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“Seine Tätigkeit sorgte regelmäßig für negative Objektergebnisse” – Konstantin Neven DuMont antwortet Hans-Peter Buschheuer

Verleger-Erbe Konstantin Neven DuMont
Verleger-Erbe Konstantin Neven DuMont

Der frühere Chefredakteur des Kölner Express, Hans-Peter Buschheuer, hat in einem Gastbeitrag für MEEDIA das "Miss-Management" im Zeitungshaus DuMont kritisiert, das zum Ausverkauf der Zeitungstitel geführt habe. Dabei griff er auch den Verlags-Erben Konstantin Neven DuMont an, bezeichnet ihn u.a. als unwillig, das "Verlags Einmaleins zu lernen". In einer Replik setzt sich Konstantin Neven DuMont nun mit den Vorwürfen Buschheuers direkt auseinander.

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Von Konstantin Neven DuMont

Obwohl Hans-Peter Buschheuer von 2003 bis 2015 als Chefredakteur für DuMont tätig war, und während dieser zwölf Jahre auch gut verdient hat, ist er sich nicht zu schade zum wiederholten Mal gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber nachzutreten. So etwas wie Selbstreflexion scheint ihm dabei vollkommen fremd zu sein. Als ich ihn in den Nullerjahren aufforderte, den Anteil der investigativen Artikel im Berliner Kurier zu erhöhen, weigerte er sich hartnäckig diese Strategie umzusetzen.

Stattdessen sorgte auch seine Tätigkeit regelmäßig für negative Objektergebnisse, was auch daran lag, dass die Leser der von ihm gestalteten Tageszeitungen zunehmend davonliefen. Von daher hat auch Buschheuer einen gehörigen Anteil daran, dass zum Beispiel der Berliner Kurier bis heute ein wirtschaftlicher Problemfall ist.

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Auch Buschheuers These, dass mein verstorbener Vater Alfred die Geschicke Kölns nach Gutsherrenart bestimmt hätte, ist aberwitzig. Meistens war das Gegenteil richtig. In unzähligen Gesprächen hat er darüber geklagt, wie wenig Einfluss er trotz seiner Zeitungen in Wirklichkeit hätte. Seine Kommentare, in denen er sich kritisch mit der Stadt auseinandergesetzt hat, belegen das eindrucksvoll.

Isabella Neven DuMont und Christian DuMont Schütte publizistisches Desinteresse vorzuwerfen, geht ebenfalls an der Realität vorbei. So halten sie zum Teil Blätter am leben, die aus wirtschaftlichen Gründen längst hätten eingestellt werden müssen. Meines Erachtens verdient es doch eher Respekt, dass sie nach Möglichkeiten suchen auch die wirtschaftlich schwachen Titel in die Zukunft zu retten.

Hans-Peter Buschheuers Beitrag, auf den sich Kontantin Neven DuMont bezieht, lesen Sie hier.

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