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Die 50 umsatzstärksten Zeitschriften Deutschlands: Bunte überholt Focus und Hörzu

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©Foto: Fotolia / Montage: MEEDIA

Die Umsätze der deutschen Publikumszeitschriften in den Sparten Anzeigen und Vertrieb sind auch im Jahr 2018 weiter gesunken. Wie eine MEEDIA-Berechnung ergibt, büßten 37 der Top-50-Titel Brutto-Umsatz ein. Vorn bleiben trotz solcher Verluste souverän Der Spiegel und der stern, dahinter überholte die Bunte den Focus und die Hörzu. Größter prozentualer Verlierer war in der Top 50 Cosmopolitan, größter Gewinner die Landlust.

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3,21 Mrd. Euro setzten die 50 stärksten deutschen Publikumszeitschriften laut MEEDIA-Berechnungen im Jahr 2018 mit Werbung und Vertrieb um – ein Minus von 1,6% gegenüber der Top 50 des Jahres 2017, die noch auf 3,26 Mrd. Euro kam. Die beiden Spitzen-Titel Spiegel und stern verloren mit 5,5% und 3,0% überdurchschnittlich stark, bleiben aber mit 215,5 Mio. Euro und 178,4 Mio. Euro deutlich vor der Konkurrenz.

MEEDIA errechnet die Zeitschriftenumsätze traditionell zweimal im Jahr aus den Brutto-Werbeumsätzen laut Nielsen, sowie den Brutto-Vertriebsumsätzen aus Abos und Einzelverkauf. Die Vertriebs-Daten übernehmen wir aus der Fachzeitschrift der neue vertrieb. Dort werden aus Abo-, bzw. Copypreis, sowie Abo- bzw. Einzelverkaufsauflage laut IVW die Brutto-Umsätze in den beiden Segmenten errechnet. Die Zahlen für das Jahr 2018 finden sich in der dnv-Ausgabe 1/2019. In Fällen, in denen ein Titel nicht in der Vertriebs-Top-100 der dnv auftaucht, haben wir den Umsatz nach der gleichen Methodik selbst errechnet. Natürlich handelt es sich bei den errechneten Daten nicht um tatsächliche Umsätze. So werden Abo- oder Anzeigen-Rabatte beispielsweise nicht mit einberechnet. Die echten Umsätze kennen nur die jeweiligen Verlage, die hier präsentierten Brutto-Zahlen sind dennoch ein interessantes Indiz für die Marktmacht der einzelnen Titel.

Bunte gewinnt gegen den Trend

Von Platz 5 auf 3 sprang im Jahr 2018 die Bunte: Sie gewann gegen den Trend 1,0% hinzu und überholte mit 137,1 Mio. Euro sowohl den Focus, als auch die Hörzu. Der Grund für das Bunte-Plus ist ausschließlich der Anzeigenumsatz, bei dem das People-Magazin fast 4 Mio. Euro hinzu gewann. Bei Abos und im Einzelverkauf büßte hingegen auch die Bunte ein, unter dem Strich bleibt dann ein Gesamt-Plus von 1,3 Mio. Euro, bzw. 1,0%.

Neu auf 6 und 11 finden sich die TV-Supplements rtv und prisma. “Neu” deswegen, weil bisher die einzelnen Regionalausgaben getrennt ausgewiesen wurden, in diesem Jahr aber erstmals alle Ausgaben unter der jeweiligen Dachmarke in das Ranking kamen. Wie auch bei Titeln wie der ADAC Motorwelt oder der Apotheken Umschau kommen solche Supplements und Kundenmagazine natürlich nur mit ihren Werbeumsätzen in die Statistik – Vertriebsumsätze fließen hier ja nicht.

 

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Neben der Bunten gewannen zehn weitere Top-50-Titel Umsatz hinzu: TV14, Auf einen Blick, die Wirtschaftswoche, c’t, Funk Uhr, die Landlust als größter prozentualer Gewinner mit einem Zuwachs von 6,3%, die Fernsehwoche, Lisa, die Apotheken Umschau und das Stiftung-Warentest-Magazin test. Das wiederum ist ebenfalls ein Sonderfall, da hier ja keine Werbeumsätze fließen, test ist frei von Anzeigen. Die erreichten 24,8 Mio. Euro sind ein reiner Vertriebsumsatz, der zudem auf Auflagen-Angaben des Verlags basiert, da test kein IVW-Mitglied ist.

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Betrachtet man den reinen Umsatz im Vertrieb, so liegen nur acht Titel über den Vorjahreszahlen – eine Folge der Auflagenverluste, unter denen viele Titel leiden. Gab es dennoch ein Plus im Vertrieb, kam der oft auch durch Preiserhöhungen zustande und nicht durch steigende Auflagen.

Die drei größten prozentualen Verlierer kommen unterdessen aus Segmenten mit eher weiblichem Publikum: Cosmopolitan und InTouch verloren 13,1% und 13,0%, die Vogue 11,3%. Auch die Magazine Auto Bild und auto, motor und sport liegen deutlich unter Vorjahr: 8,9% und 8,4%. Nach absoluten Zahlen büßten Der Spiegel mit 12,6 Mio. Euro, sowie TV Digital mit 8,7 Mio. und Auto Bild mit 7,6 Mio. den größten Batzen Geld ein.

Top 50: Brutto-Umsätze der Publikumszeitschriften 2018

    Umsatz brutto 2018* 2018 vs. 2017 absolut 2018 vs. 2017 in %
1 Der Spiegel 215,5 -12,6 -5,5%
2 stern 178,4 -5,5 -3,0%
3 Bunte 137,1 1,3 1,0%
4 Focus 134,4 -4,7 -3,4%
5 Hörzu 131,3 -5,9 -4,3%
6 rtv Plus 123,5
7 TV Digital 111,7 -8,7 -7,2%
8 Brigitte 105,6 -2,6 -2,4%
9 Bild der Frau 104,9 -3,4 -3,1%
10 TV 14 98,3 3,8 4,0%
11 prisma Gesamt 88,2
12 Auto Bild 78,3 -7,6 -8,9%
13 TV Hören und Sehen 78,2 -0,7 -0,9%
14 TV Movie 74,8 -4,6 -5,8%
15 Auf einen Blick 71,8 0,5 0,7%
16 Freizeit Revue 69,8 -1,1 -1,6%
17 TV Spielfilm 68,5 -3,9 -5,4%
18 Freundin 68,1 -3,9 -5,4%
19 Gala 67,7 -3,7 -5,2%
20 Auto, Motor und Sport 64,4 -5,9 -8,4%
21 Wirtschaftswoche 60,5 1,7 2,9%
22 Sport Bild 54,9 -0,9 -1,6%
23 Neue Post 54,4 -3,6 -6,1%
24 Tina 54,3 -2,3 -4,1%
25 kicker (Montag + Donnerstag) 50,1 -0,6 -1,3%
26 InStyle 48,0 -4,3 -8,2%
27 ADAC Motorwelt 46,8 -2,3 -4,6%
28 c't 45,1 0,8 1,8%
29 Super Illu 42,1 -0,5 -1,1%
30 Das neue Blatt 40,5 -3,2 -7,4%
31 Funk Uhr 39,6 0,3 0,7%
32 Glamour 38,8 -1,7 -4,3%
33 TV Direkt 37,9 -2,9 -7,2%
34 Landlust 36,9 2,2 6,3%
35 Vogue 36,6 -4,7 -11,3%
36 Fernsehwoche 35,5 0,5 1,5%
37 Die Aktuelle 34,9 -1,2 -3,2%
38 Computer Bild 34,3 -2,4 -6,4%
39 Für Sie 34,1 -0,9 -2,7%
40 Elle 33,3 -2,7 -7,5%
41 Schöner Wohnen 33,0 -1,1 -3,3%
42 Cosmopolitan 31,6 -4,8 -13,1%
43 Grazia 31,6 -0,9 -2,6%
44 Geo 28,8 -0,1 -0,2%
45 Lisa 27,5 0,2 0,7%
46 InTouch 26,9 -4,0 -13,0%
47 Apotheken Umschau A 26,9 0,3 1,3%
48 Freizeitwoche 26,0 -0,9 -3,2%
49 Zeitmagazin 25,7 -0,2 -0,7%
50 test 24,8 1,2 5,1%
*Brutto-Vertriebsumsatz + Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Rohdatenquellen: der neue vertrieb, Nielsen, MEEDIA / Berechnung und Tabelle: MEEDIA

 

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