Partner von:
Anzeige

IVW-Analyse aktuelle Wochenmagazine: stern, inTouch und Closer mit großem Minus, Frankfurter Allgemeine Woche legt deutlich zu

meedia-ivw-spiegel-faz-stern-intouch.jpg

Axel Springer wagt sich ab Februar mit Bild Politik in das Segment der aktuellen Wochenmagazine. Ein Segment, dessen Auflagen sich nicht gerade positiv entwickeln. Spiegel, stern und Focus verlieren seit Jahren recht konstant an Zuspruch, einzig die kleine Frankfurter Allgemeine Woche macht mit ihrem zarten Wachstum ein bisschen Hoffnung. MEEDIA blickt auf die neuesten Zahlen des Segments.

Anzeige

Die Nummer 1 der Wochentitel des IVW-Segments “Aktuelle Zeitschriften und Magazine” bleibt natürlich weiterhin Der Spiegel. Mit 535.700 Abos und Einzelverkäufen in Supermärkten, Kiosken & Co. bauten die Hamburger ihren Vorsprung im vierten Quartal 2018 sogar noch aus. Der Grund ist aber nicht etwa ein Wachstum – man verlor 1,3% gegenüber dem Vorjahresquartal – sondern ein noch größeres Minus der Verfolger. So büßte der stern dramatische 11,3% ein, verlor im Einzelhandel sogar 16,8%.

Dank eines ebenfalls geringeren Verlustes verdrängte die Bunte diesmal den stern sogar auf Rang 3: Das 3,0%-Minus der Bunten ist ein vergleichsweise geringes, insbesondere wenn man auf einige People-Konkurrenten schaut: inTouch krachte um heftige 22,1% nach unten, Closer um 13,5% und In verlor 7,2%. Im Bunte-Rahmen entwickelten sich die Gala (-3,3%) und Grazia (-3,2%), sogar zulegen konnte OK!, das sich insbesondere bei den Abos steigerte.

Der Focus büßte unterdessen 3,9% ein, die Superillu 4,7%. Auch diese beiden Titel gehören zu den verbliebenen sechs mit einer sechsstelligen Verkaufszahl in den beiden wichtigsten IVW-Kategorien Abos und Einzelverkauf.

Am Ende der Tabelle findet sich der größte Lichtblick des Segments: Die Frankfurter Allgemeine Woche steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um deutliche 14,2%, auch wenn dafür ein Plus von 2.958 Abos und Einzelverkäufen reicht. Mit 23.745 Exemplaren in diesen beiden Kategorien ist das Heft zwar noch kein Bestseller, doch insbesondere die Abo-Auflage macht mit einem Plus von Quartal zu Quartal auf inzwischen 20.987 Kunden Hoffnung.

Ob Axel Springer die Zahlen der Frankfurter Allgemeinen Woche bei dem Bild-Politik-Experiment allzu viel Hoffnung machen sollte, erscheint aber fraglich, denn der Bild-Ableger wird sich vor allem über den Einzelhandel verkaufen müssen – und dort ist das Magazin aus Frankfurt mit 2.758 Verkäufen ein sehr kleines Licht.

IVW: Wöchentlich erscheinende aktuelle Zeitschriften und Magazine
Anzeige

Platz Titel Abo+EV / 2018-IV 2018-IV vs. 2017-IV / absolut 2018-IV vs. 2017-IV / in %
1 Der Spiegel 535.700 -7.169 -1,3
2 Bunte 287.105 -8.807 -3,0
3 stern 283.803 -36.312 -11,3
4 Focus 230.280 -9.400 -3,9
5 Superillu 191.337 -9.366 -4,7
6 Gala 107.139 -3.711 -3,3
7 inTouch 82.701 -23.442 -22,1
8 Closer 71.805 -11.251 -13,5
9 OK! 61.176 595 1,0
10 Grazia 58.727 -1.913 -3,2
11 In 46.284 -3.573 -7,2
12 Frankfurter Allgemeine Woche 23.745 2.958 14,2
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

 

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Der „Spiegel“ wird noch mehr in den Keller gehen, denn damals war die Relotius-Affäre noch nicht bekannt.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia