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Netflix-Quartalsbilanz: Der Streaming-Pionier verbucht “nur” 8,8 Millionen Neukunden – und will 2019 weitere 3 Milliarden Dollar verbrennen

Sandra Bullock im Netflix-Hit “Bird Box”
Sandra Bullock im Netflix-Hit "Bird Box" © Netflix, Inc.

Wann sind die Grenzen des Wachstums erreicht? Streaming-Video-Pionier Netflix muss sich diesem Test an der Wall Street bei Vorlage der neusten Geschäftsbilanzen alle drei Monate stellen. Die einzige Kennzahl, die Anleger und Analysten dabei zu interessieren scheint, ist das Neukundengeschäft. Im abgelaufenen Weihnachtsquartal erlaubte sich CEO Reed Hastings den Luxus, mit 8,84 Millionen neuen zahlenden Abonnenten signifikant unter den eigenen Schätzungen und den Erwartungen der Wall Street zu bleiben.

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Die hyperbolische Wachstumsstory des US-Streaming-Anbieters von Serien und Filmen, der in den späten 90er-Jahren noch als Versender von DVDs begonnen hatte, hat in den vergangenen drei Monaten nicht an Dynamik eingebüßt.

Im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres konnte der von Reed Hastings vor 21 Jahren gegründete Internetpionier über 8,84 Millionen neue zahlende Abonnenten vermelden. Netflix konnte damit zwar die Zuwächse aus dem Vorjahresquartal, die noch bei 8,24 Millionen Neukunden gelegen hatte, um 7 Prozent übertreffen, verfehlte jedoch deutlich die eigenen Schätzungen und Erwartungen der Wall Street, die bei 9,4 Millionen neuen Mitgliedern gelegen hatten.

Bereits 139 Millionen zahlende Kunden

Das anziehende Abonnentenwachstum ist Netflix vor allem im Rest der Welt gelungen. Der Heimatmarkt, auf dem bereits knapp 60 Millionen Amerikaner Netflix nutzen, scheint zunehmend saturiert: 1,5 Millionen weitere US-Bürger schlossen im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Netflix-Abo ab.

International konnte der weltgrößte Streaming-Anbieter indes stolze 7,3 Millionen zahlende Neukunden anlocken. Insgesamt konnte Netflix per Ende 2018 bereits 139 Millionen zahlungswillige Kunden verbuchen (inklusive der Testzugänge waren es bereits 148,5 Millionen registrierte Mitglieder) – 29 Millionen mehr Abonnenten als noch zwölf Monate zuvor.

Netflix will 2019 weitere 3 Milliarden Dollar verbrennen
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In Dollar und Cent entwickelten sich Netflix‘ Geschäfte im vierten Quartal des Jahres größtenteils im Rahmen der Wall Street-Erwartungen. Die Erlöse trafen mit 4,19 Milliarden Dollar fast punktgenau die Analystenschätzungen, die bei 4,21 Milliarden Dollar gelegen hatten, während der Gewinn mit 30 Cent je Anteilsschein höher ausfiel als die Analystenprognosen, die noch bei 24 Cent je Aktie gelegen hatten.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum gaben die Gewinne wegen gestiegener Ausgaben allerdings von 186 auf 134 Millionen Dollar nach. Die massiven Investitionen in die Content-Eigenproduktionen und gestiegene Lizenzgebühren führen zudem in diesem Jahr zu einer Ausweitung der Verschuldung um drei Milliarden Dollar.

Entsprechend skeptisch reagierten Anleger auf das Zahlenwerk und den Ausblick des Streaming-Pioniers: Nachbörslich gab die zuletzt allerdings heiß gelaufene Netflix-Aktie um rund 4 Prozent auf 338 Dollar nach.

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