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Revival des Klapphandys: Zeigt Samsung in Kürze die Smartphone-Innovation des Jahres 2019?

So düster präsentierte Samsung sein neuartiges Klapp-Smartphone
So düster präsentierte Samsung sein neuartiges Klapp-Smartphone

Der ewige Kampf Samsung vs. Apple in die nächste Runde: Die Koreaner laden zum exklusiven Event. Allem Anschein will der Smartphone-Bauer Apples Smartphone-Dreier mit gleich fünf (!) Geräten kontern. Darunter auch ein Modell mit biegsamen Display. Ein Überblick zu einem der Trend-Highlights des Ende Februar anstehenden Mobile World Congress (MWC).

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Am Donnerstagabend verschickten die Koreaner die Einladung für das ihr “Unpacked”-Event im Vorfeld des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona. Im Rahmen dessen will der Hersteller Technologien vorstellen, “die auf der Grundlage von 10 Jahren Innovationen neue Galaxy-Erfahrungen einleiten”, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: “Willkommen zur nächsten Generation.”

Seit einigen Wochen brodelt bereits die Gerüchteküche um die größte Konkurrenz für Apples iPhones. Etliche “Leaks” lassen immer mehr Rückschlüsse auf die Ausstattung der neuen Samsung-Devices zu. So soll das S10 zu den ersten Smartphone gehören, bei dem die Frontkamera direkt in das Display integriert ist. Genauer: Im Display gibt es eine Aussparung für die Selfie-Kamera. Lange Zeit war unklar, wie Samsung die “Notch”-Problematik bei seinen Smartphones angehen will. Denn der Trend hin zum randlosen Smartphone stellte die Branche bislang vor die schwierige Aufgabe, wie etwa die Selfie-Kamera sowie Lautsprecher auf der Vorderseite eines Smartphones untergebracht werden können, wenn diese doch komplett vom Display vereinnahmt wird. Kritiker der “Notch” bemängelten, dass etwa im Querformat bei Videos ein Teil durch schwarze Streifen verdeckt war. Samsung verzichtete beim zuletzt vorgestellten Galaxy Note 9 noch auf eine Notch und setzte weiterhin auf vergleichsweise dicke Ränder.

Während andere Hersteller wie der chinesische Smartphone-Bauer Xiaomi auf einen Schiebemechanismus setzen, um die “Notch” verschwinden zu lassen, hat Samsung einen Weg gefunden, die Kamera nahtlos ins Display einzubauen – und das auch schon beim im November vorgestellten Galaxy A8s unter Beweis gestellt. Das Smartphone ist vorerst aber nur für den asiatischen Markt produziert.

Das für gewöhnlich gut informierte Wall Street Journal will erfahren haben, dass Samsung insgesamt drei Varianten seines Flaggschiffs präsentieren könnte:

  • Ein 6,1 Zoll großes Galaxy S10 sowie ein 6,4 Zoll großes Modell namens Galaxy S10+ sollen mit Fingerabdrucksensor im Display und seitlich abgerundeten Rändern punkten. Mit Kameras scheint man nicht zu geizen: Das S10 verfügt demnach über drei Linsen (eine vorne, zwei hinten), das S10+ über fünf (zwei vorne und drei hinten). Recht praktisch: Über eine “Reverse Charging”-Funktion soll die Smartphones andere Geräte mit Strom versorgen können.
  • Eine “Lite”-Ausführung namens “Galaxy S10E” – vergleichbar mit Apples preiswerterem iPhone Xr – verfügt demnach über ein flaches 5,8-Zoll-Display ohne Fingerabdrucksensor im Bildschirm.
  • Ferner ist die Rede von einem Modell mit dem mysteriösen Namen “Beyond X”. Das soll mit 6,7 Zoll sogar noch größer als Samsungs Galaxy Note 9 ausfallen und als erstes Device der Koreaner auch 5G unterstützen. Natürlich darf ein solches Flagg-Flaggschiff dann auch kameratechnisch nicht hintenan stehen und soll Gerüchten zufolge über sechs (!) Linsen verfügen: zwei auf der Front und vier auf der Rückseite. Klingt zunächst unrealistisch, doch Samsung hat schon mit dem Galaxy A9 eine sogenannte Quad-Kamera eingeführt. Zu den Preisen und Verfügbarkeiten der unterschiedlichen Modellen ist noch kaum etwas bekannt. Allerdings dürfte ein Release des 5G-Smartphones in Deutschland angesichts der andauernden Probleme mit der Netzabdeckung relativ unrealistisch sein.
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Galaxy F(old)? Kannste knicken!

Ebenfalls unklar ist auch der Entwicklungsstand beim Galaxy F – wobei das F für “Fold” (zu Deutsch: gefaltet) stehen soll. Das Smartphone mit biegsamen Display zeigte der Konzern auf seiner Entwicklermesse Ende 2018 nur für wenige Sekunden. Auf der CES soll man ausgewählten Personen immerhin schon funktionierende Prototypen präsentiert haben. Durch beherztes Umklappen lässt sich hier die Display-Diagonale verdoppeln – je nachdem, ob man es nur Mails schreiben und den Messenger nutzen oder darauf beispielsweise einen Film sehen will. Laut WSJ will Samsung das Release des Galaxy F ebenfalls Ende Februar verkünden. Ob das ungewöhnliche Device auch noch dieses Jahr in den Handel kommt, ist unklar.

Wohlgemerkt: In der Zwischenzeit hatte der in Europa weitestgehend unbekannte Hersteller Royole auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas mit dem “FlexiPad” ebenfalls ein Smartphone gezeigt, dessen Display sich durch Biegen und Klappen auf die doppelte Größe bringen lässt. Das soll bereits Ende dieses Jahres in den Handel kommen – allerdings nur in China.

Offiziell bestätigen will Samsung die Gerüchte freilich nicht. Dass der größte Smartphone-Produzent aber mehr als nur einen Nachfolger seiner S-Serie vorstellt, darauf deutet allein das Datum der Präsentation hin. Für gewöhnlich stellt Samsung seine Innovationen im Rahmen des MWC am Sonntag vor der Messe vor. Das wäre in diesem Jahr in diesem Jahr eigentlich der 24. Februar 2019. Mit einer Keynote am 20. Februar lockt der Hersteller die Fachpresse schon deutlich früher in die spanische Metropole. Das steigert natürlich die Erwartungen an Samsung, mehr als nur eine Weiterentwicklung seiner Flaggschiff-Smartphones zu präsentieren. Ein Risiko, dessen sich die Koreaner absolut bewusst sein dürften.

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