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iCar-Pläne immer unwahrscheinlicher: Apple feuert 200 Mitarbeiter seiner geheimen Elektroauto-Unit

Seit Jahren wird über Apples iCar-Pläne spekuliert. Im Bild Apple -CEO Tim Cook
Seit Jahren wird über Apples iCar-Pläne spekuliert. Im Bild Apple -CEO Tim Cook Foto: dpa

Es sollte das nächste große Ding für die Zeit nach dem iPhone werden: Seit etwa fünf Jahren soll Apple am Großprojekt um das autonome Fahren arbeiten. Dass der Techpionier aber tatsächlich einmal ein eigenes Auto auf den Markt bringt, scheint nach den jahrelangen Rückschlägen unwahrscheinlicher denn je. Wie der Finanzinformationsdienst CNBC berichtet, habe Apple in seiner Sparte rund ums autonome Fahren 200 Mitarbeitern gekündigt.

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Die Anzeichen, dass sich Apples autonomes Auto-Projekt in der Krise befindet, sind bereits drei Jahre alt. Im Januar 2016 wurde bekannt, dass der Entwicklungschef von Apples geheimer Konzern-Unit “Titan”, Steve Zadesky, den Techpionier nach 17 Jahren überraschend verlassen würde. Zwei Tage später folgte die nächste Hiobsbotschaft.

Nachdem sich Designchef Jony Ive “enttäuscht” über die bislang gemachten Fortschritte und die eingeschlagene Richtung gezeigt hatte, würde das Projekt gar am Scheideweg stehen. Nach exzessiven Verpflichtungen folgte der Einstellungsstopp.

Apple feuert 200 Mitarbeiter im Project Titan

Seitdem befindet sich das Project Titan auf Schlingerfahrt. Ob das aus dem Ruhestand reaktivierte Apple-Urgestein Bob Mansfield, der das Project Titan inzwischen mit dem ehemaligen Tesla-Manager Doug Field leitet, Apples autonome Auto-Pläne auf Kurs bringen kann, scheint ungewisser denn je.

Wie der Finanzinformationsdienst CNBC heute berichtet, ist aus dem Einstellungsstopp eine Kündigungsrunde geworden. So habe Apple diese Woche 200 Mitarbeitern im Project Titan gekündigt und andere Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt.

“Wir glauben weiter, dass in autonomen (Fahr-)Systemen eine große Chance liegt, Apple in dieser Hinsicht einzigartige Fähigkeiten besitzt und dass dies das ambitionierteste Projekt im Bereich des maschinellen Lernens aller Zeiten ist”, erklärte ein Apple-Sprecher gegenüber CNBC.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak skeptisch: “Glaube nicht an selbstfahrende Autos”
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Nach der Restrukturierung der autonomen Auto-Unit soll Apple das Projekt bereits vor Jahren in Richtung der Softwareentwicklung verlagert und die Baupläne eines Elektro- und später selbstfahrenden Autos zunächst verworfen haben.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak hatte sich zum Traum vom autonomen Fahren im vergangenen November erst skeptisch geäußert.  “Ich glaube nicht an selbstfahrende Autos”, erklärte Wozniak seinerzeit gegenüber dem Finanzsender CNBC, “sie sind zurzeit nicht möglich”.

Google-Tochter Waymo bietet seit Dezember in Phönix, Arizona Robotertaxis an

Für Apples Erzrivalen Google scheint die Einschränkung allerdings nicht zu gelten. Die frühere Google-Division für autonomes Fahren, die unter dem Namen Waymo als eigenständiges Unternehmen in der Holdingstruktur von Alphabet ausgegliedert wurde, hat den Betrieb eines autonomen Fahrdienstes bereits gestartet – wenn auch nur in sehr begrenztem Umfang.

So bietet Waymo in den Vororten von Phönix, Arizona, im Umkreis von 100 Quadratkilometern seit Anfang Dezember seine Robotertaxis an – und konkurriert damit direkt gegen Uber und Lyft, die wieder auf Menschen hinterm Steuer setzen.

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