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Spotify-Bilanz: Der schwedische Musik-Streaming-Pionier durchbricht 200-Millionen-Abonnenten-Marke

Spotify-CEO Daniel Ek: Hat für den Gang an die New Yorker Börse einen ungewöhnlichen Weg gewählt
Spotify-CEO Daniel Ek: Hat für den Gang an die New Yorker Börse einen ungewöhnlichen Weg gewählt

Die Musik spielt weiter. Im Dezember-Quartal, dem dritten Bilanzzeitraum seit dem Börsengang im vergangenen April, konnte der schwedische Streaming-Pionier Spotify weiter zweistelliges Umsatzwachstum ausweisen – die Erlöse kletterten um 30 Prozent. Operativ verbuchten die Schweden sogar den Überraschungsgewinn von 94 Millionen Euro. Das Nutzerwachstum zieht zudem wieder stärker an: Spotify konnte im vierten Quartal 9 Millionen neue zahlende Mitglieder verbuchen.

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Spotify-Aktionäre haben es auch nicht leicht. Als der schwedische Streaming-Pionier Anfang April an der New Yorker Traditionsbörse NYSE per Direktlisting debütierte, landete CEO Daniel Ek noch einen schnellen Hit.

Die Spotify-Aktie konnte in den ersten Monaten nach dem Börsendebüt schnell 50 Prozent an Wert zulegen, als die Anteilsscheine bei 199 Dollar fast an der 200-Dollar-Marke kratzten und Spotify als Unternehmen bereits mit über 35 Milliarden Dollar bewertet wurde – und damit das am höchsten bewertete Internet-Unternehmen Europas war.

Umsatz steigt um 30 Prozent

Seitdem kennt die Aktie jedoch nur noch eine Richtung: Steil nach unten. Sogar die Erstnotiz von 149 Dollar wurde längst gerissen – gestern notierten die Anteilsscheine bei 139 Dollar. Dass es weiter nach unten geht, deuten die Indikationen im vorbörslichen Handel an: Nach Abschlägen von weiteren 7 Prozent notiert der schwedische Streaming-Pionier inzwischen bei nur noch 130 Dollar.

Grund für die erneut starken Abschläge ist das neuste Zahlenwerk, mit dem Spotify eigentlich die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells untermauerte. Im Dreimonatszeitraum von Anfang Oktober bis Ende Dezember konnte der 13 Jahre alte Internet-Pionier die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um respektable 30 Prozent auf nunmehr 1,495 Milliarden Euro steigern und damit selbst gegenüber dem Vorquartal ein Plus von 11 Prozent vermelden.

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Plötzlich profitabel und mehr Nutzer als erwartet

Spotify überraschte die Analysten zudem mit einem unerwartet profitablen Quartal.  Nach einem operativen Verlust von 90 Millionen Euro im Vorjahresquartal konnte Daniel Ek nunmehr in den letzten 92 Tagen des Geschäftsjahres 2018 ein Plus von 94 Millionen Euro oder 36 Cent je Aktie vermelden, während Analysten von einem Minus in Höhe von 24 Cent je Anteilsschein ausgegangen waren.

Auch in der Nutzerentwicklung konnte Spotify überraschen. So konnte das schwedische Internet-Unternehmen im Vergleich zum September-Quartal weitere 16 Millionen neue Nutzer anlocken, die mindestens einmal im Monat bei Spotify Musik streamen und damit die eigenen Schätzungen toppen.

Auch die Gewinnung neuer zahlender Kunden scheint Spotify trotz der vor allem in den USA starken Präsenz von Apple Music wieder leichter zu fallen: Nach nur vier Millionen neuen Premium-Mitgliedern konnte Spotify im Weihnachtsquartal nunmehr 9 Millionen zahlungswillige Mitglieder verbuchen. Konzernchef Daniel Ek verkündete zudem in einem Blogpost die erwartete Übernahme der beiden Podcast-Startups Gimlet und Anchor.

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