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“Leaving Neverland”: ProSieben sichert sich Rechte für umstrittene Missbrauchs-Doku über Michael Jackson

ProSieben zeigt umstrittene Michael Jackson-Doku
ProSieben zeigt umstrittene Michael Jackson-Doku © Foto: Mata/epa pool/dpa

Nach ihrer US-Premiere im Januar ist eine hitzige Diskussion entbrannt, nun wird die Missbrauchs-Doku über Michael Jackson auch im deutschen Fernsehen gezeigt. ProSieben sicherte sich die Rechte für "Leaving Neverland", das Anfang April ausgestrahlt werden soll. Zwei Männer berichten darin, wie Michael Jackson sie als Kinder missbrauchte.

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Die im Bezahlsender HBO über Michael Jackson ausgestrahlte Doku schlug bereits hohe Wellen in Amerika und auch weltweit. Die beiden Männer James Safechuck (40) und Wade Robson (36) erzählen darin, wie Michael Jackson sie als Kinder missbraucht haben soll. Einer der Männer, die nun die schweren Vorwürfe erheben, hatte den Sänger damals noch verteidigt und unter Eid entlastet.

Jacksons Nachlassverwaltern wollten die Ausstrahlung des Films ursprünglich vermeiden. HBO aber zeigte beide Teile der Doku. Nun wird “Leaving Neverland” nach Deutschland kommen. ProSieben strahlt den Film am Samstag, 6. April 2019, in der Prime Time aus.

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ProSieben Chefredakteur Stefan Vaupel: “Über ‘Leaving Neverland’ spricht die Welt. Die Dokumentation und die Reaktionen darauf zeigen, wie breit das öffentliche Interesse an Michael Jackson und den Anklagen gegen ihn ist. Kindesmissbrauch ist eins der größten gesellschaftlichen Tabu-Themen unserer Zeit. Kirche, Künstler und andere haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder das Schweigen ihrer Opfer erkauft. Deshalb zeigen wir ‘Leaving Neverland’ auf ProSieben.”

In den USA hat der Film unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Einige Zuschauer nahmen Jackson in Schutz, andere kündigten an, seine Musik nicht mehr zu hören. Kritisiert wird unter anderem, dass die Doku ein sehr einseitiges Bild zeichnet. Auch medial war die Aufregung groß: Die BBC und der norwegischer Rundfunk nahmen Jacksons Songs zwischenzeitlich aus dem Programm. Zeit Online schrieb zu dem Film: “So viel ist klar: Niemand möchte, dass dieser Film existiert.”

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