ort, von dem ich das Gefühl habe, dass dieses Unternehmen sich dorthin entwickelt.”

My husband’s letter of resignation

Um jegliche Missverständnisse auszuräumen, enthält der Brief auch noch die Zeichnung einer Toilette.

Mit anschließender Freiheitsstrafe

Mittlerweile auch schon schön Kündigung-Kult: Im Jahr 2010 verlor der JetBlue-Steward Steven Slater beim Einparken eines Fluges die Fassung. Weil laut eigener Aussage ein Passagier erst zu früh aufstand und Slater in Folge mit einem Koffer aus dem Gepäckfach am Kopf traf, beleidigte dieser zunächst mehrere Passagiere, schnappte sich dann ein Bier und verließ mit einem abschließenden “I’m done!” den Flieger über die Notrutsche. Kurze Zeit später wurde der Steward mit 20 Jahren Berufserfahrung verhaftet und später wegen “rücksichtsloser Gefährdung” von Flughafen-Personal zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

Die Story ging 2010 durch sämtliche US-Medien und zählte unter anderem bei der New York Times zu den meistgelesenen Artikeln des Jahres.

Richtig kündigen

So kreativ und beeindruckend diese Kündigungen auch sein mögen: Nach deutschem Recht wären sie nicht wirksam. Denn dem Gesetz nach muss eine Kündigung:

  • schriftlich erfolgen,
  • die rechtliche Kündigungsfrist eingehalten und ein Beendigungstermin genannt werden sowie
  • das Kündigungsschreiben handschriftlich unterschrieben sein.

Wer nun also eine spektakuläre Kündigung plant, sollte zuvor auf Nummer sicher gehen und vor der Aktion seinen Abschied rechtlich bindend als Schreiben aufsetzen und dem Arbeitgeber fristgerecht zukommen lassen.

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