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MEEDIA-Leser-Check: Welcher Print-Titel hat die jüngste Leserschaft, welcher die älteste, gebildetste, weiblichste?

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Nach unseren Leser-Checks zum Publikum von Spiegel, stern und Focus kümmern wir uns in Teil 4 der Reihe um die Extreme: die Zeitschriften, die besonders stark oder schwach in einigen Kategorien sind. Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen, Region: Welche Titel werden fast ausschließlich von Männern gelesen, welche vornehmlich von Alten, usw.. Spannende Erkenntnisse!

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Für unsere Auswertungen haben wir wieder die aktuellen Zahlen der ma 2019 Pressemedien I heran gezogen, die für mehr als 150 Publikumszeitschriften und Wochen- bzw. Sonntagszeitungen vorliegen.

Geschlecht:

Die männlichste Leserschaft haben wenig überraschend Auto- und Sport-Magazine. Sagenhafte 98% Männer unter seinen Lesern hat die Zeitschrift sport auto: 520.000 Männer lesen sie pro Ausgabe – und nur 10.000 Frauen. Bei jeweils 97% liegt der Männer-Anteil in der Leserschaft bei den Titeln Auto Bild Sportscars, Sport Bild, AutoStraßenverkehr, kicker, Auto Bild und Auto Zeitung. Die männlichsten Zeitschriften außerhalb der Segmente Motorpresse und Sport sind der Playboy und die Audio Video Foto Bild mit jeweils 91%.

An der Spitze der Titel mit einem besonders hohen Frauenanteil in der Leserschaft finden sich sogar Titel mit 99%-Raten: Frau im Trend, burda style und Grazia kommen auf diese Zahlen, haben also im Umkehrschluss nur 1% Männer in ihrer Leserschaft. Auf 98% kommen die Leserinnen bei Die neue Frau, auf 97% bei InTouch, Frau von heute, Elle, freundin, Lisa, Jolie und Petra. Titel wie Gala und Bunte schaffen hingegen nur einen Frauenanteil von 92% bzw. 80%. Insbesondere die Bunte hat dementsprechend mit 850.000 Männern auch eine recht große männliche Leserschaft.

Alter und Familie:

Den größten Anteil von Unter-30-Jährigen hat die Bravo unter ihren Lesern und Leserinnen: 85% sind es. Auf 70% 14- bis 29-Jährige kommt das Filmmagazin cinema, auf 68% Joy und auf 62% Computer Bild Spiele. Über der 50%-Marke liegen auch noch Jolie, InTouch und Shape. Besonders wenige 14- bis 29-Jährige in ihrer Leserschaft verzeichnen laut ma die Traditions-Titel Das neue Blatt, Neue Welt und Neue Post mit nur 2%, sowie Echo der Frau, Das Goldene Blatt, 7 Tage, Frau im Spiegel, Freizeit Revue und Mein schöner Garten mit jeweils 3%.

Die Yellows sind dafür besonders stark bei den Über-60-Jährigen: 79% der Das-neue-Blatt-Leser und -Leserinnen sind 60 Jahre und älter. Beim Goldenen Blatt liegt der Anteil in der Leserschaft hier bei 76%. Dahinter folgen die Neue Post mit 75%, die Glücks Revue mit 73% und Freizeit Spass mit 73%. Nur 1% Über-60-Jährige haben hingegen die Bravo, Eltern family und Leben & erziehen in ihrem Publikum. Auf 2% kommen Computer Bild Spiele, Shape, Eltern, familie & co, InTouch, Closer, cinema und In.

Die Familien-Zeitschriften haben dafür große Anteile von Haushalten mit Kindern in ihrer Leserschaft – wenig überraschend. 86% der Eltern-family-Konsumenten leben in einem Haushalt mit Kindern bis unter 14 Jahre, bei Eltern sind es 82%, bei Leben & erziehen 80% und bei familie & co 79%. Dahinter gibt es eine große Lücke bis zur Bravo mit 38%. Nur wenige Kinder gibt es hingegen in der Leser-Haushalten von Das Neue Blatt und Bildwoche (5%), sowie Das Goldene Blatt (6%).

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Bildung und Einkommen:

In Sachen Bildung führt Die Zeit das Ranking der Publikumszeitschriften und Wochenzeitungen an: 81% der Zeit-Leser und -Leserinnen haben Abitur oder Fachabitur. Knapp dahinter folgen das Magazin art mit 80%, die Wirtschaftswoche mit 79%, sowie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und das manager magazin mit jeweils 78%. Die wenigsten Abiturienten oder Fachabiturienten finden sich in der Leserschaft vom Echo der Frau: Nur 7% fallen hier in diese Kategorie. Auf den weiteren Plätzen folgen die 2 mit 8%, sowie Das Goldene Blatt, Bildwoche, Neue Welt und Glücks Revue mit jeweils 11%.

Den höchsten Anteil an Top-Verdienern verzeichnen unterdessen die Wirtschaftsmagazine: In der Leserschaft des manager magazins finden sich 66%, deren Haushalt 4.000 Euro und mehr einnimmt, bei Capital liegt dieser Anteil bei 61%, bei der Wirtschaftswoche bei 57%. Erstes Nicht-Wirtschaftsmagazin ist die Reise-Zeitschrift Geo Saison mit 56%. Einen Anteil von mindestens 50% Lesern und Leserinnen mit entsprechendem Einkommen erreichen zudem noch Focus Money und Vogue. Besonders klein ist der Anteil der 4.000-Euro-und-mehr-Verdiener in der Leserschaft von SuperIllu, Schöne Woche, Super TV und TV für mich – mit jeweils 8%.

Ost und West:

Auch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es bei vielen Print-Titeln aus der “alten” Bundesrepublik noch ein großes Gefälle zwischen Lesern und Leserinnen aus den alten und neuen Bundesländern. Einen besonders großen Anteil an Menschen aus den alten Bundesländern (ohne Berlin) verzeichnen in ihrer Leserschaft demnach tv Hören und Sehen mit 92%, Das Haus und Geo Saison mit 92%, sowie freundin, 7 Tage und die beiden Kombis tina plus und Gong plus mit jeweils 90%. Knapp dahinter folgt schon der stern mit 89%. Zum Vergleich: In der Grundgesamtheit der über-14-Jährigen deutschsprachigen Bevölkerung finden sich 80% Menschen aus den alten Bundesländern und 16% aus den neuen Bundesländern – jeweils ohne Berlin.

Den höchsten Anteil an Lesern und Leserinnen aus den Ländern, die 1990 zur Bundesrepublik dazu stießen, erreichen die Superillu mit 70%, Guter Rat mit 64%, Super TV mit 57%, sowie Viel Spaß, AutoStraßenverkehr und Mini mit 48%, 47% und 46%.

Zu allen Teilen des “Leser-Checks” gelangen Sie jederzeit mit diesem Link.

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