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Axel Springer-Bilanz 2018: Digitalgeschäft macht mehr als 84 Prozent des operativen Gewinns aus

Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner

Das Medienhaus Axel Springer hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert. Dies vermeldete das Medienhaus am Donnerstag. Einen großen Anteil am Konzernumsatz hat dabei das weiterhin starke Digitalgeschäft mit 70,6 Prozent. Der Gewinn kletterte um 14 Prozent auf 737,9 Millionen Euro.

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Die Erlöse legten demnach um rund 4 Prozent auf 3,18 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mitteilte. Dies entsprach den Erwartungen der Analysten. Dabei trug im Grunde nur die Sparte Classified Media mit ihren Job- und Immobilienportale mit einem Wachstum um rund 20 Prozent zum Umsatzanstieg bei; das Geschäft der Nachrichtenmedien, zu der die Zeitungen Bild und Welt gehören, war leicht rückläufig. Der Anteil der digitalen Geschäfte am Konzernumsatz lag im Berichtszeitraum bei 70,6 Prozent. Zudem erwirtschafteten sie 84,3 Prozent des bereinigten Konzern-EBITDA. Im Jahr 2017 lag der Anteil bei 80 Prozent (MEEDIA berichtete).

Verhaltene Prognose für 2019

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: “2018 haben wir alle Ziele erreicht und sie teilweise sogar übertroffen. Im Jahr 2019 wollen wir in Wachstum investieren, um eine langfristige Wertsteigerung zu sichern.”

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte ebenfalls wie erwartet um 14 Prozent auf 737,9 Millionen Euro. 2017 hatte der Konzern einen operativen Gewinn von 645,8 Millionen Euro verzeichnet. Der um Zu- und Verkäufe bereinigte Gewinn stieg 2,5 Prozent auf 335,7 Millionen Euro. Das Management plant 2018 eine Dividende von 2,10 je Aktie, nach 2 Euro im Vorjahr.

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Für das laufende Jahr ist Axel Springer zurückhaltend: Der Medienkonzern rechnet für 2019 mit einem Umsatzwachstum im niedrigen, einstelligen Prozentbereich. Die Prognose für das bereinigte organische Ebitda liegt im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Vorbörslich kamen die Zahlen nicht gut an, der Aktienkurs fiel um mehr als 3 Prozent.

Den gesamten Geschäftsbericht gibt es hier.

tb/dpa

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Alle Kommentare

  1. Lustig, dasss sich AS immer noch als “Medienunternehmen” bezeichnet, wenn nicht mal mehr die Hälfte des Umsatzes überhaupt aus dem Mediengeschäft kommt. Schlimmer noch: Der Umsatz im “Rubrikengeschäft” ist doppelt so hoch wie der mit dem Verkauf von Content alllein (ohne Werbeerlöse). Dabei waren die Immobilien- und Stellenangebtoe früher mal das finanzielle Rückgrat der journalistischen (Print-)Produkte. Jetzt funktioniert dieses Anzeigengeschäft ganz prächtig ohne den Journalismus – und was wird dann aus letzterem? Ach ja, der soll sich ja irgendwie selbst tragen!

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