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Spiegel fällt mit “Hacker und Trolle”-Titel auf neuen Kiosk-Minusrekord, dem stern hilft das Diät-Cover nicht mehr

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Wer meint, dass Stories zu Internet-Themen in Papier-Magazinen nicht funktionieren, bekommt eine neue Argumentationshilfe: Der Spiegel fiel mit seinem Titel "Schutzlos - Jetzt wird's persönlich: Wie Hacker und Trolle Politik und Gesellschaft zersetzen" auf den schwächsten Einzelverkauf seiner Historie. Für stern und Focus gab es zwar keine Minusrekorde, doch der ehemalige Jahresbeginn-Bestseller zum Thema Abnehmen ist beim stern inzwischen längst kein Bestseller mehr.

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Nur 153.270 mal wanderte Der Spiegel 3/2019 über die Ladentische und Kassen-Laufbänder von Supermärkten, Kiosken, Tankstellen, etc. Der erst eine Woche zuvor aufgestellte Minusrekord wurde damit noch einmal um etwas mehr als 5.000 Exemplare unterboten. Nie zuvor seit dem Start der IVW-Heftauflagen-Ausweisung Mitte der 1990er-Jahre verkaufte sich ein Spiegel im Einzelhandel also so schlecht wie der mit dem Titel “Schutzlos” zum Thema “Hacker und Trolle”. Natürlich liegt das Heft auch klar unter dem Normalniveau der jüngsten 12 Monate (180.800) und der jüngsten drei Monate (174.100). Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, erreichte Der Spiegel eine verkaufte Auflage von 694.140 Exemplaren, darunter 86.999 ePaper und Spiegel-Plus-Kunden.

Der stern titelte auf seiner Nummer 3/2019 “So geht schlank – Entspannt essen: Wir sahen, was.” War der traditionelle Diät-Titel zum Jahresbeginn einst noch eins der meistverkauften stern-Hefte des gesamten Jahres, gilt das nun auch nicht mehr: Nur 127.937 griffen im Einzelhandel zu – klar weniger als im 12-Monats-Mittel (141.500) und nur ein paar mehr als im 3-Monats-Mittel (125.700). Im Gesamtverkauf kam die Ausgabe auf eine Auflage von 488.125, darunter 22.127 ePaper.

 

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Auch der Focus probierte es mit einem Thema passend zum Jahresbeginn – allerdings nicht mit dem Thema Abnehmen, sondern mit dem Thema Stress. “Ein Jahr ohne Stress” titelte das Burda-Magazin und schrieb als Teaser darunter: “Wie Sie Ihr Leben von Ballast befreien und entspannt neu starten – ohne sich zu überfordern”. Auch der Focus kam damit nicht an sein Einzelverkaufs-Normalniveau heran, landete bei 51.662 Verkäufen in Kiosk & Co. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt liegt derzeit bei 61.400, der 3-Monats-Durchschnitt bei 58.200 Exemplaren. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 365.557 Exemplaren, inklusive 43.002 ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Diese Hefte werden nicht von Journalisten gemacht, sondern von Märchenerzählern und verbiesterten Ideologen. Diese Tatsache und der viel zu hohe Preis erklären den Niedergang dieser Heftchen.

  2. Das ist die Quittung aus völlig einseitiger Spiegel Hetze gegen alles, was nicht nach deren Pfeife tanzt. Relotius lässt grüßen!

  3. Klusmann will nicht hören und ist nicht bereit sich von den toxischen Elementen in der Redaktion zu trennen.

    Ich selbst habe ihn mehrfach auf fortgesetzten Sub-Standard Journalismus seiner Leute hingewiesen.

    U.A. Deswegen freut micht der erneute Auflagentiefpunkt, gerade bei diesem eigentlichen Reisser-Thema, ganz besonders.

    Nicht nur wurde die “Vulgäre Analyse” in der Ausgabe völlig falsch dargestellt, die Spiegel-Wichte nutzen das Thema tatsächlich um die Politik zu noch mehr Zensurmassnahmen und politischer Repression zu ermuntern.

    Nichts wird vergessen!

  4. Beim Spiegel funktioniert überhaupt nichts mehr, das hat rein gar nichts mit den Themen zu tun…

  5. Nun zeigt sich, daß Klusmann halt doch nicht so `ne gute Wahl der Gruner-Jahr-Leute war. War eigentlich abzusehen. Und stimme zu: Es sind nur noch C-Journos im Haus. Die Alpha-Güteklasse tummelt sich längst woanders. RIP , Spiegel.

  6. Bedenklich, dass unter der neuen Führung solche schwachen Titel sich häufen. Womöglich fehlt es an Titel-Kompetenz. Die kann man auch nicht wirklich lernen.

    1. Nur an Titel-Kompetenz, CvD?
      Da fehlt es an noch ganz viel mehr:
      Besonders an Glaubwürdigkeit, Integrität, Berufsethos, Wahrheitsliebe, Stilsicherheit, Demut und Achtung vor dem Leser, der das Ganze bezahlt.

      1. Titelthemen, -zeilen umd -optik sind zuletzt auffällig daneben, siehe „Homeoffice“. Zum allgemeinen Abwärtstrend kommen jetzt Kompetenzmängel hinzu sowie, eher temporär, der Relotius-Effekt.

  7. “Wie Hacker und Trolle Politik und Gesellschaft zersetzten.”
    Tja, wenn man seine Moralkeulenpolitbürojournaille so offensichtlich auf dem Titelblatt anpreist, dann kauft das natürlich keiner.
    Da muss der Gesinnungsjournalist von heute geschickter vorgehen.

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