Partner von:
Anzeige

MEEDIA-Leser-Check: Wer liest den stern? Das Magazin in der detaillierten MA-Analyse – mit Vergleich zum Spiegel

meedia-stern-agma.jpg

Im Auftakt zur neuen MEEDIA-Reihe "Leser-Check" haben wir auf Basis aktueller MA-Zahlen analyisert, dass die typische Leserschaft des Spiegels sehr männlich, 40 bis 59 Jahre alt und gut gebildet ist – und fast ausschließlich aus den alten Bundesländern kommt. Wie sieht es in den identischen Statistiken beim stern aus? Ist seine Leserschaft weiblicher und jünger? Und wird der stern auch im Osten gelesen? Tatsächlich gibt es zwischen den Magazinen viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige interessante Unterschiede.

Anzeige

5,75 Mio. Menschen aus der über-14-jährigen deutschsprachigen Bevölkerung lesen der neuesten ma Pressemedien zufolge den stern. Das sind 740.000 weniger als vor einem Jahr und sogar 1,41 Mio. weniger als vor zwei Jahren, als die stern-Reichweite noch bei 7,16 Mio. pro Ausgabe lag. Mit 5,75 Mio. liegt der stern dennoch knapp vor dem Spiegel (5,64 Mio.). Die größere Reichweite gegenüber dem Hamburger Konkurrenten geht vor allem auf das Konto der Frauen: Mit 2,19 Mio. lesen deutlich mehr Frauen den stern als den Spiegel (1,53 Mio.). Umgekehrt führt Der Spiegel dementsprechend mit 4,11 Mio. zu 3,56 Mio. bei den Männern. Betrachtet man den langfristigen 5-Jahres-Trend, so wird jedoch auch das stern-Publikum männlicher. Leser verloren hat das Magazin seit 2014 bei beiden Geschlechtern, prozentual gesehen schrumpfte der Frauen-Anteil aber von 41% auf 38%.

stern-Leser werden immer älter, aber auch der Anteil der Teenies wächst

In der Altersstruktur gleichen sich die Leserschaften von stern und Spiegel sehr. Auch beim stern sind die Über-40-Jährigen gegenüber der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich vertreten, kommen 39% aus der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen. Ein kleiner, aber interessanter Unterschied: Befinden sich nur 2% der Spiegel-Leserschaft in der Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen, sind es beim stern 4%. Und: Dieser Anteil wuchs in den vergangenen fünf Jahren sogar gegen den Trend von 3% auf 4%. Ansonsten vergrößerte sich der Anteil lediglich noch bei den Über 60-Jährigen – so wie beim Spiegel. Insgesamt wird also auch das stern-Publikum trotz der 14- bis 19-Jährigen unter den Lesern immer älter.

Größere Unterschiede zwischen den beiden Hamburger Zeitschriften gibt es beim Thema Bildung. Hat die Mehrheit der Spiegel-Leser (58%) eine Fach- oder Hochschulreife, sind es beim stern nur 42%. Stattdessen ist hier der Anteil derjenigen, die einen Hauptschulabschluss mit Lehre oder eine Mittlere Reife haben, mit 52% deutlich größer als beim Spiegel (39%). Dennoch ist auch der stern-Leser im Durchschnitt besser gebildet als die Gesamtbevölkerung: Dort gibt es unter den Über-14-Jährigen nur 31% mit Fach- oder Hochschulreife.

Viele Facharbeiter, hohes Einkommen
Anzeige

Ähnlich sieht es hingegen wiederum bei der Berufstätigkeit aus: 64% der stern-Leser sind berufstätig, 25% sind Rentner. Beim Spiegel liegen diese Zahlen mit 66% und 24% fast auf identischem Niveau. Unterschiede gibt es dann aber wieder beim Beruf: Unter den stern-Lesern finden sich weniger Selbstständige und Freiberufler, sowie leitende Angestellte und Beamte als beim Spiegel, dafür ist der Anteil der Facharbeiter größer. Die stern-Leserschaft bildet beim Berufsstatus etwas besser den Querschnitt der Bevölkerung ab als die des Spiegels. Das gilt auch für das Haushalts-Netto-Einkommen – auch wenn hier wie beim Spiegel der Anteil derjenigen mit mehr als 5.000 Euro pro Monat größer ist als in der Grundgesamtheit. Beim stern sind es 21%, beim Spiegel 25%, insgesamt nur 14%. Keine großen Unterschiede gegenüber dem Spiegel gibt es bei der Haushaltsgröße und der Zahl der Kinder im Haushalt. Einzige Auffälligkeit: In der stern-Leserschaft finden sich etwas mehr 2-Personen-Haushalte und etwas weniger Single-Haushalte als in der des Spiegels.

Noch weniger Leser im Osten als beim Spiegel

Bei den Regionen, aus denen die stern-Leser kommen, gibt es im Norden einen größeren Schwerpunkt als beim Spiegel: 21% der stern-Leser kommen aus dem Nielsengebiet 1, also den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein. Beim Spiegel sind es nur 17%, in der Gesamtbevölkerung 16%. Dafür erreicht der stern deutlich weniger Leute im Nielsengebiet 3a, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland. 13% der stern-Leser kommen hierher, beim Spiegel sind es 18%. Ob das womöglich auch an potenziell mehr Firmen-Abos in der Metropole Frankfurt liegt, lässt sind anhand der Zahlen nicht sagen. Schaut man auf die alten Bundesländer und auf die, die 1990 dazu gekommen sind, so zeigt sich, dass der stern in den neueren Ländern noch weniger Leser hat als Der Spiegel: nur 7% gegenüber 8%. In der Gesamtbevölkerung stammen aber 16% der Über-14-Jährigen hierher. Die alten West-Magazine sind also immer noch alte West-Magazine.

Zusammenfassend sind also auch stern-Leser meist 40 bis 59 Jahre alt und Männer, auch wenn mehr Frauen dabei sind als beim Spiegel. Die stern-Leserschaft ist überdurchschnittlich gebildet, aber weniger überdurchschnittlich als die des Spiegels. Der typische stern-Leser ist normaler Angestellter oder Facharbeiter, verdient in seinem 2-Personen-Haushalt mehr als 3.000 Euro, oft sogar mehr als 5.000 Euro. Er wohnt häufig im Norden der Republik und nur sehr selten im Osten.

Zu allen Teilen des “Leser-Checks” gelangen Sie jederzeit mit diesem Link.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia