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Kleiderpannen im Büro: Das sind die absoluten No-Gos beim Dresscode

Weniger (Haut) ist mehr: 28 Prozent empfinden zu kurze Röcke als störend
Weniger (Haut) ist mehr: 28 Prozent empfinden zu kurze Röcke als störend © Foto: Fotolia

Kleider machen Leute: Schon Gottfried Keller wusste in der gleichnamigen Geschichte, dass vornehme Kleider aus einem Schneider schnell einen Grafen werden lassen. Doch im Joballtag fällt man mit den falschen "Kleidern" schnell negativ auf. Mit den folgenden Outfits im Besonderen.

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Ausgeleierte Jeans oder ein schlabberiges T-Shirt: Was in der Freizeit kein Problem darstellt, kann im Job schnell als respektlos wahrgenommen werden. Wer mit schmutziger oder abgenutzter Kleidung bei der Arbeit erscheint, drückt damit vor allem eines aus: Mir ist es nicht wichtig! Einmal mehr gilt: Berufliches und Privates gehören getrennt – auch im Kleiderschrank.

Zu diesem Ergebnis kommt auch das Meinungsforschungsinstitut YouGov. Eine Erkenntnis der Umfrage: Tatsächlich fände es die Mehrheit der Deutschen gut, wenn es fürs Büro einen Dresscode gäbe. 53 Prozent sprachen sich demnach für Kleiderregeln aus, nur gut ein Drittel (36 %) findet Regeln für Kleidung eher lästig. Das liegt unter anderem daran, dass Kleidung für einige (26 %) ein Ausdruck ihrer Persönlichkeit sein kann.

Dresscode im Büro: Weniger (Haut) ist mehr

Die Studienteilnehmer wurden auch befragt, welche Kleidungsstücke ihrer Meinung nach in einem professionellen Umfeld nichts verloren haben. Das Ranking der absoluten No-Gos im Büro:

  1. Bauchfreie Kleidung: 85 Prozent
  2. Transparente Oberteile: 83 Prozent
  3. Religiöse Symbole: 67 Prozent
  4. Hautenge Kleidung 64 Prozent
  5. Schulterfreie Oberteile: 55 Prozent
  6. Kurze Hosen: 55 Prozent
  7. Piercings/Tattoos: 54 Prozent
  8. Kapuzenpullover: 54 Prozent
  9. Sandalen bei Männern: 53 Prozent
  10. Turnschuhe: 36 Prozent
  11. Röcke, die über dem Knie enden: 28 Prozent
  12. Sandalen bei Frauen 22 Prozent
  13. Männer ohne Krawatte: 13 Prozent

Das bedeutet auch: Geizen Sie mit Ihren Reizen. Wer sich zu sexy kleidet oder zu viel Haut zeigt im Job, strahlt keine Autorität aus. Trägt eine Frau Kleider, so sollten diesen mindestens eine Handlänge über dem Knie enden. Derweil sind Männer mit Anzug und Krawatte nie falsch beraten, Frauen können mit einem Hosenanzug oder dem klassischen Kostüm punkten.

Wer aufsteigen will, sollte sich zudem am Kleidungsstil der Vorgesetzten orientieren. Frei nach dem Motto: “Zieh Dich für den Job an, den Du haben willst. Nicht für den, den Du hast.”

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Was Ihr Büro-Outfit über Sie aussagt

Doch nicht nur der Dresscode an sich, sondern auch die Farbauswahl hat Auswirkungen darauf, wie ihre Kollegen und Vorgesetzten Sie wahrnehmen. Dass Schwarz schlankt macht, ist vermutlich nichts Neues. Aber wussten Sie, dass Grau die Konzentration Ihres Gegenübers auf das Gesprächsthema lenkt? Denn Farben beeinflussen unbewusst unsere Wahrnehmung.Derweil treibt Rot unseren Puls in die Höhe, strahlt Leidenschaft aus und lässt Sie schwerer wirken. Vielleicht nicht die beste Farbe, um von Ihren Qualitäten als besonnener Teamplayer zu überzeugen.

Was Farben über Ihren Dresscode aussagen

Blau hingegen wirkt beruhigend. Im Berufsleben steht die Farbe für Loyalität und Kontrolle, eignet sich also ideal für ein Bewerbungsgespräch. Wer Schwarz trägt, will vor allem eines ausdrücken: Autorität. Egal ob als Anzugfarbe oder als Pullover – laut den Job-Experten von HiredMYWay wirkt die Farbe zwar zeitlos stylisch. Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben, wenn Sie nicht als unnahbar empfunden werden wollen.

Lila und Violett kommen recht selten in der Natur vor. Sie können als Farbe für Bürobekleidung künstlich und aufgesetzt wirken. Vor allem Männern ist von der Farbe abzuraten, da sie oft mit Romantik und Weiblichkeit konnotiert ist, während Grün für Maskulinität steht. Ebenfalls vermeiden sollten Sie gelbe Outfits: Es ist die Neidfarbe, außerdem strengen große gelbe Flächen die Augen zu sehr an. Wer hingegen nicht aufdringlich wirken will, aber mit seinem Outfit vor allem Unkompliziertheit vermitteln will, sollte sich für die Farbe Weiß entscheiden.

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Alle Kommentare

  1. Was zweifelsohne ebenfalls Berechtigung hat, zu erwähnen, ist: Um angemessene Kleidung zu tragen, muß man zunächst enmal das Geld erwirtschaften, um diese zu erwerben! Man kan nicht von einem Berufseinsteiger erwarten, das er am ersten Arbeitstag wie “seine Grafschaft von und zu” erscheint. Lediglich die Reinlichkeit, nicht aber Verschleiß der Kleidung stehen in Be(tr)achtung! Kleidung ist auch ein Instrument des Ausdrucks der persönlichen Befindlichtkeit und Wohlfühlens – sicher – sie ist aber unterrangig, solang nicht “anständig Kartoffeln auf dem Tisch stehen”!

  2. Auch in dieser Branche gilt, dass Kunden beser sehen als denken können. Wer sich kompetente Beratung für eine Reise wünscht wird sicher nicht das Hauptaugenmerk auf das Äussere haben. Bleibt wie ihr seid!

  3. *Männer ohne Krawatte*

    Egal wo!

    Gepflegte Erscheinung ist selbstverständlich, aber eine Krawatte hat an einem Freiberufler nichts verloren! Der gehört nicht an die Leine!

    Dieses Statement ist dann stimmig.

  4. Wenn 28% sich an kurzen Röcken stören, heißt das im Umkehrschluss, 72% finden kurze Röcke gut?

  5. Ist nachvollziehbar. Wird aber in einigen Nachbarstaaten längst nicht so streng wie in Deutschland gehandhabt. 😉

  6. Traurig, wie prüde wir in Wirklichkeit doch sind und es hat sich seit 120 Jahren nichts geändert.

    Knie oder kein Knie?
    Um 1900 sah man so das klassische Badehemd, das noch bis zum Boden reichte, neben durchaus schon modernen Formen eines Badegewandes, das aber ganz anders aussah als ein Badeanzug heute, doch schon kniefrei war. Noch im Jahr 1914 wurde heftig gestritten, ob man nun beim Badekleid Knie zeigen dürfe oder nicht.

  7. Mir ist das vollkommen wurscht wie sich jemand kleidet.

    Hauptsache, die Person macht ihren Job.

  8. Das Thema zeigt: darin steckt eine Aufgabe & Herausforderung die es objektiv zu lösen gilt. Oft höre ich Klagen, dass Absolventen von Hochschulen, Unis, Berufsakademien etc. bb oder Azubis nach Beendigung ihres Studiums oder Lehrzeit insbesondere im BusinessAlltag kleidungstechnisch an Grenzen stoßen. Eine praktikable Vermittlung, anschaulich und zur Nachahmung anregend, sollte vor dem Eintritt in den Berufsalltag geschehen. Das hat nichts nur mit (evtl. zu strengen oder gar steifen) Dresscodes zu tun. Sondern reicht in ethisch-moralische Bereiche des Miteinanderlebens, ist Ausdruck gelebter oder nicht gelebter Esthetik, der Achtung des anderen genauso wie der Wertschätzung der eigenen Person.
    Meine langjährige, immer beratungsintensivere Berufs-Praxis, die vielen Feedbacks (auch jüngerer) von Rezipienten meines neuen Buches “Bügeln verboten!…” – mit humorvoll & leicht verständlich “verpackten” oder auch offen zusammengefassten nützlichen Tipps zum Thema Mode & Bekleidung – bestärkt mich darin, das Thema intensiviert weiter aufzugreifen, erleb-und erlernbar zu gestalten. Und das immer unter dem Blickwinkel, seine eigene Individualiät daruch nicht zu verlieren, sondern diese zu unterstreichen. Selbstvertrauen, Selbstbwewusstsein ebenso zu stärken. Das vermeidet einerseits Verunsicherungen auf der einen Seite ebenso wie es die Möglichkeit bietet, starre, nicht zeitgemäße Regeln durchaus aufzubrechen, lösungsorientiert in Frage zu stellen.
    Übrigens, Bedarf in der Stärkung dieser Kompetenzen hat nicht nur die jüngere Generation. Das zeigt der ganz normal Alltag immer wieder. Diese Ergänzung, damit bitte keine Fehlinterpretation meines Kommentares erst passiert.
    Mein Wissen, meine Erfahrungen, meine Mitarbeit …biete ich gern an. Ganz konkret & absolut praxisorientiert, sprich prakitkabel.

  9. “Trägt eine Frau Kleider, so sollten diesen mindestens eine Handlänge über dem Knie enden.” … oder doch eher UNTER? 🙂

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