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#trending: Ralph Brinkhaus, Manchester United, Thomas Müller und Mark Zuckerberg

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Guten Morgen! Ein großer Teil der Fußballfans wird am Mittwochabend große Schadenfreude empfunden haben. Auch ich. Das Aus des Scheich-Clubs Paris Saint-Germain gegen Manchester United zeigt wieder einmal, dass die Phrase "Geld schießt keine Tore" einfach stimmt.

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#trending // Ralph Brinkhaus

Ein Aufreger mit Ansage: Der Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus hat der evangelischen Nachrichtenagentur idea ein Interview gegeben. Und dort antwortete er auf die Frage, ob ein Muslim für die CDU 2030 Bundeskanzler werden kann: “Warum nicht, wenn er ein guter Politiker ist und er unsere Werte und politischen Ansichten vertritt.” Auf der idea-Website generierte das Interview, das kurioserweise schon vom 27. Februar stammt, seit Montag dieser Woche über 3.000 Facebook- und Twitter-Interaktionen, allesamt von Seiten wie “Wir Frauen für die AfD”, “Frankfurt gegen Salafismus” oder “Die Patriotische Vernetzung beginnt!” Zu lesen ist es auf der idea-Website übrigens gar nicht, es sei denn, man ist Paid-Content-Kunde.

Ob Bild und Focus Online die Story dann auf einer der erwähnten Facebook-Seiten entdeckt haben, ist nicht bekannt. Sie machten sie am Mittwoch jedenfalls zum großen Aufreger. Bild titelte “Union-Fraktionschef sorgt für Paukenschlag – Brinkhaus kann sich Muslim als CDU-Kanzler vorstellen” und sammelte damit 18.200 Social-Media-Interaktionen ein – so viele wie kein anderer journalistischer Artikel des Tages. Focus Online kam mit der Headline “Ralph Brinkhaus: CDU-Fraktionschef kann sich Muslim als Bundeskanzler vorstellen” auf 15.500 Reaktionen. Insbesondere der Bild-Artikel sammelte die überwiegende Zahl der Likes, Reactions, Shares und Kommentare ebenfalls auf AfD- und AfD-nahen Seiten ein. Die Facebook-Seite der AfD schrieb beispielsweise: “Die Union ist personell inzwischen derart verbrannt, dass man für die Zukunft schon einen Muslimen als Kanzler einkalkulieren muss” und “Wo das Wahlvolk in Scharen flüchtet und Parteiaustritte enttäuschter Mitglieder an der Tagesordnung sind, kann man sich nicht früh genug neuen Wählerschichten andienen. Schließlich prosperieren jene mehrheitlich besonders stark – da geht der Nachwuchs in den Wahlkabinen so schnell nicht aus.”

#trending // Manchester United

Es war schon die zweite Sensation des Achtelfinals der UEFA Champions League: Nach Real Madrid schied am Mittwoch auch Paris Saint-Germain aus – durch eine Niederlage gegen Manchester United. Die Engländer feierten das 3:1 in Paris überschwänglich – auch in den sozialen Netzwerken. So sammelte ein Foto des Ergebnisses mit dem simplen Text “U N B E L I E V A B L E” in nur zwei Stunden sagenhafte 575.000 Likes, Reactions, Shares und Kommentare auf Facebook ein. Ein Foto der ManUnited-Legenden Eric Cantona, Alex Ferguson und Ole Gunnar Solskjær erreichte in ähnlich kurzer Zeit fast 350.000 Interaktionen. Auf Twitter kam ein weiteres Foto mit den Worten “THIS. FOOTBALL. CLUB.” auf über 180.000 Likes und Retweets.

There they are, the lads ✊

Gepostet von Manchester United am Mittwoch, 6. März 2019

#trending // Thomas Müller

In Deutschland sorgte ein anderer Fußballer für viele Social-Media-Reaktionen. Der am Dienstag aus der Nationalmannschaft geschmissene Thomas Müller veröffentlichte auf seinen Instagram-, Facebook- und Twitter-Accounts ein zwei Minuten langes Video mit einem Statement zu Jogi Löws Entscheidung. Ungewohnt ernst sagt Müller u.a.: “Je länger ich darüber nachdenke, macht mich die Art und Weise, wie das ganze abgelaufen ist, einfach sauer.” Insbesondere DFB-Präsident Grindel kritisiert Müller: “Dass vorgefertigte Statements seitens des DFB und des DFB-Präsidenten an die Presse herausgegeben werden” – und das “kurz nachdem wir von der Entscheidung des Bundestrainers erfahren”, dann sei das aus Müllers Sicht “kein guter Stil und hat mit Wertschätzung eben dann auch nichts zu tun.”

Auf Instagram sammelte Müller mit seinen Worten innerhalb von sieben Stunden 207.000 Likes ein, das Video wurde 675.000 mal geschaut. Auf Facebook gab es 62.000 Interaktionen und 863.000 Views, auf Twitter 17.000 Likes und Retweets, sowie 280.000 Views.

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Thomas Müller

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#trending // Mark Zuckerberg

Für weltweite Diskussionen insbesondere unter Tech-Journalisten sorgte am Mittwochabend deutscher Zeit Mark Zuckerbergs neuester Post zur Zukunft Facebooks. In “A Privacy-Focused Vision for Social Networking” beschreibt er seine Vision einer Messaging- und Social-Media-Plattform, die auf Privatsphäre und Datenschutz fokussiert ist.

“Privacy gives people the freedom to be themselves and connect more naturally, which is why we build social networks”, so Zuckerberg. Und weiter: “Public social networks will continue to be very important in people’s lives — for connecting with everyone you know, discovering new people, ideas and content, and giving people a voice more broadly. People find these valuable every day, and there are still a lot of useful services to build on top of them. But now, with all the ways people also want to interact privately, there’s also an opportunity to build a simpler platform that’s focused on privacy first.”

Kritikern entgegnet Zuckerberg: “I understand that many people don’t think Facebook can or would even want to build this kind of privacy-focused platform — because frankly we don’t currently have a strong reputation for building privacy protective services, and we’ve historically focused on tools for more open sharing. But we’ve repeatedly shown that we can evolve to build the services that people really want, including in private messaging and stories.”

Der neue Ansatz, den Zuckerberg entwickeln will, soll privat sein, sicher, verschlüsselt und soll Inhalte nach einer gewissen Zeit automatisch löschen: “Over the next few years, we plan to rebuild more of our services around these ideas.” “In a few years, I expect future versions of Messenger and WhatsApp to become the main ways people communicate on the Facebook network.” Voller Pathos schließt Zuckerberg mit den Worten: “I believe we should be working towards a world where people can speak privately and live freely knowing that their information will only be seen by who they want to see it and won’t all stick around forever. If we can help move the world in this direction, I will be proud of the difference we’ve made.”

Die Diskussionen gehen bislang vor allem in die Richtung, wie ernst es Zuckerberg meint, denn in der Tat ist der Facebook-Chef nicht bekannt dafür, vernünftig mit Daten umzugehen und die Privatsphäre seiner Nutzer zu achten. Im breiten Mainstream ist die Diskussion über Zuckerbergs Beitrag noch nicht angekommen, denn 22.000 Likes & Co. nach sechs Stunden sind für einen Zuckerberg-Post nicht sonderlich viele Interaktionen. Offenbar klingen die Pläne des Facebook-Gründers vorerst einfach zu abstrakt und unkonkret.

#trending // Deutsche Tops des Tages

Story nach Social-Media-Interaktionen: Bild – “Union-Fraktionschef sorgt für Paukenschlag – Brinkhaus kann sich Muslim als CDU-Kanzler vorstellen” (18.200 Interaktionen bei Facebook und Twitter)

Story nach Likes & Shares bei Twitter: Philosophia Perennis – “Klimawahn und Genderideologie: Wenn Frauen Kinder hassen…”  (1.600 Retweets und Likes)

Story bei Blendle (nach Likes): Der Spiegel – “Ausgeliefert” [über die Arbeitsbedinungen in der Zustellerbranche]

Google-SuchbegriffSabia Boulahrouz (100.000+ Suchen) [nackt im Playboy]

Wikipedia-SeiteAlphastrahlung (421.100 Abrufe)

Youtube-Video: Sky Sport HD – “Borussia Dortmund – Tottenham Hotspur 0:1 | Highlights – Champions League 2018/19

Song (Spotify): Shirin David – “Gib Ihm” (467.300 Stream-Abrufe aus Deutschland am Dienstag)

Musik (Amazon): KC Rebell – “Hasso” (Audio CD) [erscheint am 19. April]

DVD/Blu-ray (Amazon): “Bohemian Rhapsody” (Blu-ray) [erscheint am 14. März]

Game (Amazon): “Red Dead Redemption 2” [PlayStation 4]

Buch (Amazon): MontanaBlack – “MontanaBlack: Vom Junkie zum YouTuber” (Gebundene Ausgabe)

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Anmerkung: Alle in #trending genannten Zahlen beziehen sich wenn nicht anders vermerkt auf den Vortag der Newsletter-Veröffentlichung (Stand: 24 Uhr)

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