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Trotz Tagessieg bei Jung und Alt: “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” mit schwächstem Start seit zehn Jahren

“Ich bin ein Star – Hiolt mich hier raus”: Felix van Deventer, Sandra Kiriasis, Chris Töpperwien (v.l.n.r.)
"Ich bin ein Star - Hiolt mich hier raus": Felix van Deventer, Sandra Kiriasis, Chris Töpperwien (v.l.n.r.)

Die Nummer 1 des deutschen Fernsehens hieß am Freitag bei Jung und Alt "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus": 5,95 Mio. sahen insgesamt zu, darunter 3,33 Mio. 14- bis 49-Jährige. Trotz dieser Zahlen und den Marktanteilen von 23,1% und 38,7% war das der schwächste Start einer Dschungel-Staffel seit genau zehn Jahren. Im Gesamtpublikum kamen die ZDF-Krimis der RTL-Show am nächsten, im jungen Publikum war RTL an der Spitze einsam und allein.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. “Ich bin ein Star” mit schwächstem Start seit 2009

5,95 Mio. sahen die ersten drei Dschungel-Stunden des Jahres 2019 also ab 21.15 Uhr bei RTL, der Gesamtpublikums-Marktanteil lag bei 23,1%. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sahen 3,33 Mio. Leute zu – 38,7% des abendlichen TV-Publikums. Auch wenn diese Zahlen absolut imposant sind, für die Tagessiege in beiden Zuschauergruppen reichten, sind sie dennoch nicht so stark wie in den vergangenen Jahren. In allen Staffeln seit 2010 lief der Start noch besser, unter den nun erreichten Zahlen landete zuletzt die Premiere 2009, damals mit 4,98 Mio. und 21,9%, sowie 3,30 Mio. und 31,6%. Seit dem gab es immer bessere Zuschauerzahlen und Gesamt-Publikums-Marktanteile, bei den 14- bis 49-Jährigen gab es nur 2012 einen Marktanteil, der noch etwas unter dem diesmal erreichten lag. Zum Vergleich: Die Rekord-Premierenzahlen sind folgende: 7,84 Mio. Gesamt-Zuschauer (2013), 28,7% Marktanteil (2015), 4,62 Mio. 14- bis 49-Jährige (2013), 42,1% Marktanteil (2016).

2. ZDF-Krimis kommen dem Dschungel am nächsten

Im Gesamtpublikum reichte es am Freitag nur knapp für den Tagessieg des RTL-Dschungels. Mit 5,88 Mio. Zuschauern folgt die ZDF-Serie “Der Staatsanwalt” nicht weit dahinter, der Krimi holte sich damit ab 20.20 Uhr 18,8%. Auch in direkter Konkurrenz zu “Ich bin ein Star” lief es noch gut für das ZDF: Die “SOKO Leipzig” bevorzugten von 21.20 Uhr bis 22.45 Uhr 5,12 Mio. Menschen (17,1%). “Wer wird Millionär?” schalteten in der Stunde vor dem “Ich bin ein Star”-Start immerhin 4,33 Mio. (13,9%) ein, der ARD-Film “Die Inselärztin – Die Entscheidung” kam auf 3,93 Mio. und 12,5%.

3. Kein Privatsender kommt RTL am Freitagabend auch nur halbwegs nahe

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Für ProSieben und Sat.1 gab es gegen “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” nicht viel zu lachen: ProSieben erreichte mit “Thor” ab 20.15 Uhr immerhin noch 850.000 14- bis 49-Jährige und 8,9%, Sat.1 kam mit “111 total verrückten Tieren” auf 760.000 und 8,0%. Im Anschluss fielen die “Knallerfrauen” von Sat.1 bis Mitternacht auf 4,7% bis 6,1%, ProSieben kam mit “Taffe Mädels” nicht über 7,1% hinaus.

4. RTL II punktet gegen den Dschungel mit “Terminator 2”

In der zweiten Privat-TV-Liga zeigte ein Sender, dass man auch gegen “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” über sein Quoten-Normalniveau springen kann. Gelungen ist das RTL II mit dem Klassiker “Terminator II”: Immerhin 410.000 14- bis 49-Jährige sahen zu, der Marktanteil lag bei 6,6%. Vorher lief es aber auch bei RTL II etwas schwächer: mit “Rocky Balboa” und 4,5%. Vox kam in der Prime Time mit drei Folgen der Serie “Law & Order: SVU” nicht über 4,6% bis 5,3% hinaus, kabel eins mit dreimal “Elementary” auf 2,8% bis 3,4%.

5. “Riverboat” steigert sich auf beste Zuschauerzahl seit Oktober 2017, “NDR Talk Show” und “Kölner Treff” noch stärker

Vor einer Woche feierte Jörg Kachelmann sein Comeback als Moderator der mdr-Talkshow “Riverboat”. Zusammen mit seiner Kollegin Kim Fisher gab es ein Comeback nach Maß – mit der besten Zuschauerzahl seit fast einem Jahr. In Woche 2 lief es nun noch besser: 870.000 Menschen sahen ab 22 Uhr zu, der Marktanteil lag bei 3,9%. Mehr als 870.000 “Riverboat”-Zuschauer gab es zuletzt im Oktober 2017. Der NDR erreichte parallel dazu mit der “NDR Talk Show” sogar ein Millionenpublikum: Genau 1,00 Mio. Seher entsprachen 4,5%. Noch besser lief es – ebenfalls parallel dazu – für den WDR-Talk “Kölner Treff” mit 1,08 Mio. und 4,2%. Zusammen mit der Parallel-Ausstrahlung der “NDR Talk Show” im hr fernsehen (1,0%) und im rbb Fernsehen (1,2%), sowie dem SWR-“Nachtcafé” (740.000 / 2,9%) gab es für die öffentlich-rechtlichen Talks der Dritten einen grandiosen gemeinsamen Marktanteil von 17,7%!

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Alle Kommentare

  1. Das ist doch mal ein ehrlicher Blick auf die wirklichen Quoten… 17,7 % Marktanteil bei u.a. vor allem Freitag-Abend-Talkformaten zeigt genauer, wie man diese gehypten Prime-Time-Formate und deren Quoten zwischen 5-7 Mio Zuschauern einordnen sollte. Ebenso ehrlich sollten diese ZDF-Fake-Quoten im Tagesprogramm benannt werden, die bei 600.000 bis 2,9 Mio Zuschauern mit Marktanteilen von 18 bis 24 % um sich werfen und sich als “Tagessieger” gerieren. Wiederholungen am laufenden Band für Leute die täglich nachmittags vor der Glotze sitzen können (und gerne sollen) sind o.k. aber irrelevant für die Beurteilung der Programme der öffentlich-rechtlichen Sender, die 8 Milliarden Euro vom Bürger einsacken und die gesamte Film/Fernseh-Branche (auch Kino) dominieren, das Geld ins Ausland tragen (Koproduktionen, Darsteller und Teamleute sind dort billiger und arbeiten länger als in D erlaubt) und einen geschlossenen Heimat-Markt geschaffen haben, in dem vor allem ihr riesiger und unnützer Personalapparat, 160 Tochterfirmen sowie GmbHs und wirtschaftliche Bereiche (Enterprises u.a.) und ein paar wenige Lieblinge, Buddys profitieren (dagegen ist Frau von der Leyen nix aber wenigstens gibt es bei Verfehlungen “Untersuchungsausschüsse”… die es bei den Machenschaften der ÖR überhaupt nicht gibt!!). Insofern: Weiter so mit den Quotenanalysen, denn auch die Fachmedien schreiben seit Jahren diese Quoten schön und bejubeln sie – ohne Reflektion, was wirklich dahinter steckt.

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