Partner von:
Anzeige

Der Economist steigt mit “The Intelligence” ins Geschäft mit den täglichen News-Podcasts ein

meedia-the-economist-the-intelligence-podcast.jpg

Der britische Economist ist ein Spätzünder im Geschäft mit täglichen Nachrichtenpodcasts. Dennoch gibt man sich selbstbewusst und nennt das neue Audio-Format, das am 29. Januar startet, vollmundig "The Intelligence". Der Economist hat für die 20-minütige Show acht neue Leute eingestellt. Ziel ist es, neue Abonnenten zu gewinnen. Der Markt der täglichen News-Podcasts ist mittlerweile schon sehr voll.

Anzeige

International am bekanntesten dürfet “The Daily” der New York Times sein, der rund fünf Millionen Hörer hat. Weitere tägliche News-Podcasts kommen von der Washington Post, vom Guardian, der BBC oder der Financial Times. Hierzulande buhlen u.a. der Deutschlandfunk, die Zeit oder die Süddeutsche Zeitung täglich um wissbegierige Hörer. Der neue Podcast des Economist startet am 29. Januar und erscheint werktäglich. Jede Folge soll rund 20 Minuten lang sein und aus drei Elementen bestehen: einer Analyse zu einem nachrichtlichen Ereignis, einem Hintergrund-Feature und einem unterhaltsamen, leichteren Beitrag am Schluss. Das Format wurde über den Zeitraum von einem Jahr entwickelt und wird von Jason Palmer präsentiert, bisher Co-Chefredakteur der täglichen Economist News- App Espresso (ein Bezahl-Produkt).

Ziel von “The Intelligence” sei es, die Reichweite und Bekanntheit des Economist unter Podcast-Hörern zu erhöhen und damit neue Abonnenten zu gewinnen, verriet Tom Standage, Head of Digital Strategy beim Economist, dem britischen Online-Medienmagazin Digiday. Standage: “Wir glauben absolut an die Macht von Audio.” Der Economist hat bereits fünf wöchentliche Podcasts zu Spezialthemen, die zusammengenommen rund sieben Millionen Abrufe oder Downloads pro Monat in 2018 erzielten. Laut Standage haben sich die monatlichen Umsätze mit Podcasts beim Economist mit Werbung, die von der Podcast-Werbeplattform Acast ausgespielt wird, in 2018 um 50 Prozent erhöht. Die Kosten für “The Intelligence” sollen allein durch Werbung über die Acas-Plattform gedeckt werden. Eine weitere mögliche Erlösquelle seien Sponsorings.

Anzeige

Standage: “Das Geschäftsmodell für Podcasts ist wirklich gut, viel besser als für Video Pre-Rolls, das ist ein schreckliches Geschäft. Video ist teuer herzustellen und die CPMs sind niedrig. Werbekunden wollen Podcast-Hörer erreichen.”

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia