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9 Mio. sehen bedeutungsloses Handball-WM-Spiel, Sat.1 auf dem Weg in die zweite Privat-TV-Liga

Handball-WM-Spiel Deutschland-Spanien
Handball-WM-Spiel Deutschland-Spanien

Die Handball-WM bleibt ein Straßenfeger. Auch wenn es im letzten Hauptrundenspiel des deutschen Teams gegen Spanien um nichts mehr ging, weil man sich schon für das Halbfinale qualifiziert hatte, sahen 9,09 Mio. im Ersten zu. Der schärfste Prime-Time-Konkurrent "Mord geht immer" erreichte im ZDF nur die Hälfte, RTLs "Ich bin ein Star" später am Abend wieder knapp über 5 Mio. Verlierer des Tages: Sat.1.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. Handball-WM holt doppelt so viele Zuschauer wie der erste Prime-Time-Konkurrent

9,09 Mio. Sport-Fans sahen am Mittwochabend also den Sieg des deutschen Handball-Teams im letzten Hauptrundenspiel gegen Spanien. Obwohl es wegen der schon vorher fest gestandenen Halbfinal-Qualifikation um nichts mehr ging, eine herausragende Zuschauerzahl. Der erste direkte Prime-Time-Konkurrent, ZDF-Krimi “Mord geht immer: Der Koch ist tot” erreichte 4,52 Mio., also nur etwa die Hälfte des Handball-Publikums. Ähnlich sieht es bei den Marktanteilen aus: Der Handball erreichte grandiose 27,2%, der Krimi solide 13,5%.

2. Keine Überraschungen mehr bei den “Ich bin ein Star”-Quoten

Zwischen die beiden Prime-Time-Konkurrenten von ARD und ZDF schob sich in den Tages-Charts u.a. noch die RTL-Show “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus”: 5,12 Mio. sahen ab 22.15 Uhr zu – 23,4%. Das sind Zahlen, die fast genau auf dem aktuellen Staffel-Durchschnitt (5,20 Mio. / 23,6%) liegen, sowie auf dem Niveau des entsprechenden Mittwochs des Vorjahres (5,21 Mio. / 23,5%). Ähnliches gilt für die 14- bis 49-Jährigen: Mit 2,47 Mio. 14- bis 49-Jährigen (33,8%) gab es Platz 2 in den Tages-Charts hinter dem Handball (2,64 Mio. / 23,9%), sowie Zuschauerzahlen auf dem Niveau der aktuellen Staffel und des Vorjahres-Mittwochs.

3. Katastrophen-Abend für Sat.1, auch ProSieben unter Soll

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Während RTL auch um 20.15 Uhr mit dem “Bachelor” und 1,65 Mio. 14- bis 49-Jährigen, bzw. 15,4% gegen den Handball bestehen konnte, lief es für ProSieben und Sat.1 alles anderes als gut. ProSieben erreichte mit “Spy – Susan Cooper Undercover” immerhin noch 770.000 junge Menschen und 7,6%, mit “Miss Undersover” und 390.000 ab 22.45 Uhr sann sogar 8,8%. Sat.1 hingegen blieb mit “Plötzlich arm, plötzlich reich” schon um 20.15 Uhr bei miserablen 5,2% hängen, danach stürzten die “Sat.1 Reportage” und das “akte 20.19 Spezial” sogar auf völlig indiskutable 2,3% und 2,8%. Auch am Vorabend lief es mit 3,1% bis 4,5% für “Endlich Feierabend!”, “Die Ruhrpottwache” und “Wie genial ist das den?!” nicht gut. Der Tages-Marktanteil lag mit 5,5% nur minimal über dem von kabel eins, im Monats-Mittel steuert Sat.1 mit 7,1% auf ein historisches Tief zu.

4. RTL II punktet mit den “Wollnys”, kabel eins trotzt dem Handball mit Dwayne Johnson

Richtig gut lief es um 20.15 Uhr für RTL II: 760.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich dort diesmal für den Dauerbrenner “Die Wollnys”, der Marktanteil lag damit bei 7,0%. Ab 22.15 Uhr ging es aber auch für RTL II gegen den Dschungel nach unten – auf 3,9% für “Wir bekommen dein Baby”. kabel eins kann ebenfalls zufrieden sein: “Die Jagd zum magischen Berg” erzielte um 20.15 Uhr mit 570.000 jungen Zuschauern ordentliche 5,4%. Erst dahinter folgt die Vox-Serie “Outlander” mit nur 4,7% und 4,8% für die beiden neuesten Folgen.

5. Zwei starke Quoten für “Ein starkes Team”

Mehr Zuschauer als Sat.1, ProSieben, Vox, RTL II und kabel eins erreichte um 20.15 Uhr zdf_neo: “EIn starkes Team” sahen dort 1,59 Mio. Menschen – stolze 4,7%. Eine weitere Folge erreichte ab 21.45 Uhr 1,43 Mio. und 5,6%. Über die Mio.-Marke sprangen in der Prime Time auch noch die “Expeditionen ins Tierreich” des NDR Fernsehens mit 1,01 Mio. Sehern und guten 3,0%, der WDR punktete mit “Markt” und “Doc Esser”, sowie Zahlen von 880.000 und 910.000, bzw. 2,6% und 2,7%.

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Alle Kommentare

  1. “9,09 Mio. Sport-Fans sahen am Mittwochabend also den Sieg des deutschen Handball-Teams im letzten Hauptrundenspiel gegen Spanien. Obwohl es wegen der schon vorher fest gestandenen Halbfinal-Qualifikation um nichts mehr ging…”

    Dieser Satz offenbart leider die journalistische Unkenntnis oder Arroganz, mit der dem Handball in Deutschland begegnet wird. Würde man bei ähnlichem Modus im Fußball auch schreiben, dass es “um nichts mehr geht”, wenn durch die Entscheidung um Gruppensieg oder Gruppenzweiter der nächste Gegner Brasilien oder Costa Rica heissen könnte?

    1. Da zitiere ich doch mal den Teamkoordinator Oliver Roggisch, der in der Halbzeitpause des Spiels auf die Interview-Frage, welcher Halbfinalgegener ihm lieber sei, Dänemark oder Norwegen, sinngemäß antwortete: Wenn wir Weltmeister werden wollen, müssen wir eh beide schlagen, also ist es mir egal, gegen wen wir im Halbfinale spielen. Aber vielleicht ist ja auch Roggisch “arrogant gegenüber dem Handball in Deutschland”.

      1. Sorry, aber den Satz “wer Weltmeister werden will, muss alle schlagen” würde auch Jogi Löw benutzen. Was sollte er auch anderes sagen? Und dennoch würde jeder wissen, dass es in Wirklichkeit nicht “egal” ist, gegen wen man in den einzelnen Runden spielen muss, um dann im Finale natürlich “jeden” schlagen zu müssen um Weltmeister zu werden.

        Wenn Roggisch das sagt, dann ist das auch mit einem Respekt vor den anderen Manschaften verbunden (um eben NICHT arrogant zu sein und zu sagen: die Norweger können weniger als die Dänen…). Wenn ein Journalist das gleiche sagt, ist das aber etwas anderes. Insbesondere wenn der Anspruch da ist, nicht nur reine (Zuschauer-)Zahlen widerzugeben, sondern diese auch einzuordnen.

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