Partner von:
Anzeige

“Zu viele Spinner meinen, dass Deutschland nur ihnen gehört”: Kritik an “hart aber fair” zum Thema Heimat

Ein Titel von “hart aber fair” wird kritisiert, auch von SPD-Politikerin Sawsan Chebli
Ein Titel von "hart aber fair" wird kritisiert, auch von SPD-Politikerin Sawsan Chebli ©imago/Future Image/ Montage: MEEDIA

Frank Plasberg will in seiner Talksendung "hart aber fair" über Heimat sprechen. Aber schon der Titel der Sendung provoziert Kritik in den sozialen Medien. SPD-Politikerin Sawsan Chebli bemängelte unter anderem die Sprache, die sie als Grund für Drohungen und Hass anführte. Der Sender will den Titel allerdings nicht ändern.

Anzeige

Schon vor der Ausstrahlung sorgt der Titel einer “hart aber fair”-Talksendung für einige Diskussionen. Moderator Frank Plasberg will am Montagabend (21 Uhr) im Ersten über das Thema “Deutschland – nur für Deutsche oder offen für alle?” sprechen. Die Ankündigung provozierte in den sozialen Medien, vor allem bei Twitter, zahlreiche kritische Reaktionen. “Diese Sprache ist der Grund, warum auch mir gesagt wird, ich soll in meine Heimat zurück, ein Grund für Drohungen, die ich bekomme, für den Hass, ein Grund dafür, dass Rechte denken, sie sind stärker”, kommentierte beispielsweise die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli die Formulierung aus dem Titel.

“Wir nehmen Kritik von außen grundsätzlich zum Anlass, unser eigenes Tun kritisch zu reflektieren”, teilte der Westdeutschen Rundfunk (WDR) am Montag auf Anfrage mit. “Dies haben wir auch in diesem Fall getan, uns aber entschieden, bei dem Titel zu bleiben.” Die Diskussion darüber zeige, wie kontrovers das Thema “Heimat” wahrgenommen werde. “Genau diese Diskussion wollen wir mit unseren Gästen in der Sendung führen und abbilden.”

Redaktion nimmt in Tweets Stellung

Die WDR-Talksendung im Ersten schließt an eine Dokumentation an, die ab 20.15 Uhr direkt davor läuft. Sie hat den Titel “Heimatland – Oder die Frage, wer dazugehört”. Der WDR hatte die Sendung so angekündigt: “Deutschland diskutiert über den Begriff Heimat, leistet sich sogar einen Bundes-Heimatminister. Aber für wen ist hier Heimat: für alle, die hier leben, oder nur für die, die von hier stammen? Was passiert, wenn die Heimat zum Einwanderungsland wird?”

Die “hart aber fair”-Redaktion reagierte am Sonntag auf Twitter auf die Vorwürfe.

Anzeige

Sawsan Chebli, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, schaltete sich in die Diskussion ebenfalls noch einmal ein:

Viele Kritiker des Sendungstitels benutzten auf Twitter den Hashtag #vonhier und schilderten die Erfahrung, immer wieder gefragt zu werden, wo sie denn herkämen, wenn das Gegenüber vermute, sie hätten “sicher ausländische Wurzeln”. Der gleiche Hashtag wird auch für kritische Tweets zu Dieter Bohlen benutzt, der in der RTL-Show “Das Supertalent” ein Mädchen hartnäckig dazu befragte, wo es herkomme. Ein Videoausschnitt davon hat bei Twitter in den vergangenen Tagen viele Reaktionen bekommen.

Ähnliche Debatte zu Houellebecqs Bestseller

Eine ähnliche Diskussion wie um den Titel bei “hart aber fair” gab es bei der WDR-Talksendung “Maischberger” Anfang Juni 2018, die im Ersten direkt im Anschluss an die Verfilmung von Michel Houellebecqs Bestseller “Unterwerfung” gezeigt wurde. Die Sendung war zunächst mit der Leitfrage “Sind wir zu tolerant gegenüber dem #Islam?” angekündigt worden – was in den sozialen Medien kritische Nachfragen zum Beispiel dazu provozierte, wer mit “wir” gemeint sei und wer nicht dazugehöre. Daraufhin änderte der WDR den Titel in: “Die Islamdebatte: Wo endet die Toleranz?”. Diesmal bleibt der Sender bei der geplanten Formulierung.

dpa

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. “Zu viele Spinner meinen, dass Deutschland nur ihnen gehört”
    “Diese Sprache ist der Grund, warum auch mir gesagt wird, ich soll in meine Heimat zurück, ein Grund für Drohungen, die ich bekomme, für den Hass, ein Grund dafür, dass Rechte denken, sie sind stärker”, kommentierte beispielsweise die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli die Formulierung aus dem Titel.

    Was erwartet die Frau denn, wenn sogar im angeblich so weltoffenen Berlin gerade in linken Kreisen nicht einmal Bürger aus anderen Bundesländern willkommen sind….
    “Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hatte sich Ende 2012 über Schwaben in seinem Wohnort Prenzlauer Berg beklagt und ihnen mangelnde Anpassungsbereitschaft zum Vorwurf gemacht.”
    Siehe Wikipedia-Artikel zu “Schwabenhass”…

  2. Warum kann das linke Polit-Proletariat dieser Tage nur noch mit Verbalentgleisungen, Hass, Hetze und Beleidigungen an die Öffentlichkeit treten?
    Was passt dieser Frau denn schon wieder nicht ins Weltbild?
    Das Wort Deutsche, Deutschland oder Heimat?
    Sie wohnt in Deutschland, ist wohl Deutsche und Heimat dürfte ihr auch nicht fremd sein.
    Wenn ihr Ziel denn sei, die Nationalstaaten aufzulösen, damit ihre Geschwister im Geiste aus der islamischen Welt den Propheten ehren können, kann sie es in dieser SPD doch auch so sagen. Es dürfte niemanden stören, zumindest nicht in diesem Land.

  3. Das hysterisch belehrende dieser Quotenfrau nervt. Erst ist Heimat für diese linken Wirrköpfe ein rechtsradikaler völkisch nationaler Begriff. Dann wieder in bester faschistische islamistischer Tradition der Versuch anderen ihr Denken und Handeln zu verbieten.
    Die Frau ist unglaubwürdig, wenn sie nur den Mund aufmacht- in Deutschland und in dem Land, aus dem sie herkommt. Vielleicht ein tragisches Schicksal, aber eines das Deutschland sicher egal sein darf. Ihre Taschen sind vollgestopft, sie kann jederzeit das Land Richtung Heimat verlassen.

    1. Das hysterische belehrende dieser Quotendeutschen aus dem rechten Lager nervt, besonders dann, wenn sie sich als „Abdullah“ ausgeben. Es ist der Versuch, in bester faschistisch-rechtsradikalrer Tradition sich anzumaßen, wer hierhin gehört und wer nicht.

      Dieser „Abdullah“ ist unglaubwürdig, wenn er nur zur Tatstatur greift. Vielleicht ein tragisches Schicksal, aber eines, das Deutschland sicherlich egal sein darf.

  4. Wenn Frau Chebli der Titel der Sendung nicht gefällt, muss sie nicht an dieser teilnehmen sondern kann zu Hause bleiben und sich einen schönen Abend machen.

  5. Der Begriff Heimat verweist auf eine für jeden Menschen einzigartige Beziehung zwischen heranwachsenden Geist und Raum, die auch zur Prägung führt. Früheste Sozialisationserlebnisse prägen, Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen hängen daran.

    Frau Chebli hat mit ihrer Migrationsbiografie eine “bürgerrechtlich” gebrochene Heimat erworben, weil sie erst mit dem 15. Lebensjahr eingebürgert wurde, ein Alter in dem eine Heimatprägung im Wesentlichen abgeschlossen ist. Ihre frühe Jugend wurde durch “Heimatunsicherheiten” mit überprägt.

    Menschlich und kulturell ist Frau Chebli Berlinerin. Ihre Heimatprägung ist aber durch Status-Unsicherheiten “deformiert”.
    Eine andauernde Verletzbarkeit, Überreizbarkeit und ein Opfergestus leitet sie daraus bewußt und unbewußt ab.

    Das verdient Mitgefühl und Verständnis. Aber Frau Chebli ist längst privilegiert und sollte das Schicksal nun annehmen, und erwachsen werden.

    Der Konflikt zwischen Menschen mit ungebrochener Heimatprägung (gern auch Bodenständigkeit genannt) und gebrochener Heimatprägung gehört unausweichlich zur Kultur der Globalisierung.

    Man sollte deshalb Demut und Respekt üben, und keine ideologisch-politischen Tänzchen aufführen, um “unauflösbare biografische Unterschiede” zum Demokratie-Problem und Twitter-Gebölk hochzujazzen!

    Interkultur fängt genau damit an! Gedeihliche Zukunft auch!

    1. Wenn ich richtig informiert bin, dann ist Frau Chebli die Tocher eines lupenreinen Asylbetrügers (3 x abgeschoben). Wahrscheinlich ist ihr deswegen (zumindest unterbewusst) klar, sie gehört nicht hier hin.

      Leider ist die Dame kein Einzelfall, ich warte seit längerer Zeit auf eine Antwort der Politik, wie sollen Bürger mittelfristig – und wenn die Zeiten härter werden, der Wohlstand abnimmt damit umgehen, dass Millionen Neubürger und ihre Nachkommen nur aufgrund von Betrug in Deutschland sind.

      Das wird zu Konflikten führen.

      1. Wenn ich richtig informiert bin, starb Jesus am Kreuz. Wahrscheinlich ist diesem nicht lupenreinen „Jesus“ (zumindest unbewusst) klar, dass er nicht hierhin gehört.

        Leider ist dieser „Herr“ kein Einzelfall. Ich warte seit längerer Zeit Antworten von den angeblich so besorgten Bürgern und vorgeblichen Bessermenschen, warum sie immer meinen, mit ihrer Ansicht andere bekehren, belehren und zur Not auch (ohne Quellen) diffamieren und vom „Volk“ sprechen zu müssen, die „Heimat“ nur als die ihre definieren, obwohl sie nur eine Minderheit von höchstens 20 Prozent sind.

        Das wird zu Konflikten führen.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia