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Nach Russlands Kritik an deutschen Medien: Bundesregierung meldet sich zu Wort

Regierungssprecher Steffen Seibert
Regierungssprecher Steffen Seibert

Das russische Außenministerium warf deutschen Medien, darunter auch t-online.de, eine russlandfeindliche Kampagne vor. Nun hat sich die Bundesregierung zu Wort gemeldet.

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Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Anschuldigungen des russischen Außenministeriums zurückgewiesen. Eine Sprecherin hatte behauptet, dass deutsche Medien von der Regierung unterstützt würden und eine Kampagne gegen russische Medien betrieben. “Wer solche abwegigen Behauptungen in die Welt setzt, der hat wenig Ahnung von Deutschland und wenig Ahnung von der Pressefreiheit”, so Seibert gegenüber t-online.de. “Oder er will bewusst Deutschland in ein schiefes Licht rücken. So oder so: Ich weise diese Behauptungen entschieden zurück.”

Das russische Außenministerium hat verschiedene deutsche Medien hart kritisiert. Pressesprecherin Maria Sacharowa warf t-online.de, Bild und der Deutschen Welle vor, besonders kritisch über russische Medien zu berichten. Des Weiteren bezeichnete Sacharowa die deutschen Medien als „staatlich gesteuert“. t-online.de-Chefredakteur Florian Harms und der DJV-Vorsitzende Frank Überall wiesen die Kritik zurück. Grund für die Vorwürfe ist allem Anschein nach ein t-online.de-Bericht in Zusammenarbeit mit der ARD über russische Einflussnahme in Deutschland.

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“Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut in unserem Land, ein hohes Gut in unserer Demokratie. Das Grundgesetz schützt sie, die Bundesregierung achtet sie und unabhängige Medien üben sie Tag für Tag aus”, wird Seibert zudem zitiert. Auch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer äußerte sich gegenüber t-online.de: “Die russische Regierung greift im Gleichklang mit Populisten von rechts und links deutsche Medien und Journalisten aggressiv an.” Davon sollten sich Journalisten und Redaktionen nicht einschüchtern lassen.

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Alle Kommentare

  1. Ach, der Herr vom ZDF und der Herr Überall… sollen sie doch mal ernsthaft versuchen zu erklären, wie staatsfern unsere -nach Parteien- Proporz kontrollierten- Medien sind. Vom ZDF direkt zur Regierung …die Karriere von Herrn Seibert ist ein besonders prächtiges Beispiel für die ausgewiesene “Staatsferne” unserer Öffis.

    1. Und wenn Mutti endlich weg ist wirder wohl Intendant, war beim Vorgänger ja auch so

      Staatsferne lebe hoch !

  2. Die geäußerte Kritik ist mit Fakten belegt, so etwas macht die Bundesregierung schon lange nicht mehr, neuestes Beispiel die vertragswidrige Vorgehensweise der USA beim INF Vertrag.

  3. Ich kann es nicht mehr hören:

    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut

    Vor etwa 4 Wochen war ich in den USA. Das waren 5 Tage ohne

    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    ….

    Die in den USA “machen” einfach und niemand macht den ständigen Vorbeter ala

    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut
    Demokratie
    Pressefreiheit
    Hohes Gut

    1. Hä? Wie meinen ? USA= Freiheit ? Sonst geht’s gut ? Die Freiheit weltweit Putsche anzuzetteln und andere Länder zu überfallen ? Ach so ! Na dann !

  4. Der deutsche Regierungssprecher äußert sich wozu?
    Immerhin gibt es ihn noch- man hört ja nichts mehr von ihm.
    Und offenbar springt er jetzt – in Merkels Auftrag? oder an die gute alte Zeit bei seinen Spezis vom politisch durchsetzten Staatsfunk mit Pressefreiheitsauftrag erinnert, diesen zur Seite.
    “Regierungssprecher” Goebbels hat und hätte es genauso gemacht, wenn die Russen die regimetreue und regimetrsgende Industrie und Institutionen im Deutschen Reich kritisiert hätte.
    Also, brav gemacht Herr Regierungssprecher für “unabhängige Medien”. Deshalb muss sich auch der Regierungssprecher für diese “unabhängigen Medien” äußern.
    Geht’s noch dämlicher?

  5. In Deutschland herrscht Pressefreiheit solange wie die Presse das berichtet was die Regierung wünscht.

  6. Seibert wird vermutlich auch leugnen, dass mehr oder weniger alle Alpha-Journalisten in irgendeiner Weise mit der Transatlantikbrücke in Verbindung stehen, das ist natürlich alles Verschwörungstheorie. Niemals würde es den Medien in diesem Land einfallen, sich mit der Regierung und den Mächtigen gemein zu machen. Es wird durchweg neutral und kritisch berichtet. In Russland ist das natürlich alles ganz anders. Außer Deutschland kann niemand Demokratie.

  7. Am 25. September 2001, zwei Wochen nach 9/11, hielt Putin eine Rede auf deutsch vor dem Bundestag. Zitat:

    „Niemand bezweifelt den großen Wert der Beziehungen Europas zu den Vereinigten Staaten. Aber ich bin der Meinung, dass Europa seinen Ruf als mächtiger und selbstständiger Mittelpunkt der Weltpolitik langfristig nur festigen wird, wenn es seine eigenen Möglichkeiten mit den russischen menschlichen, territorialen und Naturressourcen sowie mit den Wirtschafts-, Kultur- und Verteidigungspotenzialen Russlands vereinigen wird. Russland ist ein freundlich gesinntes europäisches Land. Für unser Land, das ein Jahrhundert der Kriegskatastrophen durchgemacht hat, ist der stabile Frieden auf dem Kontinent das Hauptziel.“

    Sein Angebot war also ein gemeinsamer Wirtschaftsraum bis Wladiwostok, inklusive kapitalistischem Zugriff auf die russischen Rohstoffe. Doch die Bundesregierung, damals noch unter Schröder, ließ diese historische Chance fahren. Sie betrieb und betreibt bis heute ihr Projekt EU, mit dem sie sich als den USA gleichrangiger globaler Player positionieren will. Russland bleibt in diesem Konzept der gemeinsame Feind, der sich politisch nicht unterzuordnet und mit seiner atomaren Macht das internationale Aufsichtsinteresse des Westens behindert.

    Solange sich das nicht ändert, wird Putin von den deutschen Leitmedien entsprechend behandelt. Nicht nur der Spiegel hat die Rede damals ignoriert, von einer Meldung auf Spon abgesehen, das 2001 noch bedeutungslos war.

  8. “Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut in unserem Land, ein hohes Gut in unserer Demokratie. Das Grundgesetz schützt sie, die Bundesregierung achtet sie und unabhängige Medien üben sie Tag für Tag aus”

    Der war gut, selten so gelacht. Nach seiner “Karriere” als Presselügner kann sichel als stand-up comedien weiter brillierem

  9. Tja ja… jeder, der auch nur noch ein minimales Bisschen an Resthirn hat, weiß, dass die Aussage der Russen nicht so ganz falsch ist (um es mal seeeeeehr nett auszudrücken).

    Aber sollen die Regierungslabertaschen ruhig immer so weiter machen. Das hilft ihnen nicht wirklich 😉

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