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Viraler Werbehit: So amüsant bewirbt Apple im “Big Little Lies”-Stil den Tiefenkontrolle-Modus im iPhone

Hollywoodreife Zickerei unter Müttern: “Was für ein Mensch bokeht ein Kind?”
Hollywoodreife Zickerei unter Müttern: "Was für ein Mensch bokeht ein Kind?" Foto: Screenshot © Apple / YouTube

Es ist kein besonders neues Argument für das iPhone, doch was Apple aus dem Bokeh-Modus in seinem neuen Werbespot macht, ist hollywoodreif. In dem nur 30 Sekunden langen Clip "Bokeh'd" zeigt Apple auf amüsante Weise, was passiert, wenn junge Mütter im Porträtmodus fotografieren und dabei Opfer der Tiefen(un)schärfe werden. Ergebnis: Apple ist mit der emotional aufgeladenen Werbung ein echter Homerun gelungen: Das Video wurde in gerade mal drei Tagen über 19 Millionen Mal gesehen.

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Die Zeit für bahnbrechende iPhone-Spots scheint eigentlich vorbei. Die neuen Geräte sind seit fünf bzw. vier Monaten auf dem Markt, sie verkaufen sich deutlich schlechter als erwartet, während die Mobilfunkindustrie nach Barcelona blickt, wo die Branche ab kommendem Montag die neusten Flaggschiffmodelle vorstellen wird.

Wie kontert Apple? Mit einem Clip, der ein Foto-Feature ins Zentrum stellt, das Apple Bokeh nennt – den Unschärfe-Effekt bei Porträtaufnahmen. Was nach einer technischen Spielerei klingt, die Vor- und Nachteile einer unterschiedlichen Tiefenschärfe aufzeigt, wird in Apples neustem Spot “Bokeh’d” hollywoodreif im Stil des Serienhits “Big Little Lies” emotional aufgeladen.

Zwei junge Mütter sitzen zusammen und betrachten iPhone-Bilder. Die eine Mutter entdeckt auf einer Porträtaufnahme der anderen Mutter ihren Sohn Jacob – allerdings nur in Umrissen. “Hast Du mein Kind bokeht?” fragt die entgeisterte Mutter die iPhone-Fotografin, die auf die automatische Anpassung der Tiefenschärfe verweist.

“Das passiert total unabsichtlich”, versucht sich die Mutter zu rechtfertigen. Doch die andere lässt nicht locker:  “Warum hasst Du Jacob?” insistiert sie in passiv-aggressivem Tonfall, der auch von Nicole Kidman, Reese Witherspoon oder Laura Dern hätte kommen können.

“Was für ein Mensch bokeht ein Kind?”

Der Versuch, das vermeintliche Malheur mittels der Tiefenkontrolle – Schnitt: der eigentliche Grund der iPhone-Werbung – wiedergutzumachen, läuft ins Leere.  “Wow. Was für ein Mensch bokeht ein Kind?” feuert die genervte Mutter im maximalen Zickenmodus das Totschlagargument ab.

Mit der emotional aufgeladenen Slapstick-Einlage hat Apple offenbar nicht nur bei Eltern einen Nerv getroffen. Der Clip wurde schnell zum viralen Werbehit und binnen nur drei Tagen mehr als 19 Millionen Mal gesehen – und damit um den Faktor 25 bis 100 Mal mehr als andere Produktclips des Kultkonzerns aus Cupertino. Die Reaktionen in den sozialen Medien fielen entsprechend positiv aus.

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