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Henryk M. Broder über das AfD-Foto: “Der Shitstorm kam aus einer Ecke, aus der ich ihn nicht erwartet hätte”

Der Publizist Henryk M. Broder bei der AfD-Fraktion
Der Publizist Henryk M. Broder bei der AfD-Fraktion

Große Aufregung über ein Foto, das den Publizisten und Welt-Journalisten Henryk M. Broder zeigt, wie er von AfD-Chefin Alice Weidel umarmt wird. Broder hielt eine Rede vor der Bundestagsfraktion der Partei. Als die Empörung über das Bild hochkochte, war der Inhalt seines Vortrags noch unbekannt. Später wurde der Text bei welt.de veröffentlicht und zeigt ein deutlich differenzierteres Bild. MEEDIA sprach mit Broder über die Empörungswelle, seinen Auftritt bei der AfD und das berühmte Foto.

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In der Rede, die Sie vor der AfD-Bundestagsfraktion gehalten und bei Welt.de veröffentlicht haben, haben Sie den Shitstorm selbst schon vorweggenommen. Sie haben geschrieben: “Wenn es keinen Shit-Storm gibt, ist es gut, wenn es einen gibt, ist es noch besser.” Ist der Shitstorm nun ungefähr so geworden, wie sie sich das vorgestellt haben?
Ja, so ungefähr. Was ich nicht geahnt habe: Ich dachte, die Leute würden abwarten, bis die Rede erscheint. Aber dass sie sich dermaßen über ein Bild aufregen, ohne zu wissen was ich gesagt habe – das finde ich kommt einer einen kollektiven Ejaculatio Praecox sehr nahe.

Wie kam das Bild denn zustande?
Sie kommen jetzt in die Schleifspur der Leute, die sich über mich aufregen. Sie wollen nur etwas über das Bild wissen und die Rede interessiert sie nicht? Ich finde, es ist eine ausgezeichnete Rede.

Wir können gerne über die Rede reden. Aber der Aufreger ist aktuell das Bild und man kann sich verschiedene Situationen vorstellen, wie das Bild zustande gekommen ist. Ich würde das gerne von Ihnen hören. Den berühmten Kontext.
Ich finde es nachträglich bedauerlich, dass ich diese Situation nicht inszeniert habe. Es kann irgendein linker Trottel im DLF sagen, dass es Holocaust-Leugner und Klima-Leugner gibt – daraufhin gibt es keinen Shitstorm. Aber wenn ich von Frau Weidel umarmt werde, die, soviel ich weiß, weder wegen Drogenhandels noch für die Förderung von kriminellen Clans in Berlin abgeurteilt wurde, dann regt sich das halbe Land auf. Ich finde das albern. Wie das Bild zustande gekommen ist, kann ich Ihnen genau sagen: Ich kam in den Saal, ging in eine Ecke, legte meinen Mantel ab und zog meine Mappe mit Notizen heraus. Da kam Frau Weidel auf mich zu und nahm mich in den Arm. Ich war überrascht, denn das passiert einem 72-Jährigen selten, dass ihn eine junge Frau spontan umarmt. Ich hatte offenbar nicht den nötigen ethisch-moralischen Widerstand dagegen entwickelt. Ich muss zugeben, ich hätte nie geahnt, dass so was zu solchen Irritationen führen würde. Wenn ich das klarstellen darf: Die Initiative ging nicht von mir aus, sondern von Frau Weidel. Ich habe das weder als sexuelle Anmache noch als politische Vereinnahme empfunden. Wobei das vielleicht ein bisschen leichtfertig von mir war, ich habe das ja auch in der Welt geschrieben: Politiker und Journalisten sollten nicht öffentlich miteinander knutschen. Außer bei Will oder Maischberger. Da geht alles!

Sie haben das in ihrer Rede auch schon vorweggenommen und gesagt, es sei ihnen bewusst, dass sie von der AfD instrumentalisiert werden aber das sei Ihnen wurscht. Jetzt hat diese Instrumentalisierung vielleicht ein bisschen eine andere Form angenommen, als Sie das womöglich vermutet haben. Hätten Sie damit gerechnet, dass dieses Bild in dieser Form verbreitet und kritisiert wird?
Als Jude in Deutschland können sie der Instrumentalisierung gar nicht entgehen. Dass es aber dabei so eine Heftigkeit annehmen würde – damit hätte ich nie gerechnet. Das bestätigt meine Erfahrung, dass nichts so zuverlässig ist wie der Zufall. Der Shitstorm kam aus einer Ecke, aus der ich ihn nicht erwartet hätte. Ich sage noch einmal: Als es mit dem Shitstorm losging, war noch kein Wort meiner Rede bekannt gewesen. Niemand wusste, ob ich bei der AfD einen Mitgliedsantrag stelle, ob ich die in die Tonne schreibe oder was ich mache. Nur wegen einem banalen Bild brach die Empörung los. Ich werde mich nie wieder trauen, bei einer längeren Autobahnfahrt irgendwo hinter einen Baum zu pinkeln. Irgend jemand könnte mich fotografieren und dann als Exhibitionisten vorführen. Man lernt aus allem.

Aber Sie sind schon lange im Geschäft und haben viele provokante Texte geschrieben und Dinge gesagt, an denen sich Leute reiben. Sie sind bekannt dafür, dass Sie einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg gehen. Die Aufgeregtheiten der Welt und der Medien sind ihnen nicht fremd. Da finde ich es schon ein wenig überraschend, dass Sie die Aufregung um dieses Foto nicht nachvollziehen können. Dass da niemand sagt: Jetzt warten wir mal ab, was er in seiner Rede gesagt hat, damit muss man doch rechnen.
Kann sein, dass ich mir da eine gewisse polnisch-romantische Naivität bewahrt habe, aber damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Und wissen Sie was: Damit war auch nicht zu rechnen. Der Reizpunkt war ja: Broder bei der AfD. Ob es da ein Foto mehr oder weniger gibt, wäre ja völlig egal. Die Leute regen sich darüber auf, dass ich mich von Frau Weidel habe umarmen lassen. Ich bitte Sie! Banaler und kleinkarierter geht es doch gar nicht mehr! Was wäre denn gewesen, wenn sie mir aus irgendeinem Anlass eine Ohrfeige gegeben hätte?

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Was ging Ihnen im Moment des Fotos durch den Kopf?
Ich habe das nur kurz wahrgenommen. Was mich beschäftigte, war etwas ganz anderes. Ich hatte ein Geschenk für Gauland mitgebracht, eine amerikanische Krawatte mit Freiheitsstatue und Stars and Stripes. Der Mann ist ja kein großer Amerika-Liebhaber und ich dachte, es wäre eine gute Pointe, ihm diese Krawatte zu schenken. Auch, damit er mal seine Hunde-Krawatte zur Reinigung bringen kann. In dem Moment des Fotos überlegte ich gerade, ob ich die Pointe mit der Krawatte zu Beginn oder am Ende des Vortrages bringen sollte. Gauland war aber nicht da, es wäre also nur eine symbolische Überreichung gewesen. Das waren meine Gedanken in dem Moment. So banal ist das.

 

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Warum haben Sie die Einladung der AfD angenommen?
Ein Grund war der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs, der im Bundestag den AfD-Leuten zurief: Schaut in den Spiegel, wie hässlich ihr seid. So einen Satz würde ich mir dreimal überlegen. Diese Form der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner ist einfach gruselig. Ich kann dazu nur eins sagen: Wenn mich morgen eine fanatische, islamistische, homo- und judenfeindliche Moschee zu einem Vortrag oder einem Gespräch einladen würde, würde ich auch hingehen.

Gäbe es denn überhaupt Einladungen, die Sie ablehnen würden?
Wahrscheinlich von Veganern. Wegen dem Essen. Ich hasse Tofu.

Es wird jetzt auch viel über Sie im Netz ausgegraben, u.a. ein altes Foto, das Sie auf einem Gruppenbild mit dem Gründer der rechten Webseite Politically Incorrect, heute PI-News, zeigt. An anderer Stelle war zu lesen, Sie hätten sich schon längst als AfD-Wähler geoutet. Wie gehen Sie damit um?
Das Foto entstand bei einem Treffen von Bloggern, bei dem Stefan Herre (Gründer von Politically Incorrect; Anm.d.Red.) auch dabei war, vor 14 oder 15 Jahren, sollte also inzwischen verjährt sein. Ich war auch schon mal mit Erika Steinbach im Café und habe Kurt Waldheim in Wien besucht. Mein Gott, ich bin 50 Jahre im Showbusiness unterwegs, da kann man schon einiges ausgraben. Ich hätte noch mehr gefunden. Dass ich mich als AfD-Wähler “geoutet” hätte, ist Unsinn. Sie “outen” sich ja heute schon als AfD-Wähler wenn sie nicht der Meinung sind, dass es einen von Menschen gemachten Klimawandel gibt. Es gab auch witzige Reaktionen, zum Beispiel von meiner besonderen Freundin Sawsan Chebli. Die hat getwittert: “Und der sagt mir, ich hätte einen an der Klatsche”. Ich muss sagen, das ist eine wirklich coole Reaktion. Aus Frau Chebli und mir könnte noch was werden.

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Alle Kommentare

  1. Was wisst ihr Grünschnäbel von Nazis? Nix wisst ihr! Höcke, Poggenburg, Magnitz, das sind Witzfiguren, keine Nazis. Habt ihr eine Ahnung davon, wie das vor 30, 40 Jahren war in Deutschland? Da gab’s noch echte Nazis, massenhaft. All die alten Knacker, Typen, die in aller Öffentlichkeit darüber schwadroniert haben, dass das doch alles nicht so übel gewesen sei unter Adolf, da hätte wenigstens Zucht und Ordnung geherrscht, und die Judenvergasung hätte überhaupt nicht stattgefunden, das sei nur eine Erfindung der Amis. Sowas war damals noch nicht strafbar, die haben ihren Mist sogar in Leserbriefen in der Lokalzeitung verbreiten dürfen. Und wenn irgendwo jemand ein Hakenkreuz hingeschmiert hatte, blieb das monatelang, ohne dass sich irgendjemand öffentlich darüber aufgeregt hätte. Selbst in den Gewerkschaften gab es Nazis. Das war Realität in dem Kaff, in dem ich aufgewachsen bin, in Baden-Württemberg, 10 Jahre nach ’68, Filbinger- Ära. Erzählt mir nichts von Nazis.

  2. Willkommen im Nazi-Reich Deutschland!

    Es gibt in den Parteien und anderen Organisationen von AfD, CDU, GRÜNEN, LINKEN und FDP überall Nazis. Rote Nazis, GRÜNE-Nazis, schwarze Nazis, Gelbe Nazis und muslimische Nazis. Alle – die etwas gegen die Juden haben oder sie einfach hassen. Egal – was sie machen! Auch nicht zu vergessen sind Journalisten, Redakteure, Moderatoren und andere Rampensäue.

    Zwar muss man sie mit der Lupe suchen, aber man wird fündig werden, wenn man lang genug recherchiert. Broder hat einmal mehr bewiesen, wie wir Deutsche ticken. Wir befinden uns immer noch im Status des Demokratieaufbruchs. Wenn ich mir die französischen Debatten anschauen im ÖR, dann ist es eine andere Welt mit demokratischen Gepflogenheiten.

    Michael Wolffsohn (jüdischer Historiker sagte dem Radiosender: „Ja, es gibt Antisemiten in der AfD, aber eben nicht nur. Die Partei habe so etwa vor einer Woche als einzige im Bundestag die “amtsjüdische Position” vertreten, die Gründung eines Palästinenserstaates abzulehnen. Auch sei der jüdische Journalist Henryk Broder ja mit Applaus von der Bundestagsfraktion empfangen worden.” https://www.deutschlandfunk.de/erinnerungskultur-das-gedenken-geht-an-der-bevoelkerung.694.de.html?dram:article_id=439823

  3. Eine lesbische Frau mit Asiatischer Lebenspartnerin umarmt einen Polnisch-Deutschen Juden.
    Skandal!
    Wann?Das muss doch in der Nazizeit gewesen sein,oder?
    Na,merkt ihr Linken etwas?

  4. Nunja, zumindest scheint Herr Broder, angetreten zum Levitenlesen, mit einem Shitstorm gerechnet zu haben – sollte er nicht gar auf einen Shitstorm gesetzt haben.

    Schlangen, die in Schlangengruben übereinander herfallen…

    Vergelts Gott

  5. Sawsan Chebli – das infantile Dreirad des Primitiven und Niveaulosen, aber aus dieser Örtlichkeit ist die Konkurrenz diesbezüglich gerade sehr groß.
    Wenn trotz Migrationsquote, Frauenquote und Beauty-Experten dann so jemand nach oben gespült wird, dann sollte man wirklich über die Funktionsfähigkeit dieses Staates Gedanken machen.
    Das Ganze hirnlose Rumgetwittere von mit Steuergelder bezahlten Idioten in ehemals staatstragenden Posten ist beschämend. Warum benimmt sich diese ganze Regierungsbesetzung ständig so, als wären sie irgendwelche Schlampen vom Kiez, die andere dissen müssen?

  6. Willkommen im Wahlkampf.

    Die AfD braucht solche Werbung nicht wirklich. Sie muss nur geduldig zugucken, wie die Amtierenden versagen und den Finger in die Wunde legen.

  7. Ja- DAS BERÜHMTE FOTO! Darum geht es dem Mann, von morgens bis abends. SEIN Ruhm, SEINE Meinung, SEINE, Rhetorik…Alle Mittel sind bei IHM immer richtig.. Und zwar NUR BEI IHM… Alle anderen sind dumm, können nicht denken,
    verstehen alles falsch- und sind wahlweise Faschisten oder Kommunisten. Womit dann allesamt mundtot gemacht sind. Übrig bleibt dann immer ganz alleine – Hendryk der Erhabene, im Besitz sämtlicher ewigen Wahrheiten. Und das alles weil er sich als alter Links- Renegat nicht verzeihen kann , gegen den Verlag heftigst gewettert zu haben der ihn heute durchfüttert… ein wahrhaft großer Geist eben…

    1. hahahahaaa… wenn Du jetzt statt “Broder” Deine Lieblinge nimmst… dann kommt dasselbe raus… Deshalb ist Dein Bashing von Broder so dämlich.. Es lässt sich direkt umdrehen… und das ist auch gut so. Broder ist großartig.. und natürlich hat jeder – siehe Politiker und sonstige Wichtigleute inkl. Du – seine eigene Hybris. Sonst wären sie nicht in der Öffentlichkeit und scharf darauf sich alle zu präsentieren und herumzulabern. Aber Broder ist großartig und witzig und auf den Punkt… aber natürlich ein Selbstdarsteller. Gut so!

      1. Ach – wir kennen uns? Und Sie kennen meine Lieblinge ? Tja – große Enttäuschung- keiner dieser mehr oder minder begabten Welten- Erklärer- Schreiberlinge ist MEIN LIEBLING. Und auch keiner dieser Politik- Darsteller. In diesem sich penetrant selbst lobenden Provinz- Zirkus namens deutsche Publizistik/ Politik gibt es eben nur großmäulige Clowns wie Hendryk den Ersten und Leute die noch Dürftigeres absondern als er. Und jetzt Herr Tyll? Ich würde mal sagen : HEUL DOCH!

  8. Herr Broder,

    lassen Sie sich nur nicht von der Vereinigung aller extrakonstitutionell handelnden Personen in ihrer Gesamtheit, genannt Ersatzenkeltrickbetrügerbande, dauerhaft einschüchtern, denn wer persönlich selbst mangels selbstständigen Denkens auf diesen durchschaubaren Ersatzenkeltrick dauerhaft hereinfällt, disqualifiziert sich ohnehin nur selbst für höhere Führungsaufgaben in Zeiten des demographischen Wandels!

    So einfach ist das!

  9. Über Herrn Broders Rede vor den Bundestagsabgeordneten und vor allem das Photo mag man ja denken, was man will – mich hat vor allem überrascht, dass Frau Schebli anscheinend doch irgendwie mitkriegt, was die Bürger von ihr halten. Immerhin!

  10. Ich weiß nicht, wie es anderen Lesern ergeht, mich macht die Reaktion auf das Photo nur noch traurig. Es ist kaum zu leugnen, daß im Land etwas ganz gehörig außer Kontrolle geraten ist, aber eins ist sicher: Diese ganze Berichterstattung dreht sich um Nebensächlichkeiten, vielleicht um die wichtigen Dinge zu verstecken.

    1. Das ist wie 44, das Regime und die Speichellecker in Medien und den Schaltstellen der Macht realisieren langsam, ihre Zeit geht zu Ende und das schlechte Gewissen muss mit immer schrilleren Aktionen übertönt werden.

      Aus Angst vor dem totalen Macht- und Deutungsverlust befördert man so aber nur die Widerstandskräfte der neuen Rechten.

      Und die will ein anderes Land und wird jeden Tag entschlossener.

  11. Wird jetzt Henjo Broda,ein Pruefffall fuer den merkelischen “Verfassungs”schutz ??

  12. Broder for President! Ein großartiger Journalist, davon bräuchte es in Merkel-Deutschland viel mehr…

  13. Da wird eine Partei in Deutschland “rechtmäßig” seit Jahren von Millionen Deutschen gewählt – und jeder duckt sich vor ihr. Darf man “die” einladen? Darf man “die” im Fernsehen zeigen bzw. über sie berichten? Oder soll man “die” überall ausgrenzen?

    Nützt das was oder – noch besser – hat das in den vergangenen Monaten was genützt? NEIN, die nächsten Wahlen in Ost-Deutschland werden wieder deutliche Gewinne für “die” zeigen. Je mehr “die” von politischen Diskussionen rausgehalten werden, desto mehr wächst doch bei den Wählern der Unmut gegen die etablierten (welch tolles Wort) Parteien! Sollen sie doch bitte bei jeder Talkshow ihre Sicht der Dinge aufzeigen – trauen sich unsere Politiker und Moderatoren nicht, dagegen zu halten? Haben sie keine Argumente mehr? Haben die Angst vor denen? Sind “die” intelligenter und wortgewandter als unsere “gewohnten” Politiker? Bestimmt nicht

    Und dann kommt ein wortgewaltiger Journalist und hält dort eine für mich schon fast legendäre Rede (hat die jemand hier überhaupt gelesen, bevor er hier einen Kommentar abgibt?) und hält wunderbar “denen” den gesellschaftlichen Spiegel vor wie kein anderer zuvor.

    Und dass das Foto von “denen” genutzt wird, ist doch klar. Aber das zeigt doch ganz deutlich, dass selbst diese Partei mit Andersdenkenden redet bzw. ihnen zuhört. Das ist doch schon einmal ein Anfang!

    1. Bis zu Ihrem Kommentar hatte ich die Rede nicht gelesen, nach Ihrem Hinweis schon. Da hätte ich mich fast um einen echten Lesegenuss gebracht. Danke. Ja, ein alter Mann, dem keiner kann. Besonders gut fand ich den Hinweis, die AfD möge die Distanz zu Putinrussland deutlich vergrößern und die zu den US deutlich verringern. Denn die US sind weit mehr als Twitter-Trump. Und die einen bedrohen uns eher, während wir mit den anderen eher in einem gemeinsamen Schutzbündnis sind.

  14. Ist es wirklich wichtig, ob Broder AfD-Wähler ist? Dem Mann hört doch eh kaum noch einer zu. Deshalb einen Shitstorm zu veranstalten? Lächerlich! Lasst ihn auf seine alten Tage reden, mit wem er will. Alles, was er sagt, ist so wichtig wie der berühmte Sack Reis, der in China umgefallen ist.

    1. Ha ha ha! Köstlich Ihr Kommentar. Wechseln Sie doch bitte gleich zu YOUTUBE oder DIE WELT und schauen sich unter Broders “Filmen” bzw. Artikeln die Aufrufzähler an. Ja, ja, “dem hört doch eh kaum noch einer zu”! Ha ha ha!

    2. Das hätt’ste gerne Ingo Stein, was Du hier zusammenlaberst. Broder ist einer, den viele lesen, lieben und großartig finden. Dein mieser Versuch, den Mann schlecht zu reden oder als unwichtig zu bezeichnen, läuft ins Leere. Und das ist gut so, denn hinter Deinen unverschämten Zeilen steht ja nur, dass der Broder Dich so richtig ärgert.. Das ist noch großartiger.. dass Leute wie Du dem Mann nichts anhaben können. Wäre er nicht Jude würdet Ihr ihn vermutlich aufhängen oder so.. wie wär’s mit KZ? Genau SO liest sich das.

    1. @Minimax: Damit haben Sie sich als Feind der Meinungsfreiheit geoutet und wandeln direkt auf den Pfaden der Nazis. Selbstgespräche sind für Sie ab jetzt tabu.

      1. Wieso hat er „sich als Feind der Meinungsfreiheit geoutet“? Er nutzt sie doch, und so kann er auch nicht „direkt auf den Pfaden der Nazis“ wandeln, bei denen gab es die nämlich bekanntlich nicht! Selbstgespräche können Sie führen, aber Kommentare sind für Sie ab jetzt tabu.

    2. Ach Minimax… haste noch nicht begriffen, dass nicht jeder ein Nazi ist, den Pfeifffen wie Du dazu erklären? Es ist eine Schande, dass ihr überhaupt den Nazi-Vergleich permanent benützt. Ihr verharmlost damit den Holocaust und alles, was die echten “Nazis” gemacht haben, indem Ihr diese Vergleiche zur Diskreditierung für Jedermann und Jederfrau in Deutschland zieht, deren Meinung IHR nicht hören wollt. Ihr seid dabei ja “vorsichtig”… sprecht meist nicht direkt eine Person an, sondern benützt den Begriff vage und inflationär. So wie Du hier unter dem Deckmantel des Interviews mit Broder Deinen Rotz ablieferst. Jeder und jede die Ihr erkennbar direkt ansprecht, sollte Euch sofort anzeigen. Dem streitbaren Juden Broder seine Entscheidung abzusprechen, eine Rede vor der AfD zu halten, ist nicht nur grenzwertig sondern eine Diskriminierung und maximal dumm.

      1. Wer nichts weiß und nichts kann, kann eben nur NAZI rufen!
        Komme aus einem kleinen Dorf, ca. 40 km von Ausschwitz und glaube den heutigen Märchenerzählern kein Wort! Sie sind alle keine Zeitzeugen und wissen es nur von Dritten!

      2. Woran erkennt man einen Nazi?
        Er empört sich über die Verwendung des Wortes.

        Nichts schmerzt einen Nazi mehr, als wenn er beim Namen gerufen wird…

      3. Ich rate Ihnen zu einem guten Frühstück. Dann sieht die Welt wieder ganz anders aus.

        Die “A”fd ist ein rechtsnationaler Sumpf. Wer sich dort suhlt, darf sich nicht wundern, wenn sich andere angewidert die Nase zuhalten. Die Infantile Lust zu provozieren rechtfertigt jedenfalls nicht jeden Stunt.

    3. Richtig! Weiß nur nicht, was dieser Kommentar hier für einen Sinn macht? Vielleicht im Artikel verrutscht?
      Eines haben Sie noch vergessen, in Ihren Aufzählungen, “Mit Stalinisten (Grünen zB.) reden”. Das könnte ich dann in der Gesamtheit unterstreichen. 😉

    4. Aber Hirn sollte er haben, Hirn!

      Bei manchen wird das leider durch – vermeintliche – Haltung ersetzt.

    5. Passender wäre:

      Mit Rassisten reden
      Vor Rassisten reden
      Für Rassisten reden

      keine Ahnung wieviel Nazis es in der AFD gibt, nach Rassisten muss man nicht lange suchen. Von der Parteispitze bis hin zur Basis ist die Auswahl riesig.

      1. Rassismus gegen Deutsche wird von Linken ja bevorzugt. Da darf dann gerne auch gemessert, vergewaltigt, getötet, in Brand gesetzt, zensiert und gebrandschatzt werden. Genau aus Hitlers Handbuch das die Linken Buchstabe für Buchstabe befolgen. Ach ja. 1,6 Milliarden Muslime sind eine Minderheit weil es ja schon 78 Millionen Deutsche gibt. Die Grüne Jugend fordert den Kapitalismus abzuschaffen. Dann sind wir wieder im Jahr 1000 vor Chr. und die Muslime sind uns 1800 Jahre voraus. Leider gibt es aber noch Menschen mit Verstand. Diese wählen dann die Gegenwart, also AfD.

      2. @wolfgang bartels – das ist ja ne amtliche paranoia, die da in ihrem kopf wütet. sie armer mensch. am besten hat mir dann aber das ende in ihrem post gefallen: menschen mit verstand wählen die gegenwart, also die afd.
        das war wirklich ein grosser lacher. schön!

      1. Welche Nazis? Die vom Hitler? Oder wen meinst Du? Sprich Dich aus… so dass man Dich auch verstehen kann. WEN MEINST DU mit “Nazis”? Diejenigen, die Juden hassen? Also viele Muslime? Oder wen sonst? Schwierig nicht wahr. Dann tritt mal auf… gegen “Deine Nazis”…

    6. Dazu ein Zitat:
      “Wer heutzutage in einer politischen Debatte den Begriff “Nazi” gegen wen auch immer ins Feld führt, ist aus ethischer Sicht ein Lump, aus historischer Sicht ein Verharmloser und aus intellektueller Sicht
      eine Null!”
      Michael Klonovsky

      1. Selten so einen verharmlosenden und ablenkenden Quatsch gelesen! Als einen Nazi bezeichnet man einen Anhänger und Verfechter der Diktatur der Nationalsozialisten mit all ihren Schrecken, und solche gibt es auch heute noch und wieder. Dazu sollte man übrigens auch wissen, wer Michael Klonovsky ist: Ex-Berater von Frauke Petry, jetzt persönlicher Referent des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag Alexander Gauland.

        Wer heute die nationalsozialistische Diktatur verharmlost, deren Schrecken verleugnet und sie wieder herbeisehnt, ist ein Nazi. Punkt.

      2. Ach nee, das Zitat ist von einem ehemaligen Gabelstaplerfahrer, heute bekannt auch als Gauland-Flüsterer. Das ist also die intellektuelle Denkfabrik der Neunazis…

  15. Sooo herrlich! Bravo Henryk M. Broder. Dieses Interview ist einfach grooooßartig. Ich habe mich weg geschmissen! Gratulation Meedia!

  16. Wegen des Essens heißt es, nicht “wegen dem Essen”. Aber im deutschnationalen Sumpf hat man’s nicht so mit der deutschen Sprache.

    1. Ich wollte ja nicht beckmessern, aber wenn Sie damit schon anfangen: In “Nur wegen einem banalen Bild brach die Empörung los” muss es “wegen eines banalen Bildes” heißen. Aber der Dativ ist bekanntlich dem Genitiv sein Tod. Da nun aber zunehmend das sog. Gendersternchen “hof”fähig gemacht wird (Hannover , soweit ich weiß) und auch geklärt ist, wie man es ausspricht (durch eine Betonungspause), sollten jedenfalls mindestens die Freunde der deutschen Sprache sie korrekt anwenden, so lange es sie noch gibt. Mir tut das mit dem Dativ (s. o.) jedenfalls noch weh (Aua!), wenn ich es lese.

    2. Seltsam,
      gerade die Grünen (und die anderen linken Socken) stehen doch für die sogenannte “Leichte Sprache”.
      Da müsste ihnen dann doch das Herz aufgehen!
      Aber die rotgrünen Socken haben es ja nicht so mit reflektierendem Denken…

      1. Seltsam,
        es sind gerade andere Menschen, die auf die (nicht „sogenannte“, sondern wirkliche) Leichte Sprache stehen, als „gerade die Grünen (und die anderen linken Socken)”!
        Und was hat die Leichte Sprache mit dem Dativ-/Genitiv-Grammatikfehler zu tun?
        Aber die braun-blauen Socken haben es ja nicht so mit den Zusammenhängen …

  17. Naivität macht einen Menschen sympathisch. Gespielte Naivität führt zum Gegenteil. Übrigens in Wort und Bild. Vielleicht hätte Herr Broder von seiner bucket list erst mal den Punkt Swinger Club abarbeiten sollen. Vorzugsweise ohne Foto.

  18. Tja, wie also umgehen mit der Situation? Den Broder mit dem üblichen Nazidreck zu bewerfen geht ja nicht, – der Mann ist schließlich Jude. Also hat man eine Taktik gewählt, die dann aber genauso in das Leere ging.
    Der Wortlaut in etwa: “Der Broder ist einer von uns! Für das Foto mit der Weidel schämt er sich! Alles nur ein Missverständniss!” etc, etc..
    Nein!!, – so ist es leider nicht für euch, liebe Mainstream Politiker und Journalisten. Der Broder ist überhaupt keiner von euch! Und wer ihm zuhört, der weiss das auch.Dieser Mann zeigt euch mit seiner genialen Ironie und seinem wunderbaren Sarkasmus eueren gemeinsamen “alternativlosen” Weg in das Verderben auf. Und zerlegt euch in kleine, unappetitlich Fliletstückchen.Gut so! Ich liebe Ihn dafür!

    1. Bitte genau zuhören, es geht darum, was seine Familie bei den letzten Wahlen gewählt hat. Da zählt er dann drei Parteien auf (SPD, CDU, AfD). Das Interview ist übrigens vom Oktober 2013.

  19. Weidel, Sarrazin, Broder, Berger …

    solange das Ego geschmeichelt wird und der Geldbeutel stimmt, ist fischen im rechten Teich Teil des Geschäfts.

    … alles nur Lügenshow

    1. Was für ein Blödsinn! Wollen Sie provozieren, oder glauben Sie das wirklich selber?
      Gerade bei Berger ist diese Aussage hirnrissig. Er hatte beim Vatikan einen riesen Erfolg und brauchte sich über Geld keine Sorgen machen. Er durfte sogar schwul leben, es nur nicht an die große Glocke hängen.
      Und auch sein Job bei der Schwulenzeitschrift “Männer” war alles andere als unlukrativ, zumal er auch noch für andere Namhafte Zeitungen wie “Die Zeit”, “Cicero” und andere schrieb. Seine Regierungs- und Medien-kritischen Äußerungen und die Nähe zur AfD haben ihm alles andere als einen vollen Geldbeutel und eine größere Beliebtheit eingebracht, was man eben für sein Ego braucht, eingebracht.
      Ebenso sieht es mit Broder aus, würde er sich genauso für die Regierung und für die Mainstreampresse einsetzen und gegen die AfD hetzen, er wäre wohl der beliebteste Mann, welcher ich Talkshows nur so rumgereicht würde und dauerhaft in der Mainstreampresse zitiert.
      Vielleicht sollten Sie einmal mehr nachdenken, bevor Sie so einen Tinnef schreiben.
      Alle 4 Personen, welche Sie hier nennen, sind reine Idealisten, welche aus dem Herzen und aus ihrem unbestechlichen Verstand aus agieren. Sie sollten mal eher in Richtung der Grünen und ihren Stalinisten schauen, da würde solche Behauptung wohl eher Treffer finden.
      Meine Empfehlung wäre, die Rede von Broder mal anzuhören, gehe nämlich davon aus, dass Sie genau das nämlich nicht gemacht haben, sondern lieber mit Vorurteilen arbeiten, wenn sie ins Konzept passen.

      1. Wer Herrn Broder aus seiner Kölner Zeit oder von den St. Pauli Nachrichten kennt.
        Wer Herrn Berger noch zu seiner Zeit als radikalen fundamentalistischen Katholiken kennt.
        Wer Herrn Sarrazin aus seiner Zeit bei der Eberstitung kennt.
        Der kann nur sagen:
        Sie haben eigentlich nie ihre Position wirklich geändert, nur die Vorzeichen setzen sie nun anders, aber letztlich ging es immer nur um sie selbst.
        Wenn sie das Idealismus nennen wollen, na dann viel Spaß.

      2. Broder und Stalinisten – sehr gutes Stichwort… Denn er ist ein Meinungs- Stalinist reinsten Wassers. Dem Wahn verfallen, nur er wüsste, wo es langgeht. Glaubt das mal schön weiter.

      3. Gabriel- so sind sie -die Renegaten ! Völlig zu Recht zutiefst verachtet ! Mäntelchen umhängen- bei Springer unterkriechen – wo ja auch schon der St. Pauli – Aust seine neue Heimat gefunden hat. Diesen Verlag konnten die zwei früher gar nicht genug beschimpfen!

  20. Zehn Journalisten vom Kaliber eines Broder bei den Öffis und die Welt wäre wieder in Ordnung.

    1. Klar- und die Erde ist ne Scheibe! Der eitle Laffe soll schön weiter
      bei Springer kläffen… (den er ja früher nicht genug beschimpfen konnte) .

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