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Streit um “Pastewka”-Folge geht in die nächste Runde: Amazon will Einspruch einlegen

Erfolgreiche Comedyserie “Pastewka”: Amazon Prime Video zeigt demnächst die neunte Staffel
Erfolgreiche Comedyserie "Pastewka": Amazon Prime Video zeigt demnächst die neunte Staffel

Amazon Prime Video wird Einspruch gegen die Verfügung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) einlegen. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Die BLM hatte die Ausstrahlung einer Folge aus der achten Staffel der Comedyserie "Pastewka" wegen Schleichwerbung untersagt. Amazon will die beanstandete Episode "in Kürze und für den Zeitraum, bis in der Sache entschieden wurde", gegen eine neue Version austauschen.

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In der Episode mit dem Titel “Das Lied von Hals und Nase” waren sehr häufig das Media-Markt-Logo sowie eine Filiale der Elektronikmarkt-Kette zu sehen waren. “Die gesamte Folge ist – vor allem in Bezug auf die Marke Media Markt – von häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen geprägt, die nicht programmlich-dramaturgisch begründbar sind”, hieß es in der Begründung der Medienhüter.

Media Markt bestreitet, sich in Serie eingekauft zu haben

In der besagten Folge war Bastian Pastewka mit seinem Wohnmobil auf dem Parkplatz einer Media-Markt-Filiale liegengeblieben. Immer wieder war das Logo der Elektronikmarkt-Kette im Bild zu sehen. Im Verlauf der Folge versuchte Pastewka zudem, in die Filiale einzubrechen. Weitere Szenen fanden im Innern des Elektromarktes statt.

Media Markt bestritt auf MEEDIA-Anfrage, sich in die Show eingekauft zu haben: “Für die betreffende ‘Pastewka’-Staffel hat Media Markt keine Produktplatzierung gebucht”, erklärt eine Sprecherin. “Media Markt war lediglich ein von Brainpool angemieteter Drehort.” Brainpool hätte dafür eine produktionsübliche Miete bezahlt. “Es gab keine weitere Form der Zusammenarbeit bzw. keine weiteren Absprachen und somit auch keine Leistungen seitens Media Markt an Brainpool.”

BLM zeigt sich skeptisch gegenüber Neuschnitt
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Die Kölner Produktionsfirma äußert sich selbst nicht zum Sachverhalt. Ob zudem ein Neuschnitt der besagten Folge aus der achten Staffel von “Pastewka” genügt, sei fraglich. Gegenüber Golem erklärte ein Sprecher der BLM: “Sollte bei der Landeszentrale der Eindruck entstehen, dass Amazon die Untersagungsverfügung nachhaltig ignoriert, wird über die Einleitung der Verwaltungsvollstreckung zu entscheiden sein.”

Die BLM hatte bereits im vergangenen April mit der Prüfung begonnen. Allerdings hatte sich der Vorgang verzögert, weil die Zuständigkeiten zunächst unklar waren. Denn Amazon ist ein US-Konzern, hinter Amazon.de wiederum stehen Gesellschaften mit Sitz in Luxemburg. Da jedoch die Gesellschaft Amazon Instant Video Germany die deutschen Inhalte von Prime Video redaktionell verantwortet und ihren Sitz in München hat,  ist die BLM für die Prüfung zuständig.

Trotz des Wirbels um mögliche Schleichwerbung lief die achte Staffel “Pastewka” für Prime Video erfolgreich. Der Konzern zeigt aus diesem Grund ab dem 25. Januar die neunte Staffel der Comedy-Serie.

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