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iPhone-Krise: Huawei verkauft in China bereits zweieinhalbmal so viele Smartphones wie Apple

Da helfen auch keine gute gemeinten Ratschläge: Die iPhone-Käufer in China sind auf dem Rückzug
Da helfen auch keine gute gemeinten Ratschläge: Die iPhone-Käufer in China sind auf dem Rückzug © Apple

Es sind Daten aus der Vergangenheit, doch sie sprechen eine glasklare Sprache: Apple hat in seinem einst zweitwichtigsten Absatzmarkt im Schlussquartal des vergangenen Jahres dramatisch an Boden verloren. Wie Marktforscher IDC vorrechnet, sind Apples Absätze im Reich der Mitte um 20 Prozent eingebrochen. Profiteur der iPhone-Schwäche ist der bisherige Platzhirsch Huawei, der seine Smartphone-Verkäufe nochmals um 32 Prozent steigern konnte.

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Es ist ein kleines Mysterium:  Weil Apple sich inzwischen darüber in Schweigen hüllt, wie sich die Geräteverkäufe in Stückzahlen tatsächlich entwickelt haben, schlägt die Stunde der Marktforscher und Analysten, die genau nachrechnen.

Nach Apples jüngster Quartalsbilanz ist klar: Der iPhone-Trend zeigt steil nach unten. 15 Millionen weniger Smartphones hat der Kultkonzern aus Cupertino zwischen vergangenem Oktober und Dezember offenbar verkauft, mutmaßte der Marktforscher Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) vergangene Woche.

Apple verliert in China so stark wie im Rest der Welt

Vor allem im Reich der Mitte befinde sich Apple im freien Fall, wurde seit Bekanntgabe der Umsatzwarnung vor rund einem Monat gemutmaßt, als CEO Tim Cook Apples Erlösrückgang vollständig auf die iPhone-Schwäche in China schob.

Die neusten Erhebungen des Marktforschers IDC zu den Smartphone-Verkäufen im bevölkerungsreichsten Land der Welt decken diese These jedoch nur teilweise. Wie der Marktforscher vorrechnet, sind Apples Verkäufe in China um 19,9 Prozent – und damit genauso stark wie in der Gesamtheit – eingebrochen. Der Techpionier hätte demnach 3 Millionen iPhones weniger verkauft und kommt mit einem Marktanteil von nur noch 11,5 Prozent auf den vierten Platz der größten Smartphone-Hersteller.

Noch deutlicher hat allerdings der als “Apple Chinas” bezeichnete einheimische Anbieter Xiaomi mit einem Minus von 35 Prozent eingebüßt. Das chinesische Spitzentrio kann dagegen Zuwächse verbuchen: Während Vivo und Oppo marginal zulegen, verzeichnet Huawei als nationaler Champion einen weiteren Ausbruch nach oben.

Huawei wächst gegen den Markttrend

Bemerkenswert: Obwohl auf dem chinesischen Smartphone-Markt im vierten Quartal fast 10 Prozent weniger Geräte abgesetzt wurden, konnte Branchenprimus Huawei seine Absätze abermals um 23 Prozent auf bereits 30 Millionen Einheiten steigern – mehr als zweieinhalbmal so viel wie der iKonzern.

“Apple hatte keine passende Marktstrategie für den schnell wechselnden chinesischen Markt”, resümiert Analystin Nicole Peng vom Marktforscher Canalys gegenüber Bloomberg Apples Dilemma der hochpreisigen Modelle mit nicht ausreichend Innovationen.

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