Partner von:
Anzeige

Weg mit dem Einhorn! Warum Ihre Unternehmenskultur wie ein Esel sein sollte

Als störrisch verschrien, als Arbeitstier geschätzt: der Esel
Als störrisch verschrien, als Arbeitstier geschätzt: der Esel © Foto: Unsplash: Alfredo Mora

Wunderschön, mystisch, magisch: Alle lieben Einhörner. In der Wirtschaftswelt steht das Zauberwesen für sagenhaften Erfolg. In der Finanzwelt bezeichnet man Startups mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde Dollar als Einhorn. Doch als Inbegriff der Unternehmenskultur taugt es nicht. Der Esel hingegen schon.

Anzeige

Denn im Arbeitsalltag braucht niemand ein magisches Wesen, das sich für die Krone der Schöpfung hält. Der Esel hingegen arbeitet hart, ist “normal” und letzten Endes vor allem eines: real. Die Idee, das mitunter störrische Tier als “Spirit Animal” für das eigene Unternehmen zu verwenden, stammt von Laurie Bennett. Seines Zeichens Gründer von “Within People”, einer global agierenden Coaching-Agentur.

Unternehmenskultur muss “real” sein

Was zunächst einem Gag klingt, meint Bennettt tatsächlich ernst. Im Gegensatz zu einem Einhorn muss eine Unternehmenskultur, die real sein will, auch tatsächlich existieren. Wie ein Esel! Existieren meint: Sie muss niedergeschrieben und für jeden einsehbar sein.

Nach Umfragen bei über 60 Unternehmen weltweit hält der Coaching-Profi die weit verbreitete Angst, dass eine schriftlich festgehaltene Unternehmenskultur Nachahmer auf den Plan ruft oder ihre “Magie” verliert, für einen Mythos. Bennett glaubt, dass Gründer Angst haben, dass sobald eine Unternehmenskultur irgendwo nachzulesen ist, man sich auch tatsächlich daran halten müsse.

Arbeitstier statt Zauberwesen

Zudem würden wir mit Einhörnern eine trügerische Leichtigkeit verbinden: Afterwork-Events, Kickern mit den Kollegen und all die Incentives, mit denen Unternehmen um neue Talente buhlen. Die “Einhorn-Botschaft”: Spaß hat man vielleicht am Arbeitsplatz, aber nicht bei der Arbeit selbst. Ein Esel hingegen sei “hard-working”, eben ein Arbeitstier. Wer ein Unternehmen leite, so Bennett, der müsse sich klarmachen, dass es auch bei der Unternehmenskultur um Aspekte der Performance gehe. Die man auch klar formuliere könne.

Anzeige

Und zu guter letzt: Ein Esel ist rundum “normal”. Er will nichts Besonderes sein. Doch allzu oft definiert sich Unternehmenskultur im Vergleich mit anderen bzw. distanziere sich von anderen Firmen. Der Mythos dahinter: Wenn sich ein Unternehmen nur auf die eigene Kultur beruft und sich nicht von anderen abgrenzt, wird es nie die besonderen Talente anlocken können. Doch würden Bewerber heutzutage vor allem Authentizität schätzen.

Alternativlos für expandierende Unternehmen

Bennetts Ratschlag: Weg vom Mysteriösen, hin zum Greifbaren. Unternehmen sollten ihre Werte in Worte fassen können – und diese für alle, vor allem für Bewerber, niederschreiben. Für Bennett führt vor allem für Unternehmen, die expandieren wollen, kein Weg daran vorbei. Denn über Stadt- und Ländergrenzen hinweg bewahren sich Wertvorstellungen nur, wenn sie nicht von einem bestimmen Personenkreis abhängig sind, sondern Mitarbeiter eine gemeinsame Diskussionsgrundlage haben.

Hier können Sie den fünfminütigen Beitrag von Bennett auf der DisruptHR in Vancouver ansehen:

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia