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Diekmanns Promi-Couch im Museum: Kunsthalle Rostock zeigt Fotos aus dem Bild-Chefbüro als Collage der Berliner Republik

Ex-Herausgeber Kai Diekmann (li.), Vorstandschef Mathias Döpfner, Rostocker Kunstausstellung bildRAUM: “Portrait der Berliner Republik”
Ex-Herausgeber Kai Diekmann (li.), Vorstandschef Mathias Döpfner, Rostocker Kunstausstellung bildRAUM: "Portrait der Berliner Republik"

Bild Dir Dein Museum: Wenn es noch eines Belegs bedurft hätte, dass Springers Boulevardblatt unter der eineinhalb Jahrzehnte währenden Ägide von Blattmacher Kai Diekmann salonfähig wurde, hier ist er – am Donnerstag eröffnet die Kunsthalle Rostock eine Ausstellung mit 190 Promi-Portraits, die u.a. die Fotografin Kiki Kausch in Diekmanns Chef-Büro fertigte. Eröffnet wird die Bild-Schau von CEO Mathias Döpfner.

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Zu den Ausstellungsstücken gehört auch die Couch aus Diekmanns Chefzeiten, auf der etliche Prominente bei der Bild-Visite Platz genommen hatten: Pamela Anderson, Helmut Kohl, Jogi Löw, Richard von Weizsäcker und weitere aus Film, Funk und Fernsehen bekannte Namen. Am Ende jeden Gesprächs, so ist es überliefert, hieß es immer: „Lassen Sie uns noch schnell ein Foto machen.“ So entstand auch die Serie “Drei Minuten mit” der Fotografin Kiki Kausch. Den Hintergrund bildete stets ein Werk des Berliner Künstlers Jens Lorenzen. Es zeigt das BILD-Logo, versehen mit dunklen Flecken auf der weißen Weste und einem diagonalen Riss. Im Eingangsbereich zur Ausstellung wird dies ebenso im Großformat zu sehen sein wie ein überlebensgroßes Portrait des Ex-Herausgebers an seinem letzten Arbeitstag im bereits geräumten Büro.

„Die Aufnahmen collagieren ein Porträt der Berliner Republik in einer globalisierten Welt, eine offene Gesellschaft mit Besuchern aus aller Herren Länder”, sagt Diekmann über die Exponate, “gleichzeitig beeindrucken diese Aufnahmen mit ihrem nahezu familiären Charakter und zeigen, wie sehr sich der Umgang von Bild mit der Prominenz und von der Prominenz mit Bild in den letzten Jahren geändert hat.“ Die Bilder in ihrem Atrium, einem besonderen Raum mit sieben Meter hohen Decken, installiert. Uwe Neumann, Leiter der Kunsthalle Rostock: „Der Raum wird zu einer Gesamtinstallation. Die Welt der Bild-Chefzentrale kann von außen, wie ein Aquarium, betrachtet werden, gleichzeitig ist sie begehbar. Die Besucher haben die Möglichkeit, selbst auf der Couch Platz zu nehmen und so die privilegierte Perspektive der Fotografierten einzunehmen.“

Ein ehemaliger Bundespräsident im Bild-Büro: Richard von Weizsäcker besuchte die Redaktion 2012 (Foto: Daniel Biskup)

Das Verhältnis zwischen dem 1952 von Axel Springer gegründeten Boulevardtitel und den Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ist allerdings nicht stets harmonisch. „Für die Bild-Zeitung gilt das Prinzip: Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten”, brachte Springer-Chef Mathias Döpfner  schon 2006 die Wechselbeziehung auf den Punkt und deutete an, welche Funktion die Zeitung mit den Großbuchstaben für Promi-Karrieren haben kann.

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Der Vorstandsvorsitzende ist es auch, der die Keynote zur Eröffnung der zwei Monate dauernden Ausstellung in Gegenwart von Fotografin Kiki Kausch, Jens Lorenzen sowie Kai Diekmann halten wird. Von Seiten des Verlags heißt es dazu auf Anfrage: “Wie kaum ein anderes Medium in Deutschland steht Bild für hochwertige und anspruchsvolle Fotografie. Mathias Döpfner hat gern die Aufgabe übernommen, bei der Eröffnung der Ausstellung ein Grußwort zu sprechen. Dies hat er im Übrigen auch schon 2017 bei der Ausstellung ‘Foto.Kunst.Boulevard’ im Martin Gropius-Bau zum 65. Jubiläum von BILD getan, die ebenfalls von Kai Diekmann kuratiert wurde.”

 

 

 

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Alle Kommentare

  1. …rauf und runter mit dem Aufzug – auch ohne BILD –
    ein schönes Geschenk zum heutigen Geburtstag von Matthias !

  2. „Für die Bild-Zeitung gilt das Prinzip: Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten” – Ach deshalb sinkt das Niveau der Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens so sicher wie die Bild Auflage.

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