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Sparkurs bei Funke: So stark ist die Vermarktung betroffen

Funkes Zeitungschef Ove Saffe verkündete das Sparprogramm
Funkes Zeitungschef Ove Saffe verkündete das Sparprogramm ©Foto: imago/epd

Kaum einen Firmenbereich lässt Funke bei den vergangene Woche verkündeten Sparmaßnahmen unangetastet: Allein in der Werbevermarktung will der Verlag nun fast 130 Stellen abbauen. Besonders hart trifft es die regionale Anzeigenvermarktung in Nordrhein-Westfalen.

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Die Regional-Vermarktung Media Sales NRW wird nach den Informationen des Betriebsrates “quasi halbiert”: 120 der 335 Mitarbeiter will Funke in diesem Bereich einsparen. 40 weitere Kollegen wechseln in eine andere Gesellschaft, heißt es in einer Mail an die Mitarbeiter. Die lokalen Anzeigenstandorte werden zudem von 24 auf “acht bis zwölf” reduziert.

In Hamburg (Mediahafen) soll der Anteil der Verwaltungskosten an den Erlösen durch die Vermarktung reduziert werden, heißt es. Aktuell befristete Stellen werden nicht verlängert und auch nicht nachbesetzt. Zwei Stellen will Funke hier kürzen. In Berlin werden vier Stellen beim Media Checkpoint abgebaut.

Bei der Vermarktung in Thüringen will der Verlag offene Stellen nicht neu besetzen und befristete Verträge auslaufen lassen. Auch Versetzungen in die Funke Sales sind geplant. Offen ist hier jedoch, ob es Kündigungen geben wird.

Saffe: “Wir müssen hier ganz neu denken”
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Zeitungschef Ove Saffe kommentierte den Umbau in der Vermarktung vergangene Woche wie folgt: „Die Neuaufstellung der Vermarktung ist eine besondere Herausforderung. Wir müssen hier ganz neu denken und kommen leider nicht am Abbau von Stellen vorbei“. Die Digitalisierung habe die Werbevermarktung so stark verändert, dass auch hier eine grundlegende Anpassung der Strukturen und Prozesse notwendig sei, so Saffe weiter.

Konzernweit baut die Funke Mediengruppe damit rund 350 Stellen ab. Dadurch will der Verlag mehrere Millionen Euro einsparen. Geld, das er laut eigenen Angaben für die Transformation ins Digitale benötigt. Welche Bereiche neben der Vermarktung noch betroffen sind, hat MEEDIA hier aufgeschlüsselt.

(rt)

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