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Tiefe Einschnitte bei Vice Media: CEO Nancy Dubuc streicht bis zu 250 Stellen

Nancy Dubuc, CEO von Vice Media, hat die Aufgaben von Shane Smith übernommen
Nancy Dubuc, CEO von Vice Media, hat die Aufgaben von Shane Smith übernommen

Bereits im vergangenen Jahr zeichnete sich ab, dass Vice Media seine vorgegebenen Ziele nicht erreichen würde – nun zieht Nancy Dubuc, die nach den persönlichen Skandalen um Gründer Shane Smith den Posten der CEO übernommen hat, Konsequenzen: 2019 will Vice mit bis zu 250 Leuten weniger auskommen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber mehreren Medien. Die Maßnahmen bedeuten einen Abbau von zehn Prozent.

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Von den Rationalisierungen betroffen sind nach Medienangaben Büros in Großbritannien, Mexico und im Heimatmarkt USA. “Nachdem wir unser Budget für 2019 festgelegt haben, fokussieren wir uns darauf, unsere Ziele zu erreichen”, zitiert unter anderem Hollywoodreporter, der zuerst über den Abbau berichtet hatte, CEO Dubuc.

Dass Vice Media den Rotstift ansetzen und dabei nicht zimperlich vorgehen wird, zeichnete sich bereits Ende vergangenen Jahres ab. Das Wall Street Journal berichtete, dass das Unternehmen, das unter seinem vorherigen CEO Shane Smith rasant gewachsen war, seine für 2018 verfassten Umsatzziele weit verfehlen würde. Von rund 50 Millionen Euro Umsatzverlust war im November vergangenen Jahres die Rede. Mit zehn Prozent würde der Abbau allerdings geringer ausfallen als erwartet.

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Die Konsolidierungen fallen in eine Zeit, in der sich der Medienmarkt in den USA in einem erneuten Umbruch zu befinden scheint, der vor allem die einstigen Digital-Pioniere vergangener Jahre betrifft. So kündigten nicht nur Vice tiefe Einschnitte an, sondern auch BuzzFeed – das vergangene Woche einen Abbau von 220 Stellen verkündete – und die HuffPost, deren Eigentümer Verzion Media insagesamt 800 Stellen streichen will. Zur Mediengruppe gehören auch Marken wie TechCrunch, AOL.com oder Yahoo-Nachrichtenseiten.

Mit Ausnahme der HuffPo blieben die deutschen Ableger der US-Medien bislang verschont. Anfang des Jahres kündigte Hubert Burda Media an, die deutsche Ausgabe der HuffPo, die ein Lizenzgeschäft war, einzustellen. Bei BuzzFeed ist das deutsche Büro – ähnlich wie bei Vice, wo zuletzt allerdings Deutschland, Österreich und Schweiz näher zusammenrückten, nicht betroffen.

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Alle Kommentare

  1. Tja, Berichterstattung gemäß einer politischen Agenda zahlt sich nie aus.
    Meedia sollte “analysieren”, dass es ggf. (zunehmend) eine Marktmacht außerhalb der üblichen Buntlandmedien gibt. Denunzieren wie im täglichen Schröder-Meinungsmacher hilft da nicht.
    Man darf weiterhin sehr gespannt sein.

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