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Immer längerer Upgrade-Zyklus: Wer ein neues iPhone kauft, behält es durchschnittlich für vier Jahre

Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen
Symbolbild Apple 2018/19: Der Techpionier steht mit den neuen iPhones im Regen © Apple

Apple hat ein Problem: iPhone-Besitzer erneuern ihr Gerät immer später. Weil die Geräte immer länger halten, die neuen Modelle aber kaum noch Verbesserungen bieten, stattdessen aber viel teurer sind, werden iPhones sehr viel später ausgetauscht. Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi geht inzwischen davon aus, dass sich der Upgrade-Zyklus auf vier Jahre verlängert hat – mit entsprechenden Folgen auch für die Servicesparte.

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Der 2-Jahreszyklus ist tot. Über ein Jahrzehnt hatte sich bei Käufern eines neuen Smartphones, bedingt durch den Vertragsabschluss, eine Erneuerung alle 24 Monate etabliert – danach konnte man sich schließlich ein neues Modell zu vergünstigten Konditionen aussuchen.

Doch wie groß mag der Anreiz bei einem Käufer des iPhones XS Max in 512 GB-Ausstattung sein, der auch nach Vertragsverlängerung  immer noch 1200 statt 1650 Euro für das Premium-Modell zahlen musste? Legt er 24 Monate später abermals über 1000 Euro für ein neues Apple-Smartphone auf den Tisch, das immer nur marginale Verbesserungen bietet als sein bisheriges Modell?

“Die gegenwärtigen Erneuerungsraten beim iPhone haben sich dramatisch verlangsamt”

Das ist das Upgrade-Dilemma, in dem Apple seit einigen Jahren steckt: Die neuen iPhones sind sehr gut, sehr teuer – und werden daher sehr viel später ausgetauscht. Die Folge der immer wieder verlängerten Upgrade-Zyklen kann der inzwischen wieder wertvollste Konzern der Welt in seinen Stückzahlen besichtigen, die er wegen der geringeren Verkäufe inzwischen verschweigt: iPhone-Besitzer erneuern ihr Gerät immer später.

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Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi geht in einer neuen Kurzstudie, die dem Business Insider vorliegt, inzwischen davon aus, dass sich der Upgrade-Zyklus sogar auf bereits vier Jahre verlängert hat. “Die gegenwärtigen Erneuerungsraten haben sich dramatisch verlangsamt”, schreibt  Sacconaghi. Der langjährige Techanalyst bei der Investmentbank Bernstein geht davon aus, dass in diesem Jahr nur noch 16 Prozent der gegenwärtigen iPhone-Besitzer ihr Modell erneuern – 2015 war es noch ein Drittel.

Top-Analyst: Service-Wachstum verlangsamt sich wegen iPhone-Schwäche

Die immer längere Nutzung von alten Modellen dürfte auch Folgen für die hochgewettete Servicesparte haben, die für Apple zum Hoffnungsträger der nächsten Jahre geworden ist. Sacconaghi bezweifelt, wie das Wachstum von Services wie Apple Music, iCloud & Co. hochgehalten werden kann, wenn weniger neue iPhones erworben werden, mit denen die Internet-Dienste schließlich genutzt werden können.

Der Bernstein-Analyst prognostiziert daher für das laufende Geschäftsjahr einen Rückgang des Umsatzwachtums der Servicesparte von mehr als 20 Prozent in den vergangenen drei Jahren auf nur noch 15 Prozent vom Fiskaljahr 2019.

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