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Faltbares iPhone: Apple-Bildschirm-Zulieferer sieht Technologie erst “in einigen Jahren” soweit

Apple-CEO Tim Cook: Nach dem iPhone ist vor dem iPhone
Apple-CEO Tim Cook: Nach dem iPhone ist vor dem iPhone

Apple scheint beim Mega-Smartphone-Trend des Jahres empfindlich ins Hintertreffen zu geraten: Während Samsung, Huawei & Co in den vergangenen Wochen mit ihren faltbaren Flaggschiff-Modellen für Furore gesorgt haben, dürfte ein faltbares iPhone noch Jahre entfernt sein. Dass Foldables für den Kultkonzern aus Cupertino in Zukunft ein Thema werden könnten, deutet Zulieferer Corning an. Bis die neue Bildschirm-Technologie ausgereift sei, dürften indes noch Jahre vergehen.

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Tim Cook war wieder in Hochform. Auf der alljährlichen Aktionärsversammlung am vergangenen Freitag in Cupertino schmiss der CEO des inzwischen nur noch drittwertvollsten Unternehmens der Welt nur so mit Superlativen um sich.  Apple würde “den Samen säen” für “Produkte, die einen umhauen”, beschwor der 58-Jährige für den Kultkonzern aus Cupertino einmal mehr eine goldene Zukunft herauf.

Allein: Ob das mit Abstand wichtigste Produkt der Konzernhistorie dabei vor einer Weiterentwicklung in Richtung eines Foldables steht, darf zumindest in absehbarer Zukunft bezweifelt werden. In diesem Jahr gilt es als gesichert, dass Apple im September lediglich unter der Oberfläche verbesserte Nachfolge-Modelle des iPhone XS, XS Max und XR auf den Markt bringt – und erst 2020 mit dem Lauch einer neuen Flaggschiff-Generation aufwartet, die dann den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstützten könnte.

Apple könnte ein faltbares Smartphone Jahre nach Huawei und Samsung auf den Markt bringen

Dass Apple in eineinhalb Jahren ein faltbares iPhone auf den Markt bringt, erscheint indes nach heutigem Stand ebenfalls alles andere als absehbar, zumal sich der nächste große Upgrade-Zyklus des iPhones bereits voll in der Entwicklung befinden dürfte. Aufgrund der komplexen Struktur der Zuliefererkette plant Apple traditionell neue Modell-Generationen zumindest zwei Jahre im Voraus, obwohl sich der Launch-Zyklus einer neuen Flaggschiff-Generation seit dem iPhone 6 inzwischen gar auf drei Jahre verlängert hat.

Die Gefahr, dass Apple beim mutmaßlichen nächsten großen Trend des faltbaren Smartphone empfindlich ins Hintertreffen geraten könnte, hatte zuletzt sowohl Mitbegründer Steve Wozniak als auch Goldman Sachs-Analyst Rod Hall geäußert.

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Biegsames Glas-Display erst in ein paar Jahren ausgereift

Dass es tatsächlich noch einige Jahre dauern könnte, lassen Äußerungen von Apples Bildschirm-Zulieferer   Corning erahnen. Gegenüber dem Techmagazin Wired erklärte John Bayne, Chef von Cornings Gorilla Glass-Sparte, die für Apple seit Jahren das Display-Glas der meisten iPhones fertigt, die Entwicklung eines ausgereiften, biegsamen Glas-Displays würde noch “einige Jahre” dauern.

Samsung verwendet bei seinem neuen faltbaren Smartphone Galaxy Fold mit dem “Infinitum Flex” kein Glas-Display, sondern Plastik-Bildschirme (Polymer), die kratzanfällig sind und eher knittern. Der Gamechanger-Moment dürfte aus Nutzersicht entsprechend erst mit einem faltbaren Display eintreten, das ähnlich robust ist wie die Bildschirme der aktuellen Smartphone-Modelle.

Wie Wired berichtet, arbeitet Corning mit Hochdruck an einem ultradünnen (0,1 Millimeter), flexiblen Display     aus Gorilla Glass. “Das bedeutet, dass faltbare Smartphones nicht bereit sind, bis das faltbare Glas bereit ist”, folgert das US-Techmagazin. Als entsprechend gerechtfertigt könnte sich also am Ende Apples mutmaßlich abwartende Haltung bei den Foldables erweisen. Apple investierte zuletzt im Mai 2017 200 Millionen Dollar in Cornings Forschungs-und-Entwicklungsabteilung.

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