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“Ich bin ein Punk”: Twitter-CEO Jack Dorsey redet sich in Rolling Stone-Interview um Kopf und Kragen

Twitter-CEO Jack Dorsey
Twitter-CEO Jack Dorsey

Twitter ist wohl die kontroverseste Social Media-Plattform der Welt – was nicht zuletzt an CEO Jack Dorsey selbst liegt. In einem weitreichenden Interview mit dem Rolling Stone Magazine verteidigte der 42-Jährige die Arbeitsteilung zwischen seinen beiden Unternehmen Twitter und Square, seinen umstrittenen Trip nach Myanmar – und verriet, wie ihm Mark Zuckerberg einst eine Ziege servierte, die er selbst erlegt hatte.

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Im vergangenen Dezember leistete sich der viereinhalbfache Dollar-Milliardär Jack Dorsey zu seinem 42. Geburtstag einen ziemlich außergewöhnlichen Trip nach Myanmar. Womit Dorsey wohl nicht gerechnet hatte: Seine darauf folgende selbstreflexive Reisebeschreibung bei vollkommener Ausklammerung des politischen Kontextes (nach UN-Einschätzung wird in Myanmar seit 2017 Völkermord an der muslimischen Minderheit der Rohingya begangen) löste einen heftigen Shitstorm aus.

In einem weitreichenden Interview mit dem Rolling Stone Magazine verteidigte Dorsey nun seinen 10-Tagestrip. “Man muss sich auch den unangenehmen Dingern stellen. (…) Ich bin dorthin gefahren, um zu meditieren. Ich plane, im nächsten Jahr wiederzukommen und im Jahr darauf auch.” Der Twitter-CEO stellte zudem fest, dass sein 280-Zeichendienst im südostasiatischen Staat praktisch keine Rolle spiele. “Facebook ist das Internet dort.”

Mark Zuckerberg servierte persönlich erlegte Ziege

Angesprochen auf das weltgrößte Social Network, gewährte Dorsey einige höchst interessante Einblicke in sein Verhältnis zu Mark Zuckerberg, den der Twitter-CEO offenbar regelmäßig trifft und für einen “sehr, sehr smarten Geschäftsmann” hält.

Das bizarrste Zusammentreffen ereignete sich 2011, als Zuckerberg in seiner Jahresherausforderung das Ziel ausgegeben hatte, nur noch Tiere zu essen, die er persönlich erlegt hatte. Also servierte Zuckerberg Dorsey eine Ziege, die er zuvor mit “einer Laserpistole und dann einem Messer” getötet hatte. Nach dreißig Minuten servierte der Facebook-CEO dem Twitter-Gründer die im Ofen zubereitete Ziege, die jedoch kalt war. “Ich habe nur den Salat gegessen”, bekannte Dorsey.

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Dorsey will weiter Twitter und Square gleichzeitig führen

Andere Erkenntnisse betrafen die Arbeitsmoral des 42-Jährigen, der seit 2015 seine beiden börsengelisteten Firmen als CEO führt – Twitter als auch den Bezahldienst Square. In absehbarer Zeit wolle Dorsey am Doppeljob nichts ändern: “Ich will zeigen, dass es möglich ist”, machte Dorsey deutlich. Das Erfolgsgeheimnis des Seriengründers: “Ich sehe am Ende wenig fern.”

Angesprochen auf den Dauervorwurf, dass Twitter nicht konsequent genug gegen Hassrede, Belästigungen und Mobbing vorgehe, räumte Dorsey ein: “Wir müssen proaktiver sein.” An der Wall Street kam Dorseys Rolling Stone-Beichte, in der er auch gestand “ein Punk” zu sein, nicht gut an: Die Twitter-Aktie büßte in Reaktion auf das Interview vier Prozent an Wert ein.

 

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