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“Warum versagt unsere Regierung?”: Springer präsentiert die erste Ausgabe von Bild Politik

Die Redaktionsleiter Bild Politik: Nikolaus Blome und Selma Stern (v.li.)
Die Redaktionsleiter Bild Politik: Nikolaus Blome und Selma Stern (v.li.) © Sybill Schneider

Ab Freitag liegt ein neues Magazin am Kiosk: Bild Politik. Äußere Kennzeichen: Illustrierten-Papier, Copypreis 2,50 Euro, 52 Seiten dünn. Das Heft stammt, wie der Name nahelegt, von Axel Springer und ist eine Extension des Millionensellers Bild. Vorerst ist die neue Zeitschrift nur im Großraum Hamburg und in Lübeck zu kaufen. Das Medienhaus will in den nächsten Wochen die Marktresonanz testen.

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Rund 3,5 Millionen Menschen wohnen im Testgebiet, 20.000 Exemplare beträgt die Startauflage, die in 2.000 Verkaufsstellen vertrieben werden soll. Bild-Vize Nikolaus Blome und Objekt- wie Redaktionsleiterin Selma Stern stellten den Erstling am Donnerstag in der Hanse Lounge in der Hamburger City Medienjournalisten vor. Die Schlagzeile der Erstausgabe lautet: “Warum versagt unsere Regierung?” und ist auf die Bereiche “Schrott-Armee”, “Diesel-Wut” und “Funklöcher” bezogen. Klassische Ressorts hat das Heft nicht, sondern die Rubriken Ärger, Neugier und Freude, die bewusst an der Emotionalität der Leser orientiert sind. Auch wenn es sich vorerst um einen möglicherweise Monate laufenden Markttest handelt, ist Blome überzeugt: “Dieses Heft wird ein Erfolg.”

Blome: “Transparent und schnell erfassbar”

Geplant ist, mit dem Heft eine möglichst breite Leserschaft anzusprechen. Vermutlich werde die Zielgruppe aber etwas jünger sein, hatte Springer-Chef Mathias Döpfner bei der ersten Vorstellung des Projekts im Dezember in Berlin betont. Blome will das aktuelle politische Geschehen aus der Brille des Lesers einzufangen: „In diesen politisch stark emotional geprägten Zeiten nehmen wir mit der neuen Heftstruktur die Gefühle der Leser ernst und geben ihnen kompakt verdichtet, transparent und schnell erfassbar die Fakten und Einordnung zu den wichtigsten Fragen der Woche“, resümiert der Bild-Vize über das Konzept, das er mitentwickelt hat. Selma Stern, Vorstandsreferentin News Media, zeigt sich ebenfalls mit der ersten Ausgabe sehr zufrieden. Sie sei begeistert, so die 32-Jährige, das Magazin sei genauso geraten, wie sie es sich gewünscht hätte. Stern gilt als Ideen-Geberin des gesamten Projekts, das die Fallhöhe von Themen, die z.B. der Economist behandelt, mit knappen Darstellung auf den Punkt der Seite 2 von Bild verbinden soll.

 

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Dass die klassischen renommierten deutschen Politmagazine seit Jahren unter gewaltigem Auflagendruck stehen, sieht man bei Springer offenbar als Chance. Bild Politik soll ein Leserbedürfnis nach Klarheit erfüllen, das von der Konkurrenz nicht bedient werde, heißt es. Dreh- und Angelpunkt des nur rund 50 Seiten umfassenden Magazins sind “die wichtigsten Fragen der Woche”, die jeden Freitag beantwortet werden sollen. Das Redaktionsteam rekrutiert sich aus dem Politikressort von Bild; daneben schreiben weitere Springer-Führungskräfte, wie z.B. Auto Bild-Chef Tom Drechsler sowie Korrespondenten des Verlags.

Doppelseite aus der Erstausgabe von Bild Politik © Axel Springer SE

Bild begleitet den Start des Heftes mit einer regionalen Einführungskampagne und verschiedenen Motiven, die am Point of Sale zu sehen sein werden. Die beiden Claims lauten: “Wenn Sie Politik nicht mehr verstehen, muss das nicht an Ihnen liegen” und “Kann man hassen. Kann man lieben. Muss man wissen.” Zudem gibt es Audio-Spots, die bei diversen Radiosendern im Verbreitungsgebiet ausgestrahlt werden. Auch Spots begleiten den Start, die Videoausschnitte berühmter Politiker-Zitate senden, u.a. den Satz des ehemaligen Innenministers Thomas de Maizière: “Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.”

Eine ausführliche Blattkritik lesen Sie morgen bei MEEDIA.

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Alle Kommentare

  1. Bild mit mehr Bildern. Bewusst an der Emotionalität des Lesers orientiert, um ihm das politische Geschehen einzuordnen. Ach so, aber mit “Fakten”, wenigstens DAS wäre dann was Neues.

    1. Springers Strippenzieher wollen die konservative Revolution in Deutschland kanalisieren.

      Bin ziemlich sicher, es wird nicht gelingen, zuviele Überzeugungstäter die wirklich ein anderes Land wollen.

  2. Ich würde sagen, daß 2,50 € ein vernünftiger Preis ist. Wenn der Inhalt jetzt noch stimmt (kein Groko Mainstream!), dann bin ich dabei und wünsche viel Erfolg.

  3. Das dringendste Problem wird mal wieder nicht erwähnt: Die Massenmigration nach Deutschland! Von daher kann man sich dieses Blatt auch sparen…

    1. “Wir helfen” ist unvergessen.

      Sozialdemokraten tragen keine Rolex, Klimaschützer machen keine Fernreisen und Konservative erlauben keine Massenmigration.

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