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Buzzfeed in der Krise: US-Medienhaus kündigt laut Medienbericht 200 Mitarbeitern

Musste seinen Mitarbeitern die Entlassungen mitteilen: Buzzfeed-CEO Jonah Peretti
Musste seinen Mitarbeitern die Entlassungen mitteilen: Buzzfeed-CEO Jonah Peretti

Das Digitalmedium Buzzfeed plant laut einem Bericht der New York Times 15 Prozent seiner Belegschaft zu kündigen, rund 200 Mitarbeiter. Betroffen sei auch die internationale Version sowie der News-Ableger des Medienhauses, schreibt die NYT. Sinkende Werbeeinnahmen und hohe laufende Kosten machten dem Unternehmen zuletzt zu schaffen. Mit dem Schritt hofft Buzzfeed-CEO Jonah Peretti, die Plattform nun profitabel zu machen.

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Zuletzt sei der Umsatz laut der NYT zwar um 15 Prozent gestiegen, Geld wirft das vor allem durch Investoren angetriebene Unternehmen aber immer noch nicht ab. In einer internen Mail an die Mitarbeiter, die sowohl der NYT als auch dem US-Portal Techcrunch vorliegt, schreibt CEO Peretti:

Umsatzwachstum alleine ist langfristig leider nicht genug, um erfolgreich zu sein. Durch die Umstrukturierung, die wir vornehmen werden, wollen wir unsere Kosten senken und das Betriebsmodell verbessern. Damit können wir künftig unsere Ziele selbst entwickeln und kontrollieren, ohne jemals wieder auf externe Investoren angewiesen zu sein.

Schon in der Vergangenheit hat Buzzfeed, mithin eines der größten rein digitalen Medienhäuser, an der Dominanz von Google und Facebook auf dem Werbemarkt gelitten. Das führte 2017 etwa dazu, dass Buzzfeed seine Umsatzziele um 15 bis 20 Prozent verfehlte und in den USA und in Großbritannien rund 100 Mitarbeiter entlassen musste.

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Buzzfeed hat derzeit über 1.300 Beschäftigte und konnte im vergangenen Jahr 300 Millionen Dollar Umsatz generieren. Etwa 500 Millionen Dollar Risikokapital hat die Plattform eingesammelt, 400 Millionen davon stammen vom Medienunternehmen NBCUniversal.

Der Stellenabbau soll laut der internen Nachricht nächste Woche beginnen. Auch die internationale Version sowie der Ableger Buzzfeed News sollen betroffen sein. Buzzfeed News war erst kürzlich mit einer Enthüllungsstory über Michael Cohen, den ehemaligen Anwalt von US-Präsident Donald Trump, in die Schlagzeilen geraten. Das Portal berichtete, dass Trump Cohen zum Lügen vor dem US-Kongress angewiesen habe. Sonderermittler Robert Mueller, der mögliche Russland-Verbindungen Trumps untersucht, hat den Kern der Story in einer ungewöhnlichen Stellungnahme jedoch dementiert.

Auf Nachfrage von MEEDIA wollte sich eine Buzzfeed-Sprecherin nicht zu der Geschichte äußern. Unklar bleibt daher auch, ob europäische oder deutsche Mitarbeiter des Unternehmens betroffen sind.

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